Schachclub Bad Soden
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Schach in Bad Soden

  Erfolgreich Schach spielen
Der Schach-Club Bad Soden a.Ts. heißt alle, die Interesse und Spaß am Schach spielen haben, herzlich willkommen. Wer neben unverbindlichen (Blitz-)Partien auch an Turnieren teilnehmen möchte, kann selbstverständlich im Rahmen einer unserer Mannschaften mitspielen. 
Kinder
werden gezielt an das Spiel auf den 64 Feldern herangeführt und lernen Regeln und die ersten taktischen Spielzüge. Später können sie ihre Spielfreude mit Altersgenossen ausüben oder im Rahmen einer Schülermannschaft schon die ersten Erfahrungen im Wettkampf unter Gleichaltrigen sammeln. 
Interessierte Jugendliche, Erwachsene und Senioren sind zu unseren Trainingsabenden (Freitags 18-19 Uhr für Kinder, Freitags ab 20 Uhr für Erwachsene) herzlich eingeladen. 
In geselliger Atmosphäre bietet der Schachclub allen die Möglichkeit regelmäßig einige Partien zu spielen. Anfänger sind dabei ebenso herzlich willkommen wie fortgeschrittene Spieler. Ausführliche Informationen zum Verein gibt's >>>hier.

ARCHIV: Meldungen bis Dezember 2009
(Frühere Meldungen finden Sie >>>hier im Archiv)

    Kein erfolgreicher Spieltag

Bad Soden, 14.12.2009. Nach der fünften  MTS Runde gab es leider einige Niederlagen. Bad Soden 1 verlor unglücklich gegen die starke Mannschaft aus Eppstein 2 mit 3:5. Es wäre auch ein 4:4 drinnen gewesen, doch leider kam der Eppsteiner Gegner an Brett 8 noch mit 50 minütiger Verspätung und gewann. 

Ralf Kellerwessel konnte als einziger Spieler gewinnen. Remise holten Thomas Rödiger, Dr. Friedrich Bittner, Daniel Großjohann und Raimund Zöller. Damit belegt jetzt die Mannschaft einen Mittelfeld Platz. Mit einem blauen Auge kam  Bad Soden 2 mit einem 4:4 Unentschieden beim Tabellenführer aus Raunheim 2 nach Hause, da man nur zu siebt antreten konnte. Die Brüder Julien und Christoph Leach sowie Sander Veenstra konnten durch starke Leistungen gewinnen. Mannschaftsführer Klaus Noha und Peter Hegner holten die restlichen halben Punkte.

Mit 7:3 Punkten liegt die Mannschaft punktgleich mit Eschborn 3 und Raunheim 2 an dritter Stelle und kann noch aufsteigen. Völlig unter ging diesmal die ersatzgeschwächte Mannschaft von Bad Soden 3, die gegen den Mitverfolger aus Kelkheim 2 mit 1,5:6,5 das Nachsehen hatte.

Michael Leach (Foto: Schulze)

Lediglich Michael Leach konnte überzeugen sowie ein Remis von Robert Ackermann. Trotz der herben Niederlage überwintert die Mannschaft als Tabellenführer und hat weiterhin sehr gute Chancen aufzusteigen. Ganz im Gegensatz zu Bad Soden 4, die mit 2,5:5,5 gegen Eppstein 3 verloren hatten und weiterhin Schlusslicht bleiben. Immerhin konnten diesmal Stefan Mayer und Rudi Schäfer gewinnen. Ersatzmann Michael Hoss holte zumindest ein Remis.

Das schönste Resultat des Spieltages liefert diesmal die Mannschaft von Bad Soden 5, die das Kellerduell bei Steinbach 4 knapp mit 3,5:2,5 gewann. Kurios ist dabei, das fast alle Spieler der 6. Mannschaft, aushalfen, da die 6. Mannschaft kampflos gegen Frankfurt West 4 mit 6:0 gewann. Die Punkte für Bad Soden 5 holten Ben Luca Neukranz, Sewa Gerassimov sowie der kampflose Sieg von Leo Deppe. Jakob Wegmann holte das entscheidende Remis. Im internen Duell zwischen Bad Soden 7 und 8 hatte die siebte  Mannschaft das bessere Ende für sich und gewann kanpp mit 3,5:2,5. Für Bad Soden 7 gewann Nils Schröder, Clemens Deutsch und die wieder genesene Lea Sonnenschein. Marc Pohl spielte Remis. Für Bad Soden 8 gewannen Konstantin Weixler und Milad Emami. Kevin Kookpari spielte Remis. Bad Soden 9 war diesmal spielfrei. Und schließlich verlor Bad Soden 10 klar gegen Hofheim 9 mit 1:4. Zum wiederholten mal konnte nur Frederic Temmeyer gewinnen. Am 18.12.09 findet noch die traditionelle Weihnachtsfeier statt zum Abschluß des Jahres. Es war ein gutes Jahr für den Schachclub Bad Soden.  

[Roland Bettenbühl]

    Schachclub 2.0

Daniel Pohlke

Mit einer neuen Team-Community, die nur für Mitglieder des Schachclubs exklusiv zur Verfügung steht, hat Daniel Pohlke wieder einmal mehr bewiesen, daß er nicht nur die Skandinavische Verteidigung bevorzugt - nein, er beherrscht als IT-Experte auch die Rudelbildung.

Im Lingo der Web 2.0 Welt wird das auf neuhessisch  "Social Community" genannt. An einem virtuellen Dorfplatz treffen sich die Vereinsmitglieder des Schachclub Bad Soden, um ihre neuesten Tipps und Tricks vergangener Partien als auch kommender Wettkämpfe gegen zukünftige Gegner in den diversen Klassen des MTS-Verbands auszutauschen.

Daniel Pohlke hat mit der OpenSource Software von NING eine Team-Community eingerichtet. Wer Mitglied in dieser modernen Community werden möchte, schreibt einfach an [21.12.2009 17:57:54] Daniel Pohlke: POHLKE [at] web.de  und erhält dann eine Einladung zum Mitmachen.

Und an dieser Stelle gleich noch ein Praxis-Tipp, wie man Schachpartien zwischen FRITZ und NING hin und her schieben kann.
FRITZ:
Laden Sie Ihre Spielpartie und wählen folgende Schritte:
  • BEARBEITEN
    • KOPIEREN

    (Die Notation der Partie befindet sich nun im Arbeitsspeicher ihres PCs).

NING Team Community:

  • MYPAGE
    • Quick ADD
      (Hier können Sie einen Diskussionsbeitrag eröffnen und Ihre Partie-Notation mit STRG+V hineinkopieren)

Natürlich funktioniert das auch in der umgekehrten Richtung von NING zu FRITZ. Einfach die Spielnotation aus der NING-Community mit STRG+C kopieren, FRITZ starten, den Maus-Cursor in die Fläche mit der Notation bewegen und mit STRG+V kopieren. So können Sie die einzelnen Partien mit den vertrauten Werkzeugen nachspielen oder besondere Varianten Analysieren.

Hier geht's zum Informationsnetzwerk Schachclub-Badsoden-Team:
http://schachclub-badsoden-team.ning.com

    Schach-Tipps im Internet

Es gibt bekanntlich viele Möglichkeiten den Schachsport zu unterstützen. Als gelernter Informatiker hat sich Martin Strauch entschlossen, sein Wissen rund um das Thema Schach anderen kostenlos im Internet zur Verfügung zu stellen. So können auf seiner Webseite www.schach-tipps.de Hobbyspieler, aber auch Vereinsspieler, ihre Fähigkeiten trainieren (z.B. Taktiktraining). Sein zweites Projekt www.onlineschach.eu ist eine Schachplattform, auf welcher man kostenlos gegeneinander Schach spielen kann. Das schöne hierbei ist, dass außer dem Webbrowser keine zusätzliche Software benötigt wird.

    Aufstiegschancen geplatzt - teilweise

30.11.2009. Nach der vierten MTS Runde hat  Bad Soden 1 gegen den Landesliga-Absteiger Hattersheim 1 mit 2,5:5,5 leider gepatzt. Nachdem die Spitzenbretter 1 und 3 sowie das achte Bretter ihre Partien verloren geben mussten, konnten die anderen fünf Spieler leider nur noch remisieren.

Halbe Punkte holten: Dr. Friedrich Bittner, Gerolf Dietz, Ralf Kellerwessel, Daniel Großjohann und Raimund Zöller. Damit ist der Traum des erstmaligen Aufstieges in die Landesliga erst mal ausgeträumt. Besser lief es für Bad Soden 2, die in Unterzahl mit 5:3 gegen Nauheim 1 gewinnen konnten und immer noch auf einem Aufstiegsplatz liegen. Es gewannen Stefan Schmieder, Peter Hegner, Julien Leach und Sander Veenstra. Remis spielten Klaus Noha und Christoph Leach. Nächste Runde kommt es zum Spitzenduell gegen den Tabellenführer aus Raunheim 2.

Salo Flohr, Christian Hannemann, Dr. Friedrich Bittner, Simultan 1981 Bad Soden

Keine Angst vor großen Tieren (II): Christian Hannemann (ganz links) und Dr. Friedrich Bittner (ganz rechts) im Simultan 1981 gegen GM Salo Flohr. Der tschechoslowakisch-sowjetische Großmeister Flohr erspielte sich im April 1936 seine höchste historische ELO-Zahl von 2754 und damit den 2. Platz der Schach-Weltrangliste. In Wettkämpfen gegen Weltmeister Max Euwe (8:8) und Michail Botwinnik (6:6) remisierte Flohr. Hannemann und Dr. Bittner hatten am 29.11.2009 in der 4. MTS-Runde geringfügig schwächere Gegner am Brett.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bad Soden 3 bleibt weiterhin ungeschlagen Tabellenführer und konnte am Ende doch etwas glücklich bei Eppstein 3 mit 4,5:3,5 gewinnen. Beim Zwischenstand von 3:3 sah es lange nach einem Unentschieden aus, doch Dimitrij Lintchuk konnte mit Material-Nachteil ein Dauerschach mit der Dame erzwingen. Matchwinner war diesmal Michael Leach! Weitere Siege gab es für Christian Hannemann und Werner Kümmel. Halbe Punkte holten noch Roland Bettenbühl sowie Robert Ackermann. Auch hier kommt es in der nächsten Runde zum Spitzenduell gegen Kelkheim 2.

Bad Soden 4 trat mit 2 Spielern Unterzahl an und hatte gegen Hattersheim 3 mit 2,5:5,5 das Nachsehen und wird wohl dem Abstieg nicht entrinnen können. Dieter Ruppel und Rudi Schäfer gewannen Ihre Partien und Daniel Pohlke spielt Remis. Auch Bad Soden 5 kann sich nicht mehr retten und ging stark ersatzgeschwächt mit 0,5:5,5 gegen Flörsheim 3 unter. Lediglich Stammspieler Michael Hoss gelang ein Remis.

Im internen Duell zwischen Bad Soden 6 und 8 hatte die sechste Mannschaft klar die Nase mit 5:1 vorne. Volle Punkte holten Alex José Kullmann, Jakob Wegmann, Ben Luca Neukranz, Gabriela Vukusic sowie Carl Schwendler. Den Ehrenpunkt für Bad Soden 8 holte Max-Ludwig Schmitt. Etwas unglücklich verlor Bad Soden 7 ebenfalls mit einem Spieler Unterzahl bei Hattersheim 5 mit 2:4. Nils Schröder gewann, Marc Pohl und Hilmar Klingkusch gelangen gegen starke Gegner immerhin ein Remis. Und schließlich verlor Bad Soden 9 klar bei Hofheim 10 mit 1:4. Nur Ersatzspieler Frederic Temmeyer konnte gewinnen. Bad Soden 10 war spielfrei. Bereits in 2 Wochen steht der nächste Spieltag an.


Alle Einzelergebnisse finden Sie hier: Runde 4 - Einzelergebnisse vom 29.11.2009


[Roland Bettenbühl]
 

    Viel Adrenalin - wenig Bedenkzeit: Schwarzer Tag beim Vierer-Pokal in Raunheim

20.11.2009. Der Abend begann spannend: Wie verabredet, stand ich Viertel nach sieben abholbereit auf der Straße - nur von Reiner und dem Auto keine Spur. Hoffnung um halb acht: ein Sportwagen passenden Typs kommt aus der Dunkelheit - leider mit einem falschen Kennzeichen... Soll ich schnell noch Sander Veenstra kontaktieren? Vielleicht kann der es noch irgendwie rechtzeitig nach Raunheim schaffen. Viertel vor acht: ich bestelle ein Taxi. Den Fahrpreis ersetzt der Verein bestimmt in einem solchen Notfall! Fünf vor acht: knapp vor dem Taxi erscheint der richtige BMW, und Reiner der Raser bringt uns noch halbwegs pünktlich an die Bretter.

Ein schwarzer Tag: Gerd Kronenburg trotzt an 1 mit Schwarz DWZ- Favorit Thomas ein Remis ab. Sein Bruder Bernd gewinnt an 4 gegen Stefan eine Figur und damit die Partie, ebenfalls mit Schwarz. Anschließend kommen - trotz Bedenkzeitnachteils - Reiner (an 2 gegen E. Landauer) und ich (an 3 gegen M. Köcher) zu zwei ungefährdeten weiteren Schwarzsiegen: Favorit Bad Soden I schlägt Raunheim II knapp mit 2,5 - 1,5 und ist damit eine Runde weiter.
[R. Kellerwessel]

Die Einzelergebnisse aus Bad Soden vom MTS 4er Pokal:

Raunheim 2-Bad Soden 1 Endergebnis 1,5:2,5
Brett 1 Kronenburg, G - Rödiger 0,5:0,5
Brett 2 Landauer - Dr. Martin 0:1
Brett 3 Köcher, Martin - Kellerwessel, R. 0:1
Brett 4 Kronenburg, B. - Jäger, S.1:0

Bad Soden 2-Eschborn 2 Endergebnis 1,5:2,5
Brett 1 Noha, Klaus - Remmert, Oliver 1:0
Brett 2 Smith-Meyer, Geir - Juhnke, Peter 0:1
Brett 3 Leach, Julien - Hegener, Thorsten 0,5:0,5
Brett 4 Leach, Christoph - Graf, Michael 0:1

Kelkheim 3-Bad Soden 3 Endergebnis 1,5:2,5
Brett 1 Walther, H. - Bettenbühl, R. 1:0
Brett 2 Findeis - Leach, Michael 0:1
Brett 3 Trösch - Ackermann, R. 0,5:0,5
Brett 4 Ferdinand, R - Kümmel 0:1

Bad Soden 7-Kelkheim 2 0,5:3,5
Brett 1 Pohl, Marc- Linden 0:1
Brett 2 Klingkusch - Boethelt, K. 0,5:0,5
Brett 3 Schröder - Miller,J. 0:1
Brett 4 Deutsch, C.- Erbach, M 0:1 kampflos

    Bad Sodener Mannschaften bleiben vorne

In der 3. MTS Runde gab es wieder erfreuliche Ergebnisse für die drei Spitzenteams. So konnte Bad Soden 1 als Aufsteiger sensationell gegen die DWZ Übermannschaft aus Nied 2 ein 4:4 Unentschieden erzielen. Es war von Anfang an ein spannender Kampf. Gerolf Dietz war mal wieder der Retter in Not, denn er konnte aus dem 3:4 Rückstand noch das 4:4 machen. Außerdem gewannen in sehr schönen Partien Daniel Großjohann, Dr. Reiner Martin und unser Newcomer Sander Veenstra. So spielt die erste weiter um den Aufstieg mit.

