Schachclub Bad Soden

 
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GM Matthias Wahls Schachseminar:

Die drei Dimensionen des Schachs

 

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     Termin:    15./16. Mai 2004

     Ort:

Maritim-Hotel am Kurpark
Ludwigstrasse 3
61348 Bad Homburg v.d.H.

In Zusammenarbeit mit dem Schachklub Bad Homburg e.V.

     Zeitplan:

Samstag, 15. Mai: von 10:00 - 19:00 Uhr
Sonntag, 16. Mai: von 10:00 - 16:30 Uhr

     Anmeldung, Details, Gebühren, Veranstaltungs-Ort, Hotel-Unterkunft finden Sie hier:

 
Ausschreibung als PDF-Datei
 

     Über das Schachseminar von GM Matthias Wahls

Länge, Breite, Höhe: Für Mathematiker, Architekten oder Geodäten sind sie das Maß aller Dinge. Schachspieler hingegen pflegen mit den drei Dimensionen des Schachs ganz andere Eigenschaften zu verbinden, nämlich Material, Zeit und die Qualität der Stellungsstruktur.

Während jedem Anfänger gleich nach den Zugregeln der Figuren die unterschiedlichen Werte des Figurenmaterials beigebracht werden und so die Grundlagen zum "Schach-Materialisten" gelegt werden, geht es fortschrittlichen Spielern doch noch um mehr.

Das Seminar wendet sich an Spieler, die sich über das begrenzte Materialverständnis hinaus ein neues schachliches "Weltbild" schaffen möchten. Ebenso sind auch ambitionierte Spieler angesprochen, die auf ihrem Weg zum Meister klare zusammenhängende Konzepte erkennen und vertiefen möchten.

GM Matthias Wahls veranstaltet dieses TOP-Seminar und erläutert die Zielsetzung so:

 

 
     Der Schlüssel zum Erfolg im Schach liegt im richtigen Umgang mit Werten. Die drei Dimensionen, denen schachliche Werte entspringen heißen Material, Zeit und Qualität (Struktur). Laut Kasparow sind die wenigsten Schachspieler in der Lage dreidimensional zu denken und die Qualität als gleichberechtigte Dimension anzuerkennen. Dies entspringt nicht nur veralteten Lehrmethoden, die noch aus der klassischen Epoche der Schachgeschichte stammen, sondern auch der normalen Limitierung menschlicher Erkenntnisfähigkeit.

Das Seminar hilft überkommene Denkstrukturen aufzubrechen und führt den Teilnehmer zu einem modernen, pluralistischen Schachverständnis. Es öffnet den Blick für die vielfältigen Erscheinungsformen schachlicher Werte. Darauf aufbauend wird auf die Notwendigkeit eines flexiblen Umgangs mit der Transformation von Werten hingewiesen. Dies wiederum ebnet den Weg für ein dynamisches und zeitgemäßes Materialverständnis - die Voraussetzung schachlicher Meisterschaft.

 

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     Wahls-Seminare in der Presse
 

Aus der Taunus Zeitung -Bad Homburg- vom 12. Januar 2004: Wie besiegt man defensive Holländer?

"Es ist das Spiel der Könige. Doch von adliger Noblesse oder Zurückhaltung ist meistens wenig zu spüren, wenn sich zwei Schachspieler auf dem schwarz-weiß karierten Feld begegnen. Eher von einer martialischen Atmosphäre. Denn zwei Krieger kreuzen die Klingen, wenn auch nur intellektuell. Blut fließt keines, doch die Wunden gehen tief - nach jeder geschlagenen Figur, noch mehr nach verlorenen Partien. Damit es gar nicht erst zu einer solchen Schmach kommt, hatte der Schachclub Bad Homburg den renommierten Großmeister Matthias Wahls für ein Trainingsseminar im Hotel Maritim engagiert.

