Hart umkämpfter Sieg der Ersten Mannschaft

Am 2. Spieltag ging die Reise direkt zu dem Mitfavoriten aus Eschborn und das wieder mit der kompletten Stammmannschaft. Diesen „Luxus“  konnten die Gastgeber nicht aufbringen und traten nur mit sieben Spielern an, so stand es nach einer Stunde 1-0 für uns.

Für Thomas am 1. Brett nicht das schönste ohne Gegner dazustehen, aber Punkt ist Punkt für die Mannschaft. An den anderen Brettern wurde dafür umso heftiger gekämpft und Eschborn machte klar dass sie auch trotz des Startnachteils gewillt waren, den Kampf siegreich für sich zu beenden.
 
Nach etwa zweieinhalb Stunden Spielzeit machte Reiner an Brett 2, bei ausgeglichener bis leicht vorteilhafter Stellung, Remis mit dem mit Abstand spielstärksten Eschborner und sicherte so weiterhin unsere Führung.
 
Einen kurzen Dämpfer bekamen wir als am Brett 5 Sanders Königsstellung nach einem Figurenopfer des Gegners auseinander gefallen war. Alle Kiebitze die inzwischen reichlich vorhanden waren hielten die Luft an als der Gegner ein zügig Matt setzten konnte aber mehrere Minuten lang über die Stellung grübelte. Das Sprichwort „man sieht den Wald vor lauter Bäume nicht“ schien passend zu sein aber zu unserem Leidwesen lichtete sich der Wald und der Gegner fand den richtigen Zug.
 
An Brett 7 spielte Daniel wie gewohnt mit allem was zur Verfügung steht auf Angriff. Eine Qualität weniger glich das starke Läuferpaar von Daniel aus. Der Eschborner  Gegner konnte aber alle Angriffe abwehren und schließlich in eine Remis Stellung abwickeln.
 
An Brett 8 ging es über ein kurzes Mittelspiel schnell ins Endspiel wobei der Eschborner Gegner mit einem Plusbauer hervorging. Im Endpiel Turm und  Springer mit Bauern konnte Dr. Bittner durch geschicktes Lavieren  alle Bauern am Damenflügel und den Springer tauschen so das nur noch Bauern am Königsflügel übrigblieben, zusammen mit jeweils einem Turm.  Der Eschborner willigte nach wenigen Zügen ins Remis ein nachdem ihm bewusst wurde, dass er keine Siegchancen mehr hat.
 
Nachdem es nun nach 3,5 Stunden 2,5-2,5 stand hing alles von den Brettern 3 bis 5 ab.
 
An Brett 3 hatte Matthias aus der Eröffnung einen Mehrbauern und klar die bessere Position erspielt. Als der Eschborner endlich nach langer Zeit seinen letzten Läufer nach f6 aktivieren konnte beendete Matthias etwaige Hoffnungen des Eschborners mit einem Konsequenten Qualitätsopfer.

Nachdem der König aller Verteidiger beraubt und in der Ecke von der Dame und  Läufer bedrängt war blieb dem Eschborner nur noch die Aufgabe.

Somit gingen wir wieder mit einem Punkt in Führung.
 
An Brett 4 sah es lange Zeit recht duster aus. Der Eschborner Schachfreund nutze seinen weissen Anzugsvorteil und griff heftig an. Alejandro musste sich lange am Damenflügel verteidigen um nicht überrannt zu werden. Aber enorm unter Druck gesetzt behielt unser Mann die Nerven und konnte die Situation am Damenflügel bereinigen, bei der aber ein Bauer am Königsflügel verloren ging.

In einem Endspiel mit Dame, Turm und ungleichfarbigen Läufer versuchte der Eschborner alles um die offene Königsstellung unseres Mannes auszunutzen — sein Sieg hätte den Wettkampf ausgeglichen.

Alejandro ließ sich aber nicht beirren und nach hinten drängen, sondern versuchte mit einem Bauernhebel ebenfalls Angriffsmöglichkeiten zu bekommen, und nach etwa 5 Stunden Spielzeit gelang es ihm einen großen Abtausch zu erzwingen und ein Remis zu sichern.

Damit stand es 4-3 für uns und zumindest ein Mannschaftspunkt war sicher.
 
Währenddessen wurde am Brett 5 immer noch gekämpft und die 6. Wettkampfstunde brach an.

Gerolf hatte lange Zeit eine geschlossene Stellung bis Er seinen h-Bauer bis nach h6 vordrückte und so den Gegner einschnürte. Ein Abtausch von einem Turm gegen 2 Leichtfiguren und offene Bauernstruktur brachte eine sehr dynamische Stellung.

Gerolf gelang es nach langem Lavieren seine beiden Leichtfiguren in gute Positionen zu schieben, dabei musste er immer wieder Angriffszüge des Gegners abwehren.

Nach 5,5 Stunden hatte Gerolf seinen Gegner soweit weichgeknetet das er gegen die kombinierte Schlagkraft aller übriggebliebenen Figuren keine Verteidigung mehr fand und die Waffen strecken musste. Mit dem Gewinn zum  5-3 wurde nach 5,5 Stunden Spielzeit der Mannschaftssieg  gesichert.

 

In 2 Wochen erwartet uns die nächste Aufgabe mit den Schachfreunden aus Kelsterbach, zwischenzeitlich nehmen mehrere Spieler aus Bad Soden nächstes Wochenende an den deutschen Amateurmeisterschaften teil.

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