Bad Soden 2 hat leider einen Punkt bei Hofheim 5 verschenkt, da man nur zu siebt antreten konnte und ein halber Punkt zum Sieg gefehlt hatte. Deshalb ging der Kampf auch 4:4 aus. Volle Punkte konnte Vater Michael und Sohn Julien Leach holen sowie Geir Smith Meyer. Remis spielten Christoph Leach sowie Ulrich Götting, der die letzte Partie spielte. Es sieht weiterhin gut aus für die Mannschaft.

Bad Soden 3 bleibt durch einen überzeugenden 5,5:2,5 Sieg gegen Hattersheim 3 weiter Tabellenführer. Else Mangold, Marc Basedow und Werner Kümmel gewannen schnell Ihre Partien. Dimitrij Lintchuk holte ein Remis. Durch den Sieg von Robert Ackermann war der Kampf dann entschieden, sodass die Spitzenbretter Sven  Meisgeier und Roland Bettenbühl zu einem Remis einwilligten.

Bei den anderen Mannschaften gab es leider wieder viele Niederlagen: So verlor Bad Soden 4 das wichtige Spiel gegen Hofheim 6 klar mit 2,5:5,5. Nur die Ersatzspieler Matias Thomsen und Michael Hoss konnten gewinnen. Kurt Fredershausen holte noch ein Remis. Auch Bad Soden 5 wird wohl absteigen, hier konnte nur Sebastian Spreng gegen die starke Mannschaft aus Sulzbach 2 ein Remis zum 0,5:0,5 Endstand holen.

Keine Angst vor großen Tieren: Alex José Kullmann

Sehr erfreulich war das 3:3 Unentschieden von Bad Soden 6 gegen Hattersheim 5. Alex José Kullmann konnte einen Erwachsenen mit 300 DWZ mehr bezwingen, sowie ein Sieg von Gabi Vukusic. Ben Luca Neukranz und Sewa Gerassimov holten noch zwei Remise. Bad Soden 7 verlor unglücklich mit 2,5:3,5 gegen Hofheim 8. Hilmar Klingkusch und Alan Downing gewannen schnell und Nils Schröder spielte Remis. Bad Soden 8 war bei Kelsterbach 3 chancenlos und verlor glatt mit 0:6.

Bei Bad Soden 9 holte Jannis Wolter einen Ehrenpunkt zum 1:4 Endtand gegen Groß Gerau 3. Bemerkenswert war die Leistung seiner Schwester Jette, die dreieinhalb Stunden kämpfte und nach vielem hin und her leider verlor. Keine Punkte gab es auch für Bad Soden 10, die auch keine Chance bei Raunheim 4 hatten und mit 0:5 verloren. Ab übernächste Woche beginnt dann die Schach AG in der Theodor-Heuß Schule mit dem Vorsitzenden Roland Bettenbühl, der sich darauf schon freut.

Die Ergebnisse im Einzelnen >>>hier

Die Tabellen >>>hier (Dank an SVG 1932 Eppstein für die vorbildliche Turnierdatenbank)

[2.11.2009] Roland Bettenbühl

    Ergebnisse 4er Pokal:

Bad Soden 2-Mörfelden 1 Ergebnis 3:1
Brett 1 Veenstra-  Herzberger 1:0
Brett 2 Noha-  Koculak 1:0
Brett 3 Schmieder,  Stefan-Kipp 0,5:0,5
Brett 4 Leach,Michael-  Schepsen 0,5:0,5

Flörsheim 3-Bad Soden 3 Ergebnis 1:3
Brett 1 Schwarz, Frederik- Bettenbühl, Roland -:+ (0:1 kampflos)
Brett 2 Battenfeld-Ackermann 0:1
Brett 3 Platt, Erik- Kümmel 1:0
Brett 4 Weber, Samuel- Meyer, Stefan 0:1

Groß Gerau 2-Bad Soden 4  Ergebnis 3:1
Brett 1 Gunst- Pohlke 1:0
Brett 2 Löffler, Markus- Leßmann 1:0
Brett 3 Löffler, Thorsten-Fredershausen 0:1
Brett 4 Engemann-Schäfer, Rudi 1:0

Groß Gerau 3-Bad Soden 7 Ergebnis 1:3
Brett 1 Tampe-Downing, Alanm 0:1
Brett 2 Vacan-Klingkusch 0:1
Brett 3 Lochmann, S.-Deutsch 0:1
Brett 4 Müller, Danilo-Schröder, Nils +:- (1:0 kampflos)

[25.10.2009]
 

    Bester Start der Vereinsgeschichte

[6.10.2009 / Roland Bettenbühl]. Nach dem 2. Spieltag  sind die ersten drei Mannschaften jeweils Tabellenführer in ihrer Klasse – so etwas hat es in der 30 jährigen Historie noch nicht gegeben - Bad Soden 1 gewann bei Frankfurt-West 2 ungefährdet mit 5:3. Dr. Reiner Martin, Ralf Kellerwessel und Sander Veenstra konnten gewinnen. Thomas Rödiger, Gerolf Dietz, Raimund Zöller und Stefan Jäger spielten Remis. Mit 4:0 Punkten sollte man als Aufsteiger nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. In der nächsten Runde kommt jetzt ein ganz schwerer Brocken mit Nied 2. Dann wird man sehen, ob die Mannschaft sogar um den Aufstieg mitspielen kann.

Bad Soden 2 hatte einen gleichstarken Gegner und spielte folgerichtig 4:4 gegen Flörsheim 2. In einem sehr engen Kampf stand es für uns zwischenzeitlich 3,5:2,5 bei noch zwei ausstehen Spielen. Nachdem eine Partie verloren ging, musste Ulrich Götting nun die entscheidende Partie bestreiten. Trotz einer Qualität mehr willigte er aber dann in das Remis-Angebot seines Gegners ein, denn es wäre ein kompliziertes Endspiel geworden, das  bestimmt noch 2 Stunden hätte dauern können bei schon fortgeschrittener Zeit. Stefan Schmieder und Sven Meisgeier gewannen souverän ihre Partien. Peter Hegner, Julien Leach, Roland Bettenbühl und Ulrich Götting steuerten ein Remis bei.

Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Bad Soden 3 gewann trotzdem hoch mit 6:2 gegen Hofheim 6. Es gewannen Michael Leach, Dimitrij Lintchuk, Werner Kümmel, Stefan Meyer, Else Mangold. Robert Ackermann und Matias Thomsen remisierten. Auch der nächste Gegner Hattersheim 3 ist nicht unbezwingbar, sodass die Chancen auf den Aufstieg hoch sind. Bad Soden 4 musste in Unterzahl antreten und verlor deutlich gegen eine Mannschaft aus Nied 3 mit 1:7, die aufgrund Ihrer Spielstärke gut  und gerne 2 Klassen höher spielen könnte. Sven Leßmann und Kurt Fredershausen spielten remis. Es wird ganz schwer, den Abstieg zu vermeiden, obwohl nächste Runde Hofheim 6 schlagbar ist.

Von den Jugend- und Kindermannschaften konnte nur Bad Soden 7 noch ein 3:3 Unentschieden gegen Kelkheim 5 erzielen. Bemerkenswert war, dass von 6 Spielern nur drei da waren. Alan Downing, Hilmar Klingkusch und Nils Schröder mussten also alle gewinnen, was sie auch schafften. Die übrigen Kindermannschaften mit vielen  Ersatzspielern gingen gegen überstarke Gegner gnadenlos unter. Bad Soden 5 verlor glatt mit 0:6 gegen Raunheim 3. Bad Soden konnte nur durch Ben Luca Neukranz zum 1:5 Endstand gegen Hofheim 6 einen Ehrenpunkt erzielen. Für Bad Soden 8 konnte immerhin Konstantin Weixler, der schon am Freitag im Viererpokal einen Erwachsenen schlagen konnte, ein Remis zum 0,5:5,5 Endstand gegen Sulzbach 3 holen. Ruben Rittberger konnte nach über 3 Stunden Spielzeit ebenfalls ein tolles Remis gegen einen  starken Erwachsenen erzielen. Die Mannschaft verlor gegen Eppstein 4 mit 0,5:4,5: Und schließlich gab es keine Brettpunkte für Bad Soden 9 gegen Hofheim 9 zum 0:5 Endstand. Am nächsten Freitag gibt es weitere Viererpokal Spiele mit Bad Sodener Beteiligung. Auch während den Herbstferien findet das Training freitags ab 18 Uhr für Kinder und ab 20 Uhr für Erwachsene statt.

Roland Bettenbühl
1.Vorsitzender

    Erste Mannschaft weiterhin ungeschlagen: Ergebnisse des zweiten Spieltags der MTS-Ligen

[5.10.2009/gk] Noch ist die Saison jung, noch sind Träume nicht bei allen 10 Mannschaften der Realität gewichen, noch passen solche Schlagzeilen ins aktuelle Bild. Jawoll, die erste Mannschaft ist weiterhin ungeschlagen und verdiente sich dieses Prädikat durch einen überzeugenden 5:3 Auswärtssieg bei den Nachbarn von Frankfurt-West 2.

Alle Einzelergebnisse finden Sie hier:
Saison 2009/10 Runde 2 - Einzelergebnisse vom 4.10.2009

    Vereinsmeisterschaft 2009: Gigant gegen Goliath

[26.9.2009/gk] Wenn der Gigant auf den Goliath trifft, geht es kaum ohne Getöse ab. Das war auch der Fall, als sich Dr. Friedrich Bittner und Dr. Reiner Martin zum Höhepunkt der Vereinsmeisterschaft 2009 gegenüber saßen. Die Partie verlief zunächst in den wohlgeordneten Bahnen der Theorie der Sizilianischen Najdorf-Variante. Doch dann erinnerten sich die Protagonisten an ein altes chinesisches Sprichwort: "Ausgetretene Pfade zu verlassen ist besser als andere Schachpartien zu kopieren" - und fortan wogte die gigantische Auseinandersetzung hin und her. Und schliesslich kam mit dem 24. Zug von Weiß Tc4 (siehe untenstehendes Diagramm) ganz gehörig Pfeffer in die Partie. Der weiße Turm griff frontal die schwarze Dame an, war selbst durch die eigene Dame Da2 gedeckt und nebenbei drohte auch ein Bauernverlust (Dxa3). Besserwisser FRITZ sah in dieser Position die Dinge natürlich ganz anders. Wie hätten Sie denn weiter gespielt?

Partie nachspielen >>>hier

    Saison-Auftakt

"Das war ein rabenschwarzer erster Spieltag in der Saison. Auf Grund vieler Absagen verloren alle Teams, die vierte Mannschaft ging gar nicht erst ans Brett. Insgesamt konnten unsere Mannschaften nur 4,0 Brettpunkte holen." 

So kann's kommen, wie man auf der Webseite eines Nachbarvereins nachlesen kann. Und so liegen Erfolg und Misserfolg oft ganz nahe, schaut man sich die Ergebnisse von Bad Soden an.

Zum Saisonauftakt zeigten sich die ersten 3 Mannschaften in erstaunlicher Frühform. So besiegte Bad Soden 1 die erste Mannschaft von Eschborn überzeugend mit 6:2 Punkten, Bad Soden 2 konnte sich mit 7 : 1 Punkten gegen Frankfurt-West 3 durchsetzen. Im Bruderkampf zwischen Bad Soden 3 und Bad Soden 4 siegte die dritte Mannschaft mit 5 : 3 Punkten. Daniel Pohlke gelang dabei die Überraschung, als er mit Schwarz den um 256 DWZ-Punkten höher eingestuften Gegner besiegte. Wer das war und wie die anderen Begegnungen ausgegangen sind, lesen Sie >>>hier.

Traumstart für vordere Mannschaften

In der ersten MTS Runde gab es Kantersiege für die Spitzenteams. So konnte Bad Soden 1 klar gegen den Mitaufsteiger aus Eschborn 2 mit 6:2 gewinnen. Das Ergebnis war am Ende deutlich, doch zwischenzeitlich sah es gar nicht danach aus. Nach schnellen Remisen von Dr. Friedrich Bittner  und Daniel Großjohann konnten Raimund Zöller, Dr. Reiner Martin und Ralf Kellerwessel zum Zwischenstand von 4:1 gewinnen. Doch dann dauerte es lange, bis Stefan Jäger, der schon 2 Figuren Vorsprung hatte und Thomas Rödiger gewinnen konnte, eine Partie musste noch vom Mannschaftsführer abgegeben werden. In der nächsten Runde in 2 Wochen bei Frankfurt-West 2 sollten zwei weitere Punkte folgen.

Bad Soden 2 gewann gegen stark ersatzgeschwächte Spieler von Frankfurt-West 3 deutlich mit 7:1. Die Spitzenbretter Stefan Schmieder und Peter Hegner remisierten. Gewinnen konnten Geir Smith-Meyer, Neumitglied Sander Veenstra, Robert Ackermann sowie die Familie Leach  mit Michael, Julien und Christoph. Damit eroberte die Mannschaft gleich die Tabellenspitze. Beim nächsten Duell gegen Flörsheim 2 kommt aber gleich ein schwerer Brocken.