Knapp 20 Schachfreunde folgten der Einladung in den Saal Linnée, um am Wochenende an zwei Tagen aus berufenem Munde Tipps und Tricks für das eigene Spiel zu erhalten. Mit dabei: Sven Hering (32), der extra aus Halle an der Saale angereist war. Der selbständige Computerdienstleister spielt seit seinem sechsten Lebensjahr das strategisch und taktisch anspruchsvolle Spiel. "Allerdings habe ich dazwischen 15 Jahre Pause gemacht und erst vor zwei Jahren wieder angefangen".

Hering gewann dem Seminar durchaus Positives ab - und das sogar in doppelter Hinsicht: "Die sehr intensive Beschäftigung an zwei Tagen hilft auf jeden Fall weiter, schließlich ist Schach ein sehr theoretisches, denkbezogenes Spiel", sagte er in einer kurzen Seminarpause. "Und dass ein Großmeister dabei ist, motiviert natürlich zusätzlich."

GM Matthias Wahls bei einem Simultan-Turnier

Der solcherart Gelobte ließ sich nicht zwei Mal bitten und begann den Sonntag mit einer kniffligen Aufgabe für die Seminarteilnehmer: "Wir analysieren die Möglichkeiten, wenn mein Gegner mit der holländischen Verteidigung agieret." Holländische Verteidigung? Sind Rudis Männer gefragt? Soll gar mit drei Spitzen angegriffen werden? Nein, denn beim Schach werden viele Zugvarianten, ob offensiv oder defensiv, nach Ländernahmen benannt. Von einer holländischen Verteigung spricht man, wenn "Schwarz" den Bauern vom Feld F/ auf das Feld F5 bewegt.
"Wir versuchen, die besten Reaktionen auf diesen Zug herauszuarbeiten", betonte Wahls. "Dabei muss jeder Spieler berücksichtigen, was zu seinem Charakter passt". Nur dann könne er seine eigenen Stärken auch wirklich einsetzen, ergänzte der 33-jährige Schachprofi. Und da fange das Problem wirklich an. "Es gibt allein für den ersten Zug 400 verschiedene Möglichkeiten", erklärte Sven Hering. "Mit jedem Zug gibt es mehr Variationen, mehr taktische Optionen und Strategien zu bedenken". Nach zwei, drei weiteren Zügen könne er das Geschehen immerhin schon so weit eingrenzen, um in Fachbüchern nach möglichen Reaktionen nachzuschlagen.
Alle Optionen konnten die Seminarteilnehmer am Wochenende natürlich nicht durchspielen. Vielleicht wir es aber in Zukunft noch Möglichkeiten dazu geben. Schließlich würde Wahls gern in die Kurstadt zurückkommen. "Die Atmosphäre stimmt, und das Seminar hat Spaß gemacht".

     Welches Eröffnungsrepertoire würden denn wohl die Frankfurter Musterknaben Struwwelpeter, Hans-Guck-in-die-Luft und Zappel-Philipp spielen?

Der Zappel-Philip.
Aus dem Struwwelpeter von
Dr. Heinrich Hoffmann

Daß die eigene Persönlichkeit im Einklang mit dem gewählten Eröffnungsrepertoire stehen sollte, war eine der Kern-Thesen, die GM Matthias Wahls in seinem Schachseminar am 10./11. Januar 2004 in Bad Homburg darlegte.

Aus zeit- und lern-ökonomischen Gründen ist es notwendig, sich auf gewisse Grundtypen in den Eröffnungen zu konzentrieren.

Einzelne Eröffnungsrepertoires führen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wahls unterscheidet in seinem Konzept das (1) statische Repertoire, das (2) dynamische Repertoire, das (3) flexible Repertoire und last not least das (4) asymmetrische Repertoire.

Zupackend: GM Matthias Wahls erläutert Eröffnungskonzepte.
Foto: Helmut Wiese.

Statische Repertoires beinhalten  Eröffnungen wie z.B. Englisch-Botwinnik, Skandinavisch oder Bogo-Indisch. Sie führen letztlich zu einer festen Bauernstruktur, die einen klaren Plan erforderlich machen.