Bei den drei Bad Sodener Duellen hatten jeweils die nominell stärkere Mannschaften die Nase vorne. So gewann Bad Soden 3 knapp mit 5:3 gegen Bad Soden 4. Es sah aber zwischenzeitlich nach einem 4:4 aus, doch Werner Kümmel konnte mit 2 Minusbauern am Ende doch noch für die Dritte gewinnen. Für Bad Soden 3 holte Sven Meisgeier und Klaus Mayer einen halben Punkt, Dimitij Lintchuk, Werner Kümmel, Kurt Fredershausen sowie Gerwin Pelka kampflos holten die vollen Punkte. Für Bad Soden 4 spielte Börries Wendling und Daniela Klotz remis. Daniel Pohlke und Stefan Meyer holten die weiteren vollen Punkte.

Bad Soden 6 gewann hauchdünn mit 3,5:2,5 gegen Bad Soden 7. Alex José Kullmann, Ben Luca Neukranz und Gabi Vukusic gewannen. Das entscheidende Remis holte Jakob Wegmann. Für Bad Soden 7 gewann Hilmar Klingkusch sowie Clemens Deutsch. Alan Downing spielte remis. Und schließlich gewann Bad Soden 9 gegen Bad Soden 10 mit 3:2. Lukas Hauck, Nikola Schulze-Solano und Jannis Wolter gewannen für Bad Soden 9. Für Bad Soden 10 gewann Eugen Cernnomazov und Lea Sonnenschein, die ihre allererste Partie spielte. Die anderen beiden Kinder- und Jugendmannschaften von Bad Soden 5 und 8 mussten weit reisen und hatten schwere Gegner. So konnte Bad Soden 5 nur einen halben Punkt durch Sebastian Spreng bei Ginsheim 1 entführen und verloren glatt mit 0,5:5,5.

Bad Soden 8 bekam einen kampflosen Sieg geschenkt für Hendrik Haberlah, der erst am Freitag überhaupt in den Club eingetreten war.

Insgesamt gesehen spielen die Mannschaften von Bad Soden 1, 2 und 3 um den Aufstieg mit. Alle anderen Mannschaften werden es leider eher schwer haben und gegen Abstieg kämpfen.

Im November wird der Schachclub auch wieder eine Theodor-Heuß Schule eine Schach AG mit dem Vorsitzenden Roland Bettenbühl anbieten. Alle Schachinteressierte können immer freitags um 18 Uhr für Kinder und ab 20 Uhr für Erwachsene  in die Hasselgrundhalle, kleiner Mehrzweckraum kommen.  Weitere Info´s unter www.schachclub-badsoden.de.

Roland Bettenbühl
1.Vorsitzender
SC Bad Soden          

    Das Wodka-Gambit: Auch so kann eine Partie verloren gehen

Der französische Schachspieler Wladislaw Tkatschjew hat sich bei einem Turnier im indischen Kalkutta selbst eine Niederlage zugefügt. Der in Moskau geborene 35-Jährige kam sturz betrunken zu seiner Partie gegen den Inder Praveen Kumar, dass er sich kaum auf dem Stuhl halten konnte und nach elf Zügen mit dem Kopf auf dem Tisch einschlief.

Fotos in indischen Zeitungen zeigen, wie die Veranstalter vergeblich versuchten, den sanft schlummernden Grossmeister zu wecken. Der Europameister von 2007 verlor das Duell schliesslich, weil er das Zeitlimit von 90 Minuten überschritt. Vom Ausrichter wurde der Schachspieler anschliessend verwarnt, er darf aber weiter an dem Turnier teilnehmen.

    Bericht über das 5. Altes Wirtshaus Chess960-Freiluft-Open

Am Sonntag, 16. August fand wie jedes Jahr das inzwischen 5. Chess960-Freiluft-Open statt. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen fanden sich gegen 9:30 Uhr acht gut gelaunte Schachspieler vor dem griechischen Restaurant Altes Wirtshaus ein. Für Tische, Stühle, Sonnenschirme und Bewirtung sorgte der freundlich Wirt Niko Chatsiathanasiadis; für wunderschöne Turnierbretter, Figuren und DGT-Digitaluhren sorgten die Chess Tigers.

Es wurde ein siebenrundiges Rundenturnier ausgelost, bei dem jeder einmal gegen jeden spielt. Die Bedenkzeit betrug 20 Minuten pro Spieler und Partie, sowie 5 Sekunden Bonus pro Zug. Dies ist bei den Digitaluhren leicht einzustellen, und sorgt dafür, dass der Spieler auch nach Ablauf der regulären Bedenkzeit wenigstens 5 Sekunden pro Zug zur Verfügung hat. Damit wird sichergestellt, dass auch Partien trotz Zeitnot nicht in Hektik und Panik enden, sondern noch einigermaßen sinnvolle Züge möglich sind.

Nach vier Runden begaben wir uns zum gemeinsamen Mittagessen auf die Terasse des Bella Italia. Zu diesem Zeitpunkt führte Dr. Friedrich Bittner mit 4 aus 4 Punkten, und es gab vier Spieler mit jeweils 2,5 Punkten: Thomas Meisegeier, Geir Smith-Meyer, Daniel Pohlke und Robert Ackermann.

Etwa gegen 16:00 Uhr, eine Runde vor Schluss, stand der Sieger fest: Dr. Bittner, er hatte bereits 6 aus 6 Punkte, während der mit 4,5 Punkten zweitplazierte, Geir Smith-Meyer, gegen Robert Ackermann remisiert und gegen Thomas Meisegeier verloren hatte. Die beiden hatten zu diesem Zeitpunkt je 4 Punkte und waren Anwärter auf das Siegertreppchen.

Die siebte und letzte Runde brachte dann die Entscheidung um den zweiten Platz: Im Spitzenkampf Smith-Meyer gegen Bittner konnte sich Dr. Bittner mit den schwarzen Steinen ein weiteres Mal durchsetzen, wodurch er das Turnier mit der Glanzleistung von 7 aus 7 Punkten gewann. Die Herren Ackermann und Meisegeier gewannen jeweils ihre Partien und wurden dadurch mit 5 aus 7 Punkten geteilt Zweiter. Gegeneinander hatten sie Remis gespielt, so dass für eine Feinwertung letztlich das zweite Remis entscheidend war. Robert Ackermann hatte gegen Geir Smith-Meyer (Platz 4) remisiert, Thomas Meisegeier nur gegen Daniel Pohlke (Platz 5).

Spielername Punkte
Dr. Friedrich Bittner 7
Robert Ackermann 5
Thomas Meisegeier 5
Geir Smith-Meyer 4,5
Daniel Pohlke 3
Börries Wendling 2
Werner Kümmel 1
Pierre Braunberger 0,5

Wir gratulieren dem Sieger Dr. Friedrich Bittner und danken allen Teilnehmern, sowie dem Organisator Daniel Pohlke.

Den Zusatzbericht zum Turnier finden Sie >>>hier, die Detail-Ergebnisse und Ratingzahlen sind >>>hier

 

Bericht von Börries Wendling (Turnierleiter)

    5. Altes Wirtshaus Chess960 Open - Einladung 16.8.2009

Hallo Schachfreunde,
auch dieses Jahr findet wieder das Chess960 Freiluftopen statt.

Da noch wenige Plätze frei sind bitte ich um Voranmeldung.
Es kann nicht garantiert werden dass am Sonntag noch Plätze frei sind!

Schachclub Bad Soden lädt ein: 5. Altes Wirtshaus Chess960 Freiluft-Open 2009

Zum fünften Mal findet in diesem Jahr am 16.8.2009 das 'Altes Wirtshaus Chess960' Open statt. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in den Innenräumen des Lokals statt.
 
Spielmodus: 7 Runden Advanced Swiss System.
Die Bedenkzeit beträgt 20 min+5s pro Zug.
Das Turnier wird IPS ausgewertet.
Das Turnier wird nach den Chess960-Regeln gespielt

Termin: 16. August 2009
9:30 Meldeschluss

9:55 Auslosung der ersten Chess960 - Stellung
1.Runde 10.00 Uhr
2.Runde 11.00 Uhr
3.Runde 12.00 Uhr
4.Runde 13.00 Uhr anschl. Mittagspause
Auslosung 4. Runde 14.55
5.Runde 15.00 Uhr
6.Runde 16.00 Uhr
7.Runde 17.00 Uhr

Ort: Altes Wirtshaus Bad Soden
Clausstr. 2, 65812 Bad Soden am Taunus
Startgeld: Euro 3.- Preisgeld: entfällt

Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl - Voranmeldung erwünscht per
email an: daniel.pohlke@gmail.com

Turnierleiter und Schiedsrichter:
Börries Wendling
Schachclub Bad-Soden
Vorsitzender:
Herr Roland Bettenbühl, Tel. 06196-25639

Die komplette Ausschreibung kann auch hier nachgelesen werden

http://docs.google.com/View?id=dg7m79ms_20g27cd6fz

Mit schachlichen Grüßen
Daniel Pohlke

    Chess Classic Mainz 2009: So sehn Sieger aus, Tralalalala

Bei den diesjährigen Chess Classic in Mainz gab es nicht nur die lächelnden Gesichter der Sieger. Da war es einmal mehr der armenische Olympia-Gold-Gewinner Levon Aronian, der neuer Schnellschachweltmeister im Final-Duell gegen den jungen Ian Nepomniachtchi wurde, oder der ehemalige Juniorenweltmeister Shakhriyar Mamedyarov aus der Mainzer Patenstadt Baku, der das stark besetzte ORDIX-Open-Turnier gewann.

 

Sieger-Lächeln: Der neue Schnellschachweltmeister Levon Aronian

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Shakhriyar Mamedyarov

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nicht zuletzt zeigte Ralf Kellerwessel vom Schachclub Bad Soden, daß man sich an die Siege in seiner Rating-Klasse durchaus gewöhnen kann, er gewann die Rating-Klasse DWZ 2000 - 1751, mit 6,5 Punkten aus 11 Partien. Dabei wurde er jedoch mit einigen hochkarätigen Gegnern konfrontiert, die Durchschnitts-Wertung seiner Gegner lag bei 2156 DWZ. Auch Geir Smith-Meyer spielte ein überzeugendes Turnier und landete in seiner Rating-Gruppe auf dem 21. Platz. Mit insgesamt 6 Remisen gegen wesentlich stärkere Spieler zeigte er, daß man auch vor starken Spielern keine Schwächen zeigen muss.

Ralf Kellerwessel (links): Sieger seiner Ratingklasse im weltgrössten
Schnellschachturnier Mainz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ungewöhnliche Schwächen hingegen zeigte der amtierende Klassik-Weltmeister und Mainzer Serien-Sieger, Vishy Anand. Anand hatte sich mit seinem Sekundanten GM Rustam Kasimdzhanov, auf der aktuellen FIDE-Weltrangliste zur Zeit auf Platz 58, in Bad Soden intensiv vorbereitet und war eigentlich guter Dinge, einen weiteren Seriensieg in Mainz einzufahren. Doch dann kam es anders. In der Auftaktrunde erwischte er einen schwachen Start, und diese Form setzte sich bis im Entscheidungsdsuell um den dritten Platz fort. Nicht nur Anand war ob der schwachen Leistung enttäuscht, seine grosse Fan-Gemeinde trauerten mit ihm und qualifizierten sich allesamt als Kleenex-Kandidaten.

>>>Zur Chesstigers-Webseite mit allen Berichten und Resultaten

[3.8.2009/gk]

    Chess Classic Mainz 2009: Fehlstart des Weltmeisters Anand: "Fast wäre es noch gelungen, meine Gewinnstellung noch zum Remis zu verderben"

Von Johannes Fischer

Einen schlechteren Start hatte Weltmeister Vishy Anand bei den Chess Classic wohl noch nie. Bei der GRENKELEASING Rapid Weltmeisterschaft verlor er am ersten Tag die ersten beiden Runden und muss um die Qualifikation fürs Finale bangen.

Gleich in der ersten Runde zeigte sich, dass Anand nicht hundertprozentig in Form war. Er spielte mit Weiß gegen Levon Aronian und verbrauchte schon in der Eröffnung viel Zeit. Zwar schien Anand dank seines Läuferpaars dafür auf den ersten Blick betrachtet besser zu stehen, aber wie er in der nachträglichen Pressekonferenz meinte, war die „Stellung kompliziert“. Deshalb „wollte ich Remis machen, ohne mich jedoch in eine zu passive Stellung drängen zu lassen. Mit wenig Zeit auf der Uhr habe ich jedoch den Faden verloren.“ Das bescherte Aronian, der gestern im Finale der Chess960 Rapid Weltmeisterschaft eine bittere Niederlage gegen Hikaru Nakamura erlitten hatte, einen wichtigen Punkt und neues Selbstvertrauen.

...und schwupp, ist Dein Läufer weg! David Navarra als Figurenräuber


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Tat gibt nur wenig so viel Schwung, wie eine schlecht stehende Partie noch zu gewinnen. Das weiß auch Ian Nepomniachtchi. Er stand in der ersten Runde gegen Arkadi Naiditsch lange Zeit schlecht, ja fast auf Verlust, aber Naiditsch fand keinen Weg zum Gewinn und so konnte Nepomniachtchi die gegnerischen Drohungen neutralisieren und ein besser stehendes Endspiel erreichen, das er schließlich zum Gewinn verdichtete.

Gleich danach trat der junge Russe gegen Anand mit Schwarz an und wieder war Fortuna auf seiner Seite. Er wählte die scharfe Bauernraubvariante im Sizilianer und wie Anand in der Pressekonferenz zugab, „konnte ich mich nicht mehr genau erinnern, was man in dieser Variante eigentlich spielt“. Die Erinnerungslücken des Weltmeisters verhalfen Nepomniachtchi zu einem besseren Endspiel und einem zweiten Punkt. Anand hingegen war mit 0 aus 2 denkbar schlecht ins Turnier gestartet.

Dass es Arkadi Naiditsch nicht besser ging, war da nur schwacher Trost. Nach seiner unglücklichen Niederlage in der ersten Runde fehlte der deutschen Nummer Eins die Kraft, um Aronian nennenswerten Widerstand entgegen zu setzen. Gleich nach der Eröffnung kam er vom rechten Weg ab und musste einen Bauern geben, um Schlimmeres zu verhindern, wonach die Partie im höheren Sinne schon entschieden war.

Derart demoralisiert ging es ihm in der dritten Runde gegen Anand nicht viel besser. Er wählte mit Weiß gegen Caro-Kann eine harmlose Variante und büsste bald danach wieder einen Bauern an. Obwohl es Anand, wie er in der Pressekonferenz mit einem Anflug von Galgenhumor bemerkte, „fast noch gelungen wäre, auch diese Partie zum Remis zu verderben“, erwies sich der schwarze Mehrbauer letztlich als entscheidend. Anand kam zu seinem ersten Sieg – und den brauchte er dringend, um sich noch Hoffnungen auf die Qualifikation fürs Finale zu machen.

Nepomniachtchi und Aronian riskierten mittlerweile in ihrer Partie nicht allzu viel. Vor allem der Russe hielt sich bedeckt. In einer Italienischen Partie spielte er mit Weiß vorsichtig und Spannung kam in der Partie erst auf, als Aronian einen Bauern opferte, um seinen Türmen Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Ernsthaft gefährdet war das Gleichgewicht jedoch nie und so kam es schließlich zu einem Remis.

Strippenzieher hinter den Kulissen: Börries Wendling und Daniel Pohlke vom Schachclub Bad Soden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit liegen Aronian und Nepomniachtchi bei Halbzeit anderthalb Punkte vor Anand. Aber trotz dieses Fehlstarts sollte man den Weltmeister noch nicht abschreiben. In der Vergangenheit hat er immer wieder gezeigt, dass er gerade in kritischen Situationen zu großer Form aufläuft. Und schließlich hat Nakamura es vorgemacht: Nach zwei Auftaktniederlagen in der Chess960 Weltmeisterschaft gewann er sieben Partien in Folge. Morgen, 18:30 Uhr, hat Anand die Chance zur Aufholjagd. Live auf der Webseite der Chesstigers..

[31.7.2009/Johannes Fischer]


Der Hypnose-Blick als taktische Waffe:
Krishna Sasikiran, Arienne Caoili und Sonja Maria Bluhm (von oben)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Chess Classic Mainz 2009: Hikaru Nakamura entzaubert Levon Aronian

Das amerikanische Schnellschach-As Hikaru Nakamura entthronte Levon Aronian im Chess960 World Championship in beeindruckender Manier. Mit 3,5:0,5 fegte der neue Weltmeister seinen Kontrahenten förmlich vom Brett. Chess960 is comming home, könnte man sagen, denn die Idee zu dieser Schachvariante geht auf Ex-Weltmeister Bobby Fischer zurück.

Hikaru Nakamura hat gut lachen....

Nach einem einseitigen Verlauf entschied Hikaru Nakamura das Finale ganz überlegen für sich. Er gewann die ersten drei Partien. Erst in der bedeutungslos gewordenen vierten Begegnung erreichte Aronian eine Gewinnstellung. Doch im Angesicht einer der größten Enttäuschungen seiner Karriere ließ er seinen Kontrahenten noch zum Remis entwischen.

In der Pressekonferenz meinte er, er habe einfach sehr langsam gespielt und dazu schlechte Züge gemacht. In der Tat war sein schlechtes Zeitmanagement einer der Ursachen für seine deutliche Niederlage.

Zudem fehlte seinem Spiel die Frische, die ihn noch am ersten Tag des Turniers auszeichnete, als er alle seine Partien für sich entscheiden konnte. Er agierte insgesamt zu passiv und konnte sich letztlich auch über die klare Niederlage nicht beschweren.

Das Match um Platz drei schien schon nach den ersten beiden Partien entschieden, die Movsesian für sich verbuchen konnte. Doch dann schlug Bologan zurück. In der letzten Partie hatte Movsesian schon einen Bauern mehr, konnte ihn aber nicht zum Sieg verwerten. Sei’s drum: dem Slovaken reichte die Punkteteilung zum dritten Platz und einem 2,5:1,5 Sieg.

 

Titelverteidiger Levon Aronion: ratlos

Die beiden Matches waren auf vier Partien angesetzt, bei Gleichstand hätte eine Blitzpartie entscheiden müssen. Doch kaum einer rechnete mit einer Verlängerung. In der vorhergehenden kämpferischen Gruppenphase gab es kein einziges Remis!
Die beiden Finalisten zählen zu den kreativsten Köpfen im professionellen Schach.

Und im Chess960 scheint ihre Begabung noch deutlicher zum Ausdruck zu kommen. Doch das Match hielt nicht die Erwartungen, die sich viele erhofft hatten. Statt eines spannenden Zweikampfes sahen die Zuschauer in der Rheingoldhalle eine einseitige Angelegenheit.

Nakamura setzte von Beginn an die Akzente. Zum Auftakt gelang es ihm deutlich besser als seinem Gegner, sein Figurenspiel zu harmonisieren. Aronian sah sich zunehmend in eine defensive Stellung gedrängt.

Um Gegenspiel zu erlangen, verschärfte er die Ereignisse mit e5 drastisch. Ein Turmopfer riss die gegnerische Königsstellung auf. Mit etlichen Schachgeboten trieb er den weißen Monarchen vom Damen- zum Königsflügel. Doch der Amerikaner verteidigte sich umsichtig, entkam der Mattangriff und behielt seinen entscheidenden Materialvorteil.

Die 1. Partie zwischen Bologan und Movsesian entwickelte sich offener. Im Endspiel fanden die Figuren des Slovaken die stabileren Stützpunkte im Zentrum. Schwarz attackierte die weiße Bauernstruktur am Königsflügel, bis sie schließlich nicht mehr zu halten war. Danach reichte Bologans Initiative nicht mehr aus, den entstandenen Bauernnachteil zu kompensieren.

Weltmeister Aronian überzeugte auch in der zweiten Partie nicht. Sein Spiel wirkte irgendwie verhalten und ihm fehlte die Frische des ersten Tages. Er opferte einen Bauern für eine kleine Initiative. Wie schon in der ersten Partie geriet er jedoch in Zeitnot, die sich schließlich als entscheidend erwies. Er stellte im Endspiel einen Springer ein, was den sofortigen Verlust zur Folge hatte.

Nach seinem Schwarzsieg konnte Movsesian in der zweiten Partie sogar noch zulegen. Unter Qualitätsopfer drängte er seinen Kontrahenten in die vollkommene Passivität und leitete durch eine Umgruppierung seiner Dame einen unparierbaren Mattangriff ein. Eine brillante Partie des Mannes, der am selben Tag schon im FiNet Open alles gewinnen konnte.
 

Spannung pur: Zuschauer verfolgen die Live-Übertragung der Partien am Monitor.
Im Internet können Zuschauer die Partien hier live verfolgen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht, als sich Aronians Leidensweg auch in der dritten Partie fortsetzte. Das Strickmuster ähnelte den anderen Partien. Wieder kam er in Zeitnot und musste eine schwierige Stellung verteidigen. Als der Amerikaner mit seinen beiden Läufern zum Schlag gegen den schwarzen König ausholte, konnte Aronian nichts mehr entgegensetzen.

Damit war Hikaru Nakamura gleichzeitig neuer Chess960 Weltmeister. Nach schlechtem Turnierstart mit zwei Niederlagen ließ der Schnellschachspezialist 7 Siege folgen. In Anbetracht seiner Gegner muss man sich vor der Leistung des Amerikaners verneigen. Für Aronian war es dagegen vielleicht die größte Enttäuschung seiner Karriere. Wer hätte zuvor gedacht, dass er im Finale keine einzige Partie gewinnen würde? Gegen Nakamura verlor er – die Rundenpartie mitgezählt - viermal hintereinander. Ein Desaster für den Vierten der Weltrangliste.

Am Nebenbrett konnte Bologan zurückschlagen. Aus der Eröffnung heraus übernahm er die Initiative, verpasste dann aber einen klaren Gewinn. Erst im Turmendspiel konnte er den kleinen verbleibenden Vorteil realisieren.

Selbst in der bedeutungslos gewordenen Schlusspartie gelang es Aronian nicht, sich zu rehabilitieren. Er erreichte zwar eine Gewinnstellung, ließ aber seinen Kontrahenten ins Remis entkommen. „Es war einfach nicht mein Tag“, meinte der sichtlich erschöpfte Verlierer später. Er muss sich schnell erholen, denn schon Morgen muss er sich bei der GRENKELEASING Rapid World Championship gegen Weltmeister Vishy Anand, Arkadi Naiditsch und Ian Nepomniachtchi behaupten.

Das Match um Platz 3 gewann Movsesian. Eine etwas längere Abwicklung in der letzten Partie brachte ihm einen Bauern ein, ohne dass Kompensation für Bologan in Sicht gewesen wäre. Es reichte am Ende zwar nur zum Unentschieden, doch das bedeutete gleichzeitig den Matchgewinn. Der Endstand lautete 2,5:1,5 für den Slowaken. Wenn er so weiter spielt, wird er auch am morgigen Freitag im FiNet Open, wo er im Moment in Führung liegt, zu den aller engsten Favoriten zählen.

Die diesjährige Weltmeisterschaft sollte der Popularität des Chess960 zu weiterem Aufschwung verhelfen. In insgesamt 14 Partien sahen die Zuschauer nur zwei Unentschieden. Viele taktische Kabinettstückchen und brillante Siege, kämpferisches Schach und kreativste Ideen – eben all die Dinge, für die Chess960 steht.

31.7.2009 / Harry Schaack

    Schach-Großereignis vor den Toren von Bad Soden

Wer endlich mal ohne lange Fahrzeiten die Weltklasse des Schachs erleben will sollte sich auf der Webseite www.chesstigers.de  über die bevorstehende Chess Classic 2009 informieren!

In der alten Römerstadt Mainz findet vom 27. Juli 2009 bis 2. August 2009 die diesjährige Chess Classic statt.

Ein sicherlich einmaliges Erlebnis wird für die Jugendlichen mit den U16-Talentturnieren geboten. Dort besteht die Möglichkeit unter den gleichen Bedingungen wie die Weltelite nach dem Motto "Spielen wie die Weltmeister" an einem unvergeßlichen Turnier teilzunehmen.

Anmeldung zum Mini-FiNet- und Mini-Ordix-Open 2009 hier:  http://www.chesstigers.de/ccm9_anmeldung_mini.php

Die Chess Classic Mainz sind Schachfestivals der absoluten Spitzenklasse: Über 100 Großmeister und Titelträger sowie über 1000 Schachbegeisterte kommen Jahr für Jahr für eine Woche nach Mainz, um in den weltgrößten Schnellschachopen (traditionell und Chess960) zu kämpfen, zu spielen oder einfach nur zu genießen.

Openanmeldung:

Anmeldung zum FiNet- und Ordix-Open 2009 - http://www.chesstigers.de/ccm9_anmeldung.php

Für alle denen Mainz nichts gibt habe ich noch eine weitere Gelegenheit gefunden

http://www.coruschess.com/information.php

[Daniel Pohlke, 14.7.2009]

    Ein Herz und eine Seele

Wenn es in der Kreisklasse C zu einem direkten Aufeinandertreffen Bad Sodener Mannschaften kommt, erscheint es gelegentlich, wie ein Kaffeekränzchen zu sein. Man kennt sich, man trainiert zusammen und man spielt halt auch einmal gegeneinander in der Kreisklasse. Zum Saisonabschluss traten die Bad Sodener Mannschaften 8, 9 und 10 an. Die Ergebnisse der Kreisklasse C Begegnungen:

  Flörsheim 4 1126 Bad Soden 9 803 Ergebnis
Brett Spieler-Name DWZ Spieler-Name DWZ Heim Gast
1 Platt, Erik 1126 Fidlschuster, Georg 978 0,0 1,0
2 Beciragic, Denny Rest Emami, Milad 770 1k 0k
3 Lemb, Maurice Rest Kookpari, Kevin 780 0k 1k
4 Hübner, Patrick Rest Fidlschuster, Stefan 684 1,0 0,0
5 Kowalski, Marco Rest Forster, Philipp keine 1,0 0,0
Gesamtergebnis: 3,0 2,0
  Bad Soden 10   767 Bad Soden 8 809 Ergebnis
Brett Spieler-Name DWZ Spieler-Name DWZ Heim Gast
1 Gromball, Marco 773 Arnold, Max 873 1k 0k
2 Wiesemann, Till 750 Hauck, Lukas 787 0,0 1,0
3 Rittberger, Ruben 780 Schulze-Solano, Nicola 768 1,0 0,0
4 Temmeyer, Frederic 764 Schmitt, Max-Ludwig Rest 0,0 1,0
5 Cernomazov, Nikita keine Wolter, Jannis Rest 0,0 1,0
Gesamtergebnis: 2,0 3,0

    Wie einst David gegen - na ja, Goliath

Eigentlich hätte es ein ganz unaufgeregtes Spiel in der Jugendliga werden sollen, als die Jugendspieler vom Schachclub Bad Soden gegen die Gäste aus Gernsheim antraten. Die Papierform war so eindeutig, daß es überhaupt nichts zu diskutieren gab. Der Vergleich mit der biblischen Geschichte vor einigen tausend Jahren drängt sich auf, aber die Sodener Spieler hatten ja keine Steinschleudern dabei. So blieb es Nils Schröder mit einer DWZ-Wertung von 833 vorbehalten, am letzten Brett gegen Christoph Hofmann, mit einer um mehr als 600 höheren DWZ in seiner Bilanz, anzutreten. And was machte Nils daraus?

Brett Bad Soden DWZ Gernsheim DWZ Ergebnis
1 Brandt, Jan-Peter 1145 Neumann, Martin 1974 0 : 1
2 Fidlschuster, Georg 929 Mao, Kevin 1579 0 : 1
3 Klingkusch, Hilmar 917 Rothermel, Tim 1461 0 : 1
4 Schröder, Nils 833 Hofmann, Christoph 1435 1 : 0
          1 : 3

    Dieter Ruppel gewinnt beim Ramada Cup das Qualifikationsturnier

Vom 17.-19. April fand zum dritten Mal der Ramada Cup mit über 230 Teilnehmern in Bad Soden statt. Diesmal war der Schachclub Bad Soden mit 12 Spielern in 4 von 6 Gruppen sehr stark vertreten. Und so konnten sich gleich vier Spieler bei dem Qualifikationsturnier für das Finale in Kassel vom 11.-13. Juni 2009 qualifizieren: Dabei gewann Dieter Ruppel die Gruppe F (Wertungszahl 1.299-0) mit 4,5 aus 5 Punkten souverän.