Das asymmetrische Repertoire bietet hingegen Flexibilität in den Bauernstrukturen, und Eröffnungen dieses Typs erlauben es, sowohl aktive als auch passive Spielpläne für Weiß und Schwarz umzusetzen.

Das Schach-Seminar wurde in Kooperation mit dem Schachklub Bad Homburg durchgeführt. Zum Auftakt begrüßte Otto Reimer, 1. Vorsitzender, die 18 Teilnehmer, die aus Köln, Halle, Stuttgart, Bingen, Heuchelheim und dem Rhein-Main-Gebiet angereist waren.

GM Matthias Wahls am Demo-Brett
Foto: Helmut Wiese

Ebenfalls unter den Teilnehmern befand sich IM Stefan Reschke vom SV Oberursel. Er wollte sich in erster Linie mit dem pädagogischen Aspekt des Seminars vertraut machen, leitet er doch das Kadertraining einer hessischen Jugend-Auswahl.

Klare Theorie und praktische Demonstrationen am Brett ergänzten sich in hervorragender Weise.

Übungsaufgaben vertieften den Lernerfolg. Und die gemeinsamen Mahlzeiten und Kaffepausen brachten viele gute Gelegenheiten, die Teilnehmer näher kennen zu lernen und etwas aus der Trickkiste des Schachs zum besten zu geben.

GM Matthias Wahls (links) und Otto Reimer (rechts)
Foto: Helmut Wiese

GM Wahls wird auch für den Jugendkader des Hessischen Schachverbands einige Seminar-Tage ausrichten.

Ob die hessischen Schach-Jugendlichen allerdings den Musterknaben des Frankfurter Arztes und Literaten Dr. Heinrich Hoffmann nacheifern und ähnliche Persönlichkeitsstrukturen offenbaren, bleibt dahingestellt.

Sicher dürfte sein, daß zappelige Nachwuchsspieler eher eine dynamische Eröffnung spielen würden, wo der Faktor Zeit höher bewertet wird und viele konkrete taktische Pläne für Dynamik auf dem Brett sorgen.

     Zur Biographie:

1977

Eintritt in den Schachverein „Union Eimsbüttel“ im Alter von 9 Jahren
 1980 Hamburger Kindermeister
 1982 1.Platz Kadettenopen Paris     
 1984

Hamburger Jugendmeister
(Wahls in der Mitte)

 1985 Deutscher Jugendmeister
Wechsel zum "HSK"
 1987 Hamburger Meister
Deutscher Mannschaftspokalsieg
 1988 Ernennung zum Internationalen Meister
 1989 Ernennung zum Großmeister
1.PLatz Großmeisterturnier-B Dortmund
1.Platz Open Biel
1.Platz Großmeisterturnier Luzern
Bronzemedaille Europäische Mannschaftsmeisterschaft
 1990 Zweiter der deutschen Rangliste hinter Dr.Hübner zum 1.1.
Teilnahme an der Schacholympiade in Novi Sad
 1991 1.Platz IBM-Großmeisterturnier Hannover
 1992 Teilnahme an der Schacholympiade in Manila
 1994 1.Platz Internationale Schweizer Meisterschaft
 1995 1.Platz Großmeisterturnier Bad Endbach
1.Platz Open Berlin
 1996 1.Platz Open Velden
1.Platz Großmeisterturnier Hamburg
1.Platz Open Wiesbaden
Deutscher Meister
 1997 Beginn didaktischer Tätigkeit in Form von Wochenendseminaren
Produktion des Buches "Modernes Skandinavisch"
Deutscher Meister
Beendigung der Laufbahn als spielender Schachprofi 
 1998 Qualifikation für die Weltmeisterschaft beim Zonenturnier in Dresden
 2002

Wiederaufnahme der Seminartätigkeit nach mehrjähriger Schachpause
Hamburger Meister

2004

Mitglied der Bundesliga-Mannschaft des Hamburger Schach-Klub, aktuelle DWZ-Zahl: 2529 (März 2004)

      Weiterführende Links

GM Matthias Wahls Seminar-Seite

Schachklub Bad Homburg e.V.






 

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