Schützler, Einbrodt, Kretzschmar, Peter, Ullrich, Großkreuz, Lange, Hilgert, Werbe, Ruppel (v.l.)

Siegerehrung: Dieter Ruppel hat gut lachen. Schützler, Einbrodt, Kretzschmar, Peter, Ullrich, Großkreuz, Lange, Hilgert, Werbe, Ruppel (v.l.)

Er verbesserte gleichzeitig auch seine persönliche Wertungszahl um 48 Punkte auf 1.323 DWZ. Außerdem konnten sich in der starken Gruppe B (Wertungszahl 2.099-1.900) Thomas Rödiger (DWZ +15) als Fünfter und Dr. Friedrich Bittner (DWZ +19) als Siebter mit jeweils 3,5 aus 5 möglichen Punkten sowie Neumitglied Reiner Martin in der Gruppe C (Wertungszahl 1899-1.700) als Vierter mit 4 aus 5 Punkten qualifizieren.

Auch die anderen acht Bad Sodener Spieler erreichten gute Ergebnisse. In der Gruppe C erzielte Ralf Kellerwessel mit 2,5 aus 5 Platz 25 und Daniel Großjohann Platz 45 mit 1,5 aus 2 bei 51 Teilnehmern in dieser Gruppe.

In der Gruppe D (Wertungszahl 1.699-1.500) holte Ulrich Götting ebenfalls 2,5 aus 5 und belegte Rang 17 sowie Geir Smith-Meyer mit 2 aus 3 Rang 33 bei 45 Teilnehmern. Die meisten Teilnehmer aus Bad Soden gab es in der Gruppe F: So belegte Sven Leßmann mit 2,5 aus 5 Rang 15, Stefan Meyer wurde 18. und Kurt Fredershausen 19. mit ebenfalls jeweils 2,5 Punkten. Unsere jüngste Teilnehmerin war die erst 11jährige Gabriela Vukusic, die immerhin auch 1,5 aus 5 Punkten und Platz 30 von 34 Teilnehmern holte.

Ein tolles Ergebnis, was Hoffnung auf die kommende Saison im Herbst macht.
Roland Bettenbühl, 1. Vorsitzender
[24.4.2009]

    So sehn Sieger aus, Tra la la la la

[14.4.2009/gk] Wenn Fotografen mit einer Digitalkamera bewaffnet die Herausforderung suchen, sollten sie einfach mal bei einem Schachturnier vorbei schauen und eine Bilderserie der Schachspieler im Wettkampf knipsen: Emotionen - Fehlanzeige, Dynamik - Null Chance, Spannung - Vergiß es. Ambiente im Turniersaal? Da ist morgens um 3 Uhr auf dem Bad Sodener Friedhof mehr los als wenn sich 100 Schachspieler am Brett gegenüber sitzen, das obligatorische Pokerface aufsetzen und vor lauter Nachdenken keinen Muskel bewegen.

Ähnlich waren die Vorzeichen auch bei den Hessischen Einzelmeisterschaften, die vom 4. bis 12.April.2009 in Idstein stattfanden. Unter den hoffnungsvollen Spielern befand sich auch Ralf Kellerwessel, der in seiner Ratingklasse den ausgezeichneten 2. Platz belegte, knapp einen halben Punkt hinter dem Lokalmatador Eduard Schwarz aus Idstein. Und Ralfs charmante Gattin war mit Kamera bewaffnet und bewies eindrucksvoll, daß das Lächeln des (zweiten) Siegers durchaus emotional sein kann.

Ralf Kellerwessel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Partien der Hessischen Einzelmeisterschaften können per Download hier nachgespielt werden: http://www.schachverband-hessen.de/ 

 

    Hätte, wenn und aber: Unglückliche Pokalniederlage

[15.3.2009/gk] Die Liste der Ausreden nach Niederlagen sind bei Fußballprofis lang, einige haben auch einen ungewollten Unterhaltungswert. So äusserte sich einst SV Werder-Profi Dieter Eilts auf ein Journalisten-Hätte-wenn-und-aber-Frage mit der Antwort "Wenn meine Oma ein Bus wäre, dann könnte sie hupen". Auch Bundes-Bobbele Boris Becker offenbarte ein Erkenntnis über das Schachspiel: "Mit Schach schule ich mein Gefühl für Geometrie, was für Tennis und Schach gleichermaßen wichtig ist". Doch als es um einen Kommentar zur Pokalniederlage der ersten Mannschaft gegen Flörsheim 1 ging, brachte es Vorstand Roland Bettenbühl auf eine verdichtete Buchstaben-Masse, wie man sie sonst nur von "Schwarzen Löchern" in den Galaxien kennt: er nannte das Ergebnis schlicht "unglücklich". Das Punktergebnis war 2:2, nach der "Berliner Wertung" siegte Flörsheim mit 6,5 zu 3,5.

Die Einzelergebnisse:

Brett
Nr
Bad Soden 1 DWZ Flörsheim 1 DWZ Ergebnis
1 Dr. Bittner 1929 Ruppert 2032 0 : 1
2 Dietz 1831 Lahr 1922 0,5 : 0,5
3 Kellerwessel 1745 Specht, T. 1780 0,5 : 0,5
4 Großjohann 1849 Jamali 1807 1 : 0


    Erste Mannschaft als Meister aufgestiegen!

Bericht vom Spieltag 8. März 2009 >>>hier

Einzelergebnisse >>>hier

    Anmeldung zur Vereinsmeisterschaft 2009/10

Die alte Vereinsmeisterschaft wurde auf der Jahreshauptversammlung am 20. Februar 2009 mit einer kleinen Siegerehrung und Preisverleihung abgeschlossen, und schon steht die nächste Vereinsmeisterschaft vor der Tür: Ihr, die Spieler, bestimmt wieder den Modus. 

Die Details >>>hier

    Vereinsmeisterschaft 2008/2009 abgeschlossen!

Der Bericht  >>>hier

    Erste Mannschaft ist aufgestiegen! Zweite Mannschaft noch im Rennen!

Bericht vom Spieltag 15. Februar 2009 >>>hier

Einzelergebnisse >>>hier

    Erste Mannschaft weiterhin auf Aufstiegskurs

Bericht vom Spieltag 08. Februar 2009 >>>hier

Einzelergebnisse >>>hier

    Sechs Freunde müsst Ihr sein!

Auch dieses Jahr wieder wird in Bad Soden ein Ramada-Cup Qualifikationsturnier gespielt. Und zwar vom 17. - 19.04.2009. Um die Preisnachlässe zu erhalten sollten sich mindestens sechs Bad Sodener so bald wie möglich, spätestens bis zum 10.03.2009 angemeldet haben. Bei Interesse bitte Freitags melden!!!

Dieses Turnier ist besonders gut da in 6 Wertungsgruppen wie folgt gespielt wird.

                                                A: TWZ   2300 - 2101
                                                B:
TWZ 2100 – 1901
                                                C:
TWZ 1900 – 1701
                                                D:
TWZ 1700 – 1501
                                                E:
TWZ 1500 – 1301
                                                F:
TWZ ≤ 1300

Besonders interessant ist es natürlich für alle ambitionierten SpielerInnen die nahe an einer oberen Grenze sind. 

Die kompletten Infos findet man hier: http://www.ramada-cup.de/

    Klassisches Schachturnier 2. Pfalz Open in Neustadt an der Weinstraße

Für alle Schachspieler die etwas besonderes erleben wollen bietet sich vom 15. – 22. Februar 2009 die Gelegenheit, beim 2. Pfalz Open mitzuspielen. Gespielt werden 9 Runden Schweizer System 2 Stunden/ 40 Züge + 1 Stunde/ Rest der Partie
DWZ und ELO Auswertung
Kein Hort-System für die Preisvergabe
Alle Infos sind hier auf deutsch und english verfügbar
http://www.pfalzopen.de/index.php
 

    Die Rochade auf der Rasierklinge

[1.2.2009/ghk] Als sich die ehrenswerten Herren Schachspieler der Königsteiner Mannschaft Taunus I und Bad Soden I an die Bretter setzten, um die 3. Runde im Vierer-Pokal-Wettbewerb auszufechten, dachte wohl niemand, wie spannend es werden könnte, bis eine Entscheidung gefallen ist. Und wieder einmal bewiesen die Sodener Rochade-Cracks ihr Überraschungspotential. Doch der Reihe nach:

Am Ende der regulären Runde stand es nach Brettpunkten 2:2 und nach der in solchen Fällen herangezogenen "Berliner Wertung" 5:5.

Brett Bad Soden 1 Taunus 1 Ergebnis
1 Dr. Bittner, Friedrich Roth, Reinhard 0 : 1
2 Dietz, Gerolf Podubrin, Alfred 1 : 0
3 Kellerwessel, Ralf Kreß, Hans-Joachim 1 : 0
4 Jäger, Stefan Villmer, Karl 0 : 1

Anwesende Regelkundler diskutierten intensiv, wie denn nun die Entscheidungslage sei. Man einigte sich, die Pokal-Begegnung durch Schnellpartien mit 10 Minuten Bedenkzeit zu entscheiden, das Losglück sollte lieber den aktiven Lottospielern in der Samstagsziehung zu gute kommen.

Brett Bad Soden 1 Taunus 1 Ergebnis
1 Dr. Bittner, Friedrich Roth, Reinhard 1 : 0
2 Dietz, Gerolf Podubrin, Alfred 1 : 0k
3 Kellerwessel, Ralf Kreß, Hans-Joachim 1 : 0
4 Jäger, Stefan Villmer, Karl 0 : 1

Nach den Schnellpartien stand es also 3:1 für Bad Soden, sie sind somit im Pokal ein Runde weiter.

    Flucht nach vorn: Die neue Webseite Schach-Chroniken.net

Hans D. Post schreibt unter 
neuer Webadresse www.schach-chroniken.net

[29.1.2009/ghk] Für Schachverbandsfunktionäre gibt es immer viel zu tun, also streiten sie darüber. So gab es in den letzten Monaten im Hessischen Schachverband eine skurrile Diskussion über die Nutzungsrechte der Verbandswebadresse (URL) und über das Recht, einen regelmässigen Newsletter über aktuelle Informationen über das Hessenschach zu veröffentlichen.

Dem Vernehmen nach eskalierte der Streit zwischen ehrenamtlich tätigen Verbandsfunktionären soweit, daß sogar gerichtliche Schritte wegen der "Herausgabe" der Web-Adresse angedroht wurden.

Diesen Auseinandersetzungen hat sich der Verfasser des lesenswerten Newsletters nun entzogen. Flucht nach vorn, eine neue Internet-Adresse www.schach-chroniken.net liefert weiterhin die gewohnt aktuellen Informationen.

Und so begründet Hans. D. Post die Notwendigkeit einer zweiten Web-Adresse:

Der "Verband" hat doch eine Internetseite, warum diese auch noch?
Nun ja, es gibt ja auch ein Erstes und Zweites Deutsches Fernsehen. Es gibt auch in Frankfurt, Hamburg, Berlin, München usw mehr als eine Tageszeitung.
Ich glaube es ist ganz gut eine zweite Meinung zu haben...

Noch Fragen?
Kein Problem! An meiner Grundeinstellung zum Schach in Hessen hat sich nichts geändert, und ich sehe auch keinen Grund dafür. Wer also auch weiterhin Fragen zum Schach in Hessen hat, und natürlich eine schnelle Reaktion erwartet, schreibt zuküntig an
info@schach-chroniken.net

Gruß
Hans D. Post
webmaster@schach-chroniken.net
 

Aufmerksamen Lesern ist es natürlich nicht entgangen, daß Hans D. Post in seiner Überschrift das Wort Verband in Anführungszeichen gesetzt hat - eine subtile Kritik?

    Erste und zweite Mannschaft weiterhin auf Aufstiegskurs

[26.1.2009] In der sechsten MTS Runde gelang Bad Soden 1 gegen die überforderte Mannschaft aus Flörsheim 2 ein 7:1 Kantersieg.  So gewannen Thomas Rödiger, Dr. Friedrich Bittner, Gerolf Dietz, Daniel Großjohann, Raimund Zöller, Ulrich Götting und Stefan Jäger ihre Spiele.

Neu am Brett: Werner Kümmel

In den letzten 3 Runden kommen nun die starken Mannschaften, die man auch besiegen muss, wenn man aufsteigen will. Bad Soden 2 steht nach dem 5,5:2,5 Sieg gegen Griesheim 2 ebenfalls wie die Erste auf einem Aufstiegsplatz.

Es gewannen Klaus Noha, Robert Ackermann, Reiner Martin und Geir Smith-Meyer sowie Roland Bettenbühl, der Glück hatte, weil sein Gegner ein zweizügiges Matt übersah. Christian Hannemann krönte den Sieg mit einem Remis und hatte dabei Materialvorteil, aber auch eine wesentlich schlechtere Zeit. Auch hier warten aber in den letzten Runden noch die dicken Brocken.

Bad Soden 3 trat grippegeschwächt gestern nur zu viert an und verlor klar mit 1:7 gegen den Tabellenführer aus Raunheim 2. Immerhin konnte Dieter Ruppel und Kurt Fredershausen gegen wesentlich DWZ stärkere Gegner remisieren. Auch Bad Soden 4 hatte gestern gegen Kelkheim 2 keinen Hauch einer Chance und verlor klar mit 2:6, wobei auch hier 2 Spieler fehlten. Die neuen Mitglieder Bodo Große und Werner Kümmel holten souverän die Punkte. Bad Soden 5 konnte gegen Groß Gerau 2 nur ein Remis holen und verlor mit 0,5:5,5. Nur Jugendspieler Stefan Hein konnte einen halben Punkt holen.

Bad Soden 6 gewann 6:0 kampflos gegen Steinbach 5, die bereits in der Vorrunde ihre Mannschaft zurückgezogen hatten. Bad Soden 7 verlor gegen den Tabellenführer aus Hofheim 8 mit 1,5:4,5, nur Clemens Deutsch konnte gewinnen und Alan Downing spielte Remis. Bad Soden 8 verlor gegen Groß Gerau 3 ebenfalls mit 1,5:3,5. Max Ludwig Schmitt gewann und Nicola Schulze-Solano spielte unentschieden. Bad Soden 9 verlor unglücklich mit 2:3 gegen den Tabellenführer aus Kelkheim 5 mit 2:3. Die Brüder Georg und Stefan Fidlschuster holten die vollen Punkte. Und schließlich verlor Bad Soden 10 mit 1:4 gegen eine starke Mannschaft aus Raunheim 4 mit 1:4. Nur Ruben Rittberger konnte einen kampflosen Sieg holen.

Roland Bettenbühl

Die Einzelergebnisse >>>hier

    Vordere Mannschaften machten sich viele Weihnachtsgeschenke

In der fünften MTS Runde konnten insgesamt vier Bad Sodener Mannschaften gewinnen und ein Unentschieden holen, die anderen mussten sich leider geschlagen geben.

Bad Soden 1 musste zum Schlusslicht bei Steinbach 3 antreten und gewann klar mit 6,5:1,5. Kein Spieler verlor. Die vollen Punkte holten Thomas Rödiger, Gerolf Dietz, Daniel Großjohann, Ralf Kellerwessel und Raimund Zöller. Dr. Friedrich Bittner, Ulrich Götting und Stefan Jäger spielten Remis. Damit überwintert die Erste auf einem sehr guten 2. Platz, der den angepeilten Aufstieg bedeuten würde.

Die Zweite konnte überraschenderweise den bisherigen Tabellenzweiten aus Frankfurt-West 3 klar mit 5,5:2,5 bezwingen. Es gewannen Klaus Noha, Peter Hegner, Christian Hannemann, Geir Smith-Meyer und Sven Meisgeier, der nach langer Pause auch wieder dabei war. Der Mannschaftsführer Roland Bettenbühl holte noch ein Remis. Nach diesem Sieg spielt die Zweite jetzt um den Aufstieg mit und belegt nach der Vorrunde den 4. Platz mit 7:3 Punkten.

Einen ganz wichtigen 6:2 Sieg konnte die Dritte gegen Eppstein 3 holen. Es gewannen Dieter Ruppel, Rudi Schäfer und Sven Leßmann, sowie zwei kampflose Siege für Börries Wendling und Stefan Meyer. Marc Basedow und Daniel Pohlke spielten Remis. Mit 6:4 Punkten liegt die 3. Mannschaft auch gut auf Platz 4.

Bad Soden 4 holte endlich Ihren ersten verdienten Punkt gegen Hattersheim 3 mit 4:4. Nach 2:4 Rückstand gewannen die ganz junge Ersatzspielerin Gabriela Vukusic und das neue Mitglied Bodo Große holte in seinem ersten Spiel den entscheidenden Punkt zum Unentschieden. Außerdem gewannen Matias Thomsen und Else Mangold holte einen kampflosen Punkt. Damit gibt es jetzt doch noch eine kleine Chance, den sicheren Abstieg noch zu vermeiden.

Bei den Jugend- und Kindermannschaften gab es leider nur einen Sieg. So gewann Bad Soden 9 bei Höchst 2 mit 3:2. Die Mannschaft führte schon schnell mit 2:0 durch kampflose Siege für Georg Fidlschuster und Milad Emami. Den entscheiden Sieg holte Konstantin Weixler, der einen starken Gegner mit 500 DWZ mehr schlug.

Bad Soden 5, 6 und 7 verloren alle jeweils mit 1:5 gegen Kelkheim 3, Kelsterbach 3 und Hofheim 9. Der allererste Sieg gelang dabei Edgar Krill für Bad Soden 5, der gegen einen starken Gegner mit 1.200 DWZ gewann, was Ihm seine erste DWZ Auswertung bringen wird. Für Bad Soden 6 konnte Jakob Wegmann und Ben Luca Neukranz jeweils halbe Punkte nach Hause bringen, für Bad Soden 7 spielten Hilmar Klingkusch und Alan Downig Remis.

Bad Soden 8 verlor klar mit 0,5:4,5 bei Kelkheim 5. Nur Nikola Schulze-Solano konnte Remis spielen. Und schließlich verlor Bad Soden 10 glatt mit 2 Spielern Unterzahl bei Groß Gerau 3 mit 0:5.

Der Schachclub beschließt das erfolgreiche Jahr mit seiner Weihnachtsfeier am 19.12.08 ab 18 Uhr für Kinder und ab 20 Uhr für Erwachsene.

Roland Bettenbühl
1. Vorsitzender
SC Bad Soden

    Ergebnisse der fünften MTS-Mannschaftsrunde vom 7.Dezember 2008

Die Einzelergebnisse : >>>hier

Steinbach 3 1.5 - Bad Soden 1 6.5  
Bad Soden 2 5,5 - Frankfurt-West 3 2,5  
Bad Soden 3 6,0 - Eppstein 3 2,0  
Bad Soden 4 4,0 - Hattersheim 3 4,0  
Kelkheim 3 5,0 - Bad Soden 5 1,0  
Kelsterbach 3 5,0 - Bad Soden 6 1,0  
Hofheim 9 5,0 - Bad Soden 7 1,0  
Kelkheim 5 4,5 - Bad Soden 8 0,5  
Hoechst 2 2,0 - Bad Soden 9 3,0  
Groß Gerau 3 5,0 - Bad Soden 10 0,0  

 

    Ergebnisse der vierten MTS-Mannschaftsrunde vom 9. November 2008

Die Einzelergebnisse : >>>hier

 

Bad Soden 1 6.5 - Groß Gerau 1 1.5  
Mörfelden 1 3.5 - Bad Soden 2 4.5  
Steinbach 4 3.5 - Bad Soden 3 4.5  
Nied 3 5,0 - Bad Soden 4 3,0  
Bad Soden 5 0,0 - Hofheim 7 6,0  
Bad Soden 6 1,5 - Kelkheim 4 4,5  
Bad Soden 7 2,5 - Hattersheim 5 3,5  
Bad Soden 8 2,0 - Höchst 2 3,0  
Bad Soden 9 1,0 - Eppstein 4 4,0  
Bad Soden 10 0,0 - Kelkheim 5 5,0  

Bad Soden 1 mit Kantersieg gegen Tabellenführer
In der vierten MTS Runde konnten die ersten drei Bad Sodener Mannschaften gewinnen, die anderen mussten sich leider geschlagen geben.
Bad Soden 1 empfing diesmal den Tabellenführer aus Groß Gerau und gewann klar mit 6,5:1,5. Kein Spieler verlor. Die vollen Punkte holten Thomas Rödiger, Dr. Friedrich Bittner, Gerolf Dietz, Ralf Kellerwessel und Stefan Jäger. Daniel Großjohann, Raimund Zöller und Ulrich Götting spielten Remis. In der nächsten Runde geht es zum Schlusslicht Steinbach 3.
Die Zweite konnte überraschenderweise die Mannschaft aus Mörfelden mit 4,5:3,5 bezwingen. Dabei hatte der Vorsitzende und Mannschaftsführer Roland Bettenbühl ein wenig Glück, dass sein Gegner einen Bauer zu viel fraß und dafür einen Bauern zur Umwandlung durchlaufen lassen musste. Es gewannen außerdem Robert Ackermann, Reiner Martin und Geir Smith-Meyer. Am Spitzenbrett vereinbarte Klaus Noha dann das entscheidende Remis zum Sieg. Nächste Runde geht es zu Frankfurt-West 3. Bei einem Sieg könnte auch die 2. Mannschaft noch um den Aufstieg mitspielen.
Einen ganz wichtigen 4,5:3,5 Sieg konnte die Dritte beim Kellerduell gegen Steinbach 4 holen. Die junge Mannschaft aus Steinbach kämpfte lange, doch unsere erfahrenen Spieler konnten dann doch Ihre Routine ausspielen. Es gewannen Kurt Fredershausen, Rudi Schäfer und Sven Leßmann, Marc Basedow gewann kampflos. Schließlich holte Daniel Pohlke ein Remis.
Bad Soden 4 spielte mit 3 Spielern Unterzahl und hätte fast noch gegen Nied 3 ein Unentschieden erzielt. So verloren Sie unglücklich mit 3:5. Matias Thomsen und Werner Kümmel gewannen erneut Ihre Partien und Else Mangold gewann kampflos.
Bei den Jugend- und Kindermannschaften gab es leider nur Niederlagen.
Die Fünfte ging gegen das starke Team aus Hofheim 7 glatt mit 0:6 unter.
Bad Soden 6 konnte immerhin 1,5 Punkte gegen Kelkheim 4 holen. Ben Luca Neukranz gewann und Jakob Wegmann spielte Remis. Bad Soden 7 verlor unglücklich mit 2,5 zu 3,5. Nils Schröder und Clemens Deutsch gewannen und Mannschaftsführer Alan Downing spielte Remis. Bad Soden 8 verlor kurios 2:3 gegen Höchst 2, da die Gäste zuerst nur zu zweit angetreten waren und damit verloren hätten. Dann holte aber der Mannschaftsführer noch einen Spieler zu Hause ab, der dann mit 45 minütiger Verspätung gegen Daniel Bettenbühl gewinnen konnte.
Für Bad Soden 9 gab es gegen den Tabellenführer nur einen Punkt zur 1:4 Niederlage durch einen kampflosen Sieg von Milad Emami. Und schließlich verlor Bad Soden 10 gegen Kelkheim 5 mit 0:5.

    Ergebnisse der vierten MTS-Mannschaftsrunde

Die Einzelergebnisse liegen jetzt vor: >>>hier

    Ergebnisse der ersten KO-Runde im Vierer-Pokal

Flörsheim 2 Bad Soden 1 0 : 4
Flörsheim 3 Bad Soden 2 0 : 4
Groß-Gerau 2 Bad Soden 3 3 : 1
Kelkheim 4 Bad Soden 4 4 : 0
Bad Soden 5 Hattersheim 4 1 : 3
Bad Soden 8 Kelkheim 2 1 : 3
Bad Soden 9 Sulzbach 1 0 : 4
Bad Soden 10 Eschborn 3 0 : 4

Bad Soden 6
und Bad Soden 7 kampflos eine Runde weiter!
 

    La Paz - Die erste Mannschaft hat gepatzt

Kein Sieg, 2 Unentschieden und 7 Niederlagen – Das war die traurige Ausbeute aus der 3. MTS Runde. Besonders tragisch war die unglückliche 3,5:4,5 Niederlage der ersten Mannschaft gegen Sulzbach 1. Obwohl die Mannschaft schon schnell durch einen kampflosen Sieg von Thomas Rödiger mit 1:0 in Führung ging, reichte es diesmal nicht, weil zu viele Bretter in der Mitte verloren gingen. Die Ersatzspieler Reiner Martin und Klaus Noha konnten noch gewinnen und Thomas Zöller spielte Remis. So kommt es im November zur Spitzenpartie gegen die bisher ungeschlagenen Groß-Gerauer, die besiegt werden müssen, wenn man noch aufsteigen will.

Bad Soden 2 hatte Hofheim 6 zu Gast. Das kuriose Spiel endete 4:4 Unentschieden. Bereits nach 7 Zügen gewann Robert Ackermann eine Dame, so dass sein Gegner schnell aufgab. Nach 3 Remisen von Peter Hegner, Roland Bettenbühl und Geir Smith-Meyer sah es immer nach einem Sieg für die Mannschaft aus, denn Dimitrij Lintchuk hatte schon einen Läufer und 2 Bauern mehr. Doch leider wurden die 2 Bauern wieder eingestellt und die anderen Bauern abgetauscht, so dass es am Ende leider doch nur ein Remis gab. Eine Partie ging leider durch falsches Zurückschlagen verloren. Damit stand es ausgeglichen und so wurden auch die verbliebenen Partien von Marc Basedow und Christian Hannemann mit der Partie von Dimitrij zum Remis vereinbart. Nächste Runde kommt mit Mörfelden 1 wieder ein dicker Brocken.

Die dritte Mannschaft konnte gegen eine sehr starke Mannschaft aus Kelkheim 2 nicht viel ausrichten und man musste sich mit 1,5:6,5 geschlagen geben. Zumindest der Sieg von Börries Wendling und das Remis von Stefan Meyer gegen starke Gegner war eine tolle Leistung. Ähnlich sah es auch bei Bad Soden 4 aus, die in Eschborn mit 2:6 unterlagen. Auch hier konnte Matias Thomsen gegen einen 400 DWZ Punkte stärkeren Gegner gewinnen. Erfreulich auch der Sieg von Werner Kümmel, der in seinem  zweiten Spiel bereits seine erste Partie gewinnen konnte.

Bad Soden 5 konnte gegen Ginsheim 1 auch nicht viel ausrichten, nur Ersatzspieler Kevin Kookpari konnte zum 1:5 Endstand gewinnen. Erfreulich war das 3:3 Unentschieden von Bad Soden 6 bei Hofheim 9. Die beiden Mädchen Gabriela Vukusic und Claudia Bauer sowie Alex José Kullmann holten die vollen Punkte.  Um ein Haar hätte auch Ben Luca Neukranz zumindest Remis gespielt, doch am Ende hat es dann doch nicht gelangt.

Bei der starken Mannschaft aus Raunheim 3 gab es für Bad Soden 7 nur einen kampflosen Sieg durch Marc Pohl zum 1: 5 Endstand. Gar keinen Brettpunkt gab es für Bad Soden 8 mit dem 0:5 beim Tabellenführer Eppstein 4. Und schließlich verlor Bad Soden 10 bei Höchst 2 trotz zweier kamploser Siege von Till Wiesemann und Ruben Rittberger mit 2:3. Bad Soden 9 hatte spielfrei. [Roland Bettenbühl]

    Schachspieler gewinnt Nobelpreis

[20.102008] Schon im Jahre 1880 begründete ein US-amerikanischer Lokalredakteur den für Journalisten noch heute geltenden Leitsatz für eine außergewöhnliche Nachricht. Wenn die Schlagzeile "Briefträger von Hund gebissen" lautet, lockt das keine Katze hinter dem Ofen vor. Ganz anders verhält es sich mit einer Meldung: "Briefträger beißt Hund". Denn dann erfüllt diese Information wesentliche Kriterien, um zur Nachricht zu werden:

  • Sie muss aktuell sein
  • Die Informationen sollten ein allgemeines Interesse bedienen
  • Journalisten müssen diese Informationen sorgfältig und unparteiisch gestalten.

So können Sachverhalte aus der Welt des Schachs verschiedene Neuigkeitsperspektiven aufweisen, die sie lesenswert machen.

Die Meldung "Dank filigraner Grifftechnik bei der Ausführung der kurzen Rochade konnte sich Anand gegenüber Kramnik einen Vorteil sichern" hätte allerdings nur für Schach-Ignoranten einen zweifelhaften Neuigkeitswert. Selbst Kinder und Nachwuchsspieler des Schachclub Bad Soden wissen, daß es bei der kurzen oder langen Rochade eher um positionelle und taktische Überlegungen geht, die Griffhaltung ist eher sekundär. Es sei denn, der Turm wird einhändig zuerst neben den König gestellt, der Turm dann losgelassen und danach wird der König über den Turm gehoben. Spitzfindige Gegner könnten bei einem solchen Manöver schon einmal beim Schiedsrichter reklamieren.

Im Spiegel-Interview (42/2009) vom 13.10.2008 bekannte sich der aktuelle deutsche Nobelpreisträger, der Virologe Harald zur Hausen als Schachspieler und hatte auch gleich einen gutgemeinten Ratschlag parat:

"Sport spielt eine Rolle bei der Reduktion des Darmkrebsrisikos - übrigens schon allein deshalb, weil er hilft, der Fettsucht vorzubeugen. Ich bin dafür aber ein sehr schlechtes Vorbild. Ich spiele höchstens mal Schach."

    Der 3. Spieltag: Lokal-Derby gegen Sulzbach mit überraschendem Ausgang

Die Einzelergebnisse der 3. Runde vom 19.10.2008 >>>hier

    Vierer-Pokal: Klare Sache gegen Flörsheim

Die Einzelergebnisse im MTS Vierpokal Runde 1 von der Partie Flörsheim 2 -Bad Soden 1, Ergebnis 0:4

NR Flörsheim 2 Bad Soden 1 Ergebnis
1 T. Lehrig Gerolf Dietz - : +
2 S. Freund Ralf Kellerwesel 0 : 1
3 R. Rupp Ulrich Götting 0 : 1
4 G. Butz Stefan Jäger 0 : 1
      0 : 4
 

    Letzte Woche im Höchster Kreisblatt - vor 100 Jahren in London

[16.10.2008/gk] Von Schachfreund Horst flatterte diese Zeitungsnotiz herein:

London. Anläßlich des Kampfes um die Weltmeisterschaft im Schachspiel, der augenblicklich zwischen Tarrasch und Lasker ausgefochten wird, erzählt ein englisches Blatt, weswegen Lasker im Kampf um die Weltmeisterschaft gegen Steinitz erfolgreich gelbieben ist. Wenige Tage vor seiner Abreise von London wurde Lasker in einem Schach-Café von einem ehrwürdig aussehenden, alten Herrn zu einer Schachpartie aufgefordert: Lasker sollte die Dame vorgeben, und als Preis setzte der alte Herr eine Kiste Zigarren aus. Lasker gewann und bekam die Zigarren, die äußerst verdächtig aussahen. Als er siegreich nach London zurückkam, traf er eines Tages wieder den alten Herrn, der ihn fragte, wie die Zigarren gewesen seien. "Ausgezeichnet", erwiderte L., "ohne sie hätte ich gar nicht gewonnen." "So? Das freut mich zu hören!". "Ja," sagte Lasker, "ich habe sie alle Steinitz zu rauchen gegeben."

    Bad Sodener Schachspieler in Korbach

[16.10.2008/gk] Mit Ralf Kellerwessel machte sich ein einsamer Spieler des Clubs auf den Weg nach Korbach - und mit Stolz auf seine guten Ergebnisse kam er wieder zurück. So wurde im Newsletter des Hessischen Schachverbands darüber berichtet:

"Mit Dmitry Svetushkin aus Moldawien hat erneut ein Großmeister das A-Open in Korbach gewonnen. Er wurde mit 6 Siegen und einer Schlußrunden- Niederlage alleiniger Sieger. Erneut Zweiter wurde GM Lev Gutman nach Wertung vor IM Leonid Sobolevsky. Bester Spieler aus Hessen wurde auf Platz 10 unter insgesamt 58 Teilnehmern Gerhard Jung von den Schachfreunden Erbach. Das B- Turnier, zu dem nur 36 Spieler antraten, wurde nach Wertung von Jannis-Domenik Altenbernd vom Schachclub Wittekinds Knappen gewonnen. Gleichauf die beiden hessischen Teilnehmer Ralf Kellerwessel/Bad Soden und Dr.Leszek Bajorski/SV Hofheim. Für das neue C- Turnier in dieser Serie hatten 64 Teilnehmer gemeldet. Gewonnen hat Franziska Liez, die ungeschlagen blieb und 6,5 Punkte erreichte. Janina Schröder wurde Zweite mit 6 Punkten vor Tatjana Liez mit 5,5 Punkten auf Platz 3. Alle drei gingen für den SV Lahn Limburg an den Start!"
http://www.schachfreunde-korbach.de/open2008/open2008.html
 

    Bad Sodener Schachspieler im Spiegel-Interview: "Schön, daß Sie mich daran erinnern"

[30.9.2008] Noch ist es nicht ganz soweit, daß Spieler der ersten Mannschaft des Schachclubs Bad Soden die Aufmerksamkeit der Spiegel-Redakteure ob ihrer herausragenden Leistungen in der regulären Runde erregen und zum Interview gebeten werden. Da muß am Schachbrett und in den Leistungstabellen der DWZ noch einiges passieren, bis es soweit ist.

Autogramm-Stunde: Anlässlich des Main-Taunus-Cup-Turniers 2007 ergattern sich junge Schachspieler ein Autogramm des Weltmeisters Vishy Anand. Sewa Gerassimov (verdeckt ganz links), der Junge mit der Kappe ist Lukas Hauck und vorne ebenfalls verdeckt mit schwarzen Haaren ist Alex José Kullmann.

Doch ein anderer Sodener Schachspieler - der zumindest Teile des Jahres in Bad Soden wohnt - hat es jetzt geschafft und sich den Fragen der Redakteure Ansbert Kneip und Maik Großekathöfer gestellt. Die Rede ist vom indischen Großmeister Viswanathan Anand (Siehe Spiegel 40/2008 Seite 124).

Anlass zu diesem Interview gab nicht nur die herausragende Position des zur Zeit besten Spielers der Welt (Anand führt die FIDE Weltrangliste mit 2798 Elo-Punkten an), sondern auch der im Oktober stattfindende Titelkampf gegen Wladimir Kramnik.

Wenn Redakteure und Journalisten ein Interview mit einer schon berufsüblichen Konflikt-Frage eröffnen, zeigt Anand, daß er auch als Diplomat eine gute Figur auf dem Parkett der internationalen Politik machen würde: "Schön, daß Sie mich daran erinnern" - die Konter-Floskel gehört genau so zu seinem PR-Repertoire  wie der Rossolimo-Angriff im Sizilianer zu seinem Schach-Repertoire.

Wie für den Spiegel nicht anders zu erwarten war, dreht sich das Interview nicht im die schachlichen Finessen der Neuerungen, die Anand und auch Kramnik sicherlich für ihren WM-Titelkampf vorbereiten, sondern auch um die psychologische Kriegsführung ("Schach ist Schauspielerei"). Wie im Pokerspiel gilt es, den Gegner genau zu beobachten.

Anand: "In der Regel sieht das Gesicht des Gegners völlig gelassen aus, teilnahmslos. Was ich mache, ist: Ich höre auf den Atem.

Spiegel: Sie lauschen, wie der Gegner Luft holt?

Anand: Ob jemand tief atmet oder flach, ob er schnell atmet oder langsam, das verrät viel über den Grad seiner Erregung. Bei einem Duell, das einen Monat dauert, kann schon ein Räuspern von großer Bedeutung sein.

Ob sich einzelne Bad Sodener Schachspieler am vergangenen Samstag bei einem Seminar der spirituellen Heilerin, Reiki-Meisterin und Atemtherapeutin Annegret Just in der Gartenstrasse 10 in Bad Soden auf die sonntägliche MTS-Schach-Mannschaftsrunde  vorbereitet haben, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Bei einem Teilnehmer-Preis von Euro 190.- dürften jedoch manchem knausrigen Schachspieler dann eher Bedenken gekommen sein. Für ein Sechstel des Preises könnten ambitionierte Schachspieler den Endspiel-Klassiker von Mark Dvoreckij ("Die Endspiel-Universität") kaufen und zu Hause in Ruhe durcharbeiten. Die Lektüre garantiert vermutlich keinen flacheren Atem, aber sicherlich ein besseres Verständnis der Tücken und Fußfallen der Schachendspiele.

    Der zweite Spieltag: Erste Mannschaft weiter auf Aufstiegskurs

[30.9.2008] Auch in der 2. MTS-Runde gewann Bad Soden 1 gegen den Favoritenschreck aus Hattersheim 2 klar mit 6:2 und ist weiterhin Tabellenführer. Dabei holten die ersten 5 Bretter alleine schon 5,5 Punkte. Erfolgreich waren Thomas Rödiger, Dr. Friedrich Bittner, Gerolf Dietz, Daniel Großjohann und Stefan Jäger. Ralf Kellerwessel und Klaus Noha spielten Remis. In der nächsten Runde geht es nun nach Sulzbach, die mit 0:8 gegen den Mitaufstiegsfavoriten aus Raunheim verloren hatten, also scheinbar auch ein dankbarer Gegner. Das wichtigste Ziel ist weiterhin für die Erste der sofortiger Wiederaufstieg.

Bad Soden 2 mussten wie Bad Soden 3 leider mit einem Spieler Unterzahl antreten. Dennoch gewann die Zweite souverän mit 5,5:2,5 bei Rüsselsheim 2. Die klaren Siege gegen DWZ schwächere Gegner konnten Robert Ackermann, Dimitrij Lintchuk, Reiner Martin und Marc Basedow einfahren. Die Spitzenbretter Peter Hegner und Roland Bettenbühl sowie Ersatzatzspieler Börries Wendling spielten Remis. Der nächste Gegner ist der Aufsteiger Hofheim 6.

Die Dritte Mannschaft war geschwächt, weil sie 2 Spieler an die 2. Mannschaft abgeben musste und verlor gegen einen stärkeren Gegner aus Hattersheim 3 dementsprechend mit 2:6. Else Mangold konnte gewinnen, Daniel Pohlke und Sven Leßmann spielten Remis. Auch in der nächsten Runde wartet mit Kelkheim 2 ein starker Gegner auf die Mannschaft. Bei Bad Soden 4 fehlten alleine 5 Spieler und deshalb gab es gegen Taunus 2 eine 1:7 Klatsche. Allerdings holte Marc Pohl den Ehrenpunkt, obwohl sein Gegner über 300 DWZ mehr hatte. Es wird schwer, die Klasse nach dem Aufstieg zu halten, mehr als paar gute Einzelergebnisse sind wohl nicht drin. Ähnlich sieht es auch bei dem Aufsteiger Bad Soden 5 aus, die bei Flörsheim 3 glatt mit 0:6 verloren, die Mannschaft musste mit 3 Mann Unterzahl spielen, weil es bei den Jugendlichen kurzfristige Absagen gab, die nicht mehr kompensiert werden konnten.
Bad Soden 6 war gegen Raunheim 3 - die freiweilig 2 Klassen tiefer gegangen war - ebenfalls chancenlos. Auch hier war das Ergebnis 0:6. Umgekehrt war es bei Bad Soden 7, Sie gewannen kampflos mit 6:0, weil Steinbach 5 keine Mannschaft an diesem Spieltag stellen konnte.
 

Die erfolgreichste Jugendmannschaft ist derzeit Bad Soden 9, die sogar Tabellenführer in der Kreisklasse C sind. Sie gewannen das interne Bad Sodener Duell gegen die Achte Mannschaft klar mit 4:5:0,5. Es gewannen für die Neunte: Die Brüder Georg und Stefan Fidlschuster, Kevin Kookpari und Konstantin Weixler. Emami Milad spielte Remis. Den anderen halben Punkt für die Achte holte Max-Ludwig Schmitt.
Und schließlich verlor Bad Soden 10 gegen Eppstein 4 deutlich mit 1:4. Auch hier fehlten allerdings zwei Jugendliche, die nicht rechtzeitig zum Spiel erschienen sind. Der Ehrenpunkt gelang Till Wiesemann durch einen kampflosen Sieg. [Roland Bettenbühl]
 

[29.9.2004] Die Einzelergebnisse des zweiten Spieltags vom 28.9.2008 sind >>>hier

    Saisonauftakt: Gelungener Start für erste Mannschaft

[19.9.2008] In der 1. MTS-Runde konnte unser Flagschiff die erste Mannschaft gegen Hofheim 5 gleich mit einem 6:2 Kantersieg starten. Damit ist man einem Schritt dem sofortigen Ziel Wiederaufstieg näher gekommen. Die vollen Punkte holten Thomas Rödiger, Gerolf Dietz, Raimund Zöller, Stefan Jäger und Neuzugang Reiner Martin, der gleich sein erstes Spiel erfolgreich für Bad Soden absolvierte. Daniel Großjohann und Ralf Kellerwessel garnierten das Ergebnis mit zwei Remisen. Bereits in 2 Wochen geht es weiter gegen Hattersheim 2, die überraschend den Mitaufstiegsaspirant Raunheim bezwungen hatten, man ist also gewarnt.
Die 2. Mannschaft verlor gegen einen gleichwertigen Gegner aus Hochheim indiskutabel mit 1,5:6,5 und hält nun die rote Laterne. Nur Ersatzspieler Geir Smith-Meyer konnte gewinnen und Mannschaftsführer Roland Bettenbühl holte ein Remis. Doch es war mehr drin, denn es wurden zwei Gewinnstellungen leichtfertig verspielt. Am kommenden Spieltag müssen gegen Rüsselsheim unbedingt zwei Punkte her, sonst spielt die Mannschaft gegen den Abstieg.
Bad Soden 5 verlor glatt mit 0:6 gegen den übermächtigen Gegner aus Sulzbach 2. Ansonsten gab es drei Bad Sodener interne Duelle, die von den favoriosierten Mannschaften gewonnen wurden. So konnte die Dritte gegen die Vierte mit 6:2 gewinnen. Für Bad Soden 3 gewannen: Börries Wendling, Kurt Fredershausen, Sven Leßmann und Vater-Sohn Duo Alan und Percy Downing. Remis spielten Daniel Pohlke und Stefan Mayer. Die beachtenswerten Ehrenpunkte holte für Bad Soden 4 Philipp Dehn und Rolf Merz-Zönnchen sowie Michael Hoss mit ihren Remisen.
Bei den Kindermannschaften gewann Bad Soden 6 ganz klar mit 5:1 gegen die ersatzgeschwächte Mannschaft von Bad Soden 7. Die Punkte holten Alex José Kullmann, Jakob Wegmann, Sewa Gerassimov, Ben Luca Neukranz sowie Claudia Bauer für die Sechste, lediglich Max Ludwig Schmitt gewann für die siebte Mannschaft.
Und schließlich gewann Bad Soden 9 gegen Bad Soden 10 mit 4,5:0,5. Für die Neunte gewannen die Brüder Georg und Stefan Fidlschuster, Kevin Kookpari und Konstantin Weixler. Milad Emami spielte gegen Ruben Rittberger Remis.

Nach der gelungenen Schach AG in der Theodor-Heuß Schule hofft der Schachlub Bad Soden auf weiterhin neue Interessenten. Gespielt wird Freitag abends ab 18 Uhr für Kinder und ab 20 Uhr treffen sich die Erwachsenen. [Roland Bettenbühl]

Die Einzelergebnisse des ersten Spieltags der neuen 2008/2009 liegen jetzt vor:
>>>hier

    Informationen zur neuen Spielsaison: Termine, Aufstellungen, Spiellokale

Die Vorbereitungen zur neuen Spielsaison 2008 / 2009 wurden mit der offiziellen Turnierleitersitzung abgeschlossen. Die Termine, die Mannschaftsaufstellungen und die Spiellokale liegen nun vor und können hier eingesehen werden.

Bitte übertragen Sie die offiziellen Spieltermine für Ihre Mannschaft in ihren persönlichen Terminkalender, machen Sie sich mit den Mannschaftsaufstellungen sowie der Aufstellung der gegnerischen Mannschaften vertraut und informieren Sie sich über die Lage und Anfahrt zu den Spiellokalen bei Auswärtsspielen.

Generell gilt bei Auswärtsspielen, daß sich die jeweiligen Spieler / Elternbetreuer vor der Hasselgrundhalle (Gartenstrasse) um 13:30 spätestens treffen, um die Mitfahrgelegenheiten einzuteilen.

Organisations-resistente Mannschaftsspieler, denen Selbstmanagement und Eigeninitiative fremd sind, können wie in den vergangenen Jahren den exklusiven SBS-Service (Schachspieler-Babysitter-Service) unseres Vorsitzenden in Anspruch nehmen: Auf ausdrücklichen Wunsch wird der erwachsene Spieler bzw. die Eltern der Jugendlichen in der Woche vor dem jeweiligen Spieltag persönlich angerufen und an den Spieltag erinnert, bei Bedarf wird bei Auswärtsspielen dem Spieler / Fahrer eine ausgedruckte Anfahrtsskizze übergeben, in der die genaue Wegstrecke gelb markiert ist.

    Turnierbericht: 4. Altes Wirtshaus Chess960 Open

Am Sonntag, den 24.8.2008 fand das 4. Altes Wirtshaus Chess960 Freiluft Open 2008 statt. Dank der Mithilfe des Schach-Förderverein 1999 e.V. Chess Tigers konnten wir mit edlen Holzbrettern und Figuren sowie weltmeisterlichen DGT XL Uhren spielen.

Das Teilnehmerfeld nach IPS (bzw. ELO/DWZ)

Biegel 2027
Schmitt 1959
Kellerwessel 1766
Ackermann 1505
Wendling 1310
Pohlke 1254
Schäfer 1244
Neukranz 807


Bei durchweg trockenem Wetter startete die erste Runde pünktlich um 10.00 mit der Stellung 024. Die Auslosung führte zu folgenden Paarungen:

Runde 1: Stellung 024 SLDSLTKT     

Biegel Kellerwessel 1 0
Neukranz Schmitt 0 1
Wendling Ackermann 1 0
Pohlke Schäfer 0.5 0.5

Die erste Runde brachte gleich zwei überraschende Ergebnisse: das glückliche Remis von Daniel Pohlke gegen Rudi Schäfer und der Sieg von Börries Wendling gegen R.Ackermann.

Robert Ackermann (rechts) gegen Börries Wendling (links)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich um 11.00 startete die zweite Runde mit Stellung 865 LDTLKTSS mit folgenden Paarungen:

Biegel Neukranz 1 0
Ackermann Pohlke 1 0
Schmitt Wendling 1 0
Kellerwessel Schäfer 0 1


In dieser Runde setzten sich die DWZ-Favoriten durch - einzig R. Kellerwessel hat Startschwierigkeiten.

Ben-Luca Neukranz (links) lernt von den Erfahrenen


 

 

 

 

 

 

 

 

Die Partien waren etwas früher beendet und schon gegen 11.50 konnte

Die 3. Runde mit Stellung 209: LSDLTKST gestartet werden.
 

Neukranz Kellerwessel 0 1
Wendling Biegel 0 1
Pohlke Schmitt 0.5 0.5
Schäfer Ackermann 0 1


 

Thomas Biegel hat schon früh gute Laune beim Chess960


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt kristallisierte sich schon langsam heraus, dass der Turniersieg nur über Thomas Biegel zu erreichen sein würde. Mit 3 Punkten aus 3 hatte er einen perfekten Start gezeigt und jeder war gewarnt. Die Überraschung war sicherlich das Remis von Daniel Pohlke gegen Hans-Walter Schmitt, dem späteren zweiten Sieger.

Hans-Walter Schmitt denkt nach bei seiner Chess960-Partie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor der Pause wurde in Runde 4 mit Stellung 300 DLSTKTLS wie folgt gespielt:        
 

Biegel Pohlke 1 0
Neukranz Wendling 0 1
Schmitt Schäfer 1 0
Kellerwessel Ackermann 1 0


In Runde 5 mit Stellung 836: TLLKSTDS gab es die erste Vorentscheidung um den dritten Platz zugunsten von B.Wendling:

Wendling Kellerwessel 1 0
Pohlke Neukranz 1 0
Schäfer Biegel 0 1
Ackermann Schmitt 0.5 0.5

 

Es ist eine spannende Entscheidung:
die Partie Ralf Kellerwessel (links) gegen Börries Wendling (rechts)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stellung 514 LTSDKLST wurde in Runde 6 zum Thema und die Ergebnisse waren nicht überraschend.
 

Biegel Ackermann 1 0
Neukranz Schäfer 0 1
Wendling Pohlke 0.5 0.5
Kellerwessel Schmitt 0 1

 
Die 7. Runde war der Abschluss eines sehr schönen Chess960 Turniers, das auch eine 5. Auflage 2009 verdient hat! In der letzten Runde wurde die Stellung 040 SLSDLTKT debattiert. In dieser Stellung ist die längste Rochade möglich.
 

Pohlke Kellerwessel 0 1
Schäfer Wendling 0 1
Ackermann Neukranz 1 0
Schmitt Biegel 0.5 0.5

In Runde 7 sicherte sich B. Wendling den 3. Platz auf dem Podest und auf dem Siegerfoto.

Die Ergebnisse der Runden:
 

Rang Name DWZ R1 R2 R3 R4 R5 R6 R7 Punkte
1 Biegel 2027 1 1 1 1 1 1 0,5 6,5
2 Schmitt 1959 1 1 0,5 1 0,5 1 0,5 5,5
3 Wendling 1310 1 0 0 1 1 0,5 1 4,5
4 Ackermann 1505 0 1 1 0 0,5 0 1 3,5
5 Kellerwessel 1766 0 0 1 1 0 0 1 3
6 Schäfer 1244 0,5 1 0 0 0 1 0 2,5
7 Pohlke 1254 0,5 0 0,5 0 1 0,5 0 2,5
8 Neukranz 807 0 0 0 0 0 0 0 0
Der strahlende Sieger Thomas Biegel, zweiter H.W. Schmitt und dritter Platz B. Wendling

 

Strahlender Sieger Thomas Biegel (Mitte),
Zweiter Hans-Walter Schmitt (links), Dritter Börries Wendling (rechts)



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Vielen Dank an die Mitmacher dieses Events !! [Ein Bericht von Daniel Pohlke]
 

    Schachclub Bad Soden im Disco Flash

Eine neue Präsentation: Schachclub goes Disco. Ton einschalten, inspirieren lassen. Die optische Umsetzung des Chess960-Zufallsgenerators. >>>hier  

    4. Altes Wirtshaus Chess960 Open

Schachclub Bad Soden lädt ein: 4. Altes Wirtshaus Chess960 Freiluft-Open 2008

Zum vierten Mal findet in diesem Jahr am 24.8.2008 das 'Altes Wirtshaus Chess960' Open statt. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung in den Innenräumen des Lokals statt.
 
Spielmodus: 7 Runden Advanced Swiss System.
Die Bedenkzeit beträgt 20 min+5s pro Zug.
Das Turnier wird IPS ausgewertet.
Das Turnier wird nach den Chess960-Regeln gespielt

Termin: 24. August 2008
9:30 Meldeschluss
9:55 Auslosung der ersten Chess960 - Stellung
1.Runde 10.00 Uhr
2.Runde 11.00 Uhr
3.Runde 12.00 Uhr
4.Runde 13.00 Uhr anschl. Mittagspause
Auslosung 4. Runde 14.55
5.Runde 15.00 Uhr
6.Runde 16.00 Uhr
7.Runde 17.00 Uhr
Ort: Altes Wirtshaus Bad Soden
Clausstr. 2, 65812 Bad Soden am Taunus
Startgeld: Euro 3.- Preisgeld: entfällt

Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl - Voranmeldung erwünscht per
email an: alteswirtshaus@web.de

Turnierleiter und Schiedsrichter:
Börries Wendling
Schachclub Bad-Soden
Vorsitzender:
Herr Roland Bettenbühl, Tel. 06196-25639

  
 Nur die Besten

Wenn in der Woche vom 28. Juli bis zum 3. August in der Mainzer Rheingoldhalle die Chess Classic zum 15. Mal stattfinden, werden sich wie immer die Besten messen. Das gilt 2008 mehr denn je.

Von Harry Schaack

Die Live Elo-Liste vom 1. Juli (http://chess.liverating.org) zeigte just die drei Spieler auf den ersten drei Plätzen, die vom 1.-3. August zusammen mit der besten Frau der Welt, Judit Polgar, bei den Chess Classic in Mainz um die 13. GRENKELEASING Rapid World Championship spielen werden: Weltmeister und Branchenführer Viswanathan Anand, Magnus Carlsen und Alexander Morozevich. Im Gegensatz zur Fide Weltrangliste berücksichtigte die Live-Eloliste das Aerosvit-Turnier von Foros, das noch im Juni zu Ende ging und das der norwegische Superstar Magnus Carlsen mit einem Punkt Vorsprung überlegen gewann.

Vishy Anand

Vishy Anand

Die Auseinandersetzung verspricht Hochspannung, denn der Weltranglisten-Erste und 10-malige Sieger der Chess Classic Vishy Anand muss sich mit dem Ausnahmetalent Magnus Carlsen duellieren, der mit nur 17 Jahren bereits am Thron des Inders kratzt. Carlsen ist zweifellos einer der allergrößten Talente der Schachgeschichte. Innerhalb kürzester Zeit hat er sich in der Weltspitze etabliert. Nun gilt er als erster Aspirant des kommenden WM-Zyklus, in dem der WM-Herausforderer für 2010 ermittelt wird. Mit seinem geteilten Sieg im ersten von insgesamt sechs Qualifikationsturnieren, dem so genannten Grand Prix, hat er bereits den Grundstein dafür gelegt. Spannend ist die Frage, ob das „Wunderkind“ dem indischen Favoriten Anand, der die Chess Classic seit mehr als einer Dekade dominiert, gerade im Schnellschach Paroli bieten kann. Noch führt Anand die Bilanz der beiden klar an. Beim diesjährigen Melody Amber in Nizza, wo der Weltmeister allerdings außer Form spielte, gelang Carlsen sein erster Schnellschachsieg. Vielleicht werden die Chess Classic richtungsweisend für die Kämpfe beider in den kommenden Jahren.

Alexander Morozevich, der Dritte im Bunde, wird ein Wörtchen um den Turniersieg mitreden wollen. Der Moskowite präsentierte sich zuletzt in Hochform beim Kategorie 18 Turnier in Bosna Sarajewo. Mit diesem spektakulären Turniersieg, von denen es schon so viele in seiner Karriere gab, katapultierte er sich auf Platz 3 der Weltrangliste. Morozevich gilt als einer der kreativsten Spieler der Weltspitze. Das zeigt sich auch an einer ganzen Reihe von ungewöhnlichen Eröffnungen, die er in Topturnieren immer wieder erfolgreich angewendet hat. Es darf spekuliert werden, mit welcher Waffe er seine Gegner in Mainz überraschen wird.

Judith Polgar

Judith Polgar

Ergänzt wird das Viererfeld durch Judit Polgar, die herausragende weibliche Protagonistin der Schachgeschichte. Sie war die erste Frau, die sich nicht nur regelmäßig erfolgreich mit der Weltklasse messen konnte, sie war auch seinerzeit mit 13 Jahren die jüngste Großmeisterin aller Zeiten. Sie gehörte zu den Top Ten und spielte 2005 im Achterturnier von San Luis um die Weltmeisterschaft. 2004 forderte sie Anand in einem der spannendsten Matchs der Chess Classic alles ab. Die spektakuläre Auseinandersetzung bot den Zuschauern Kampfschach vom Feinsten. Alle acht Partien wurden entschieden und Anand konnte erst durch einen Doppelschlag in den letzten beiden Runden 5-3 gewinnen.

Die Zuschauer dürfen also gespannt sein, denn alle vier Teilnehmer der 13. GRENKELEASING Rapid World Championship zeichnen sich durch ihr aggressives Spiel und ihren unbedingten Siegeswillen aus. Vishy Anand erwartet daher diesmal eine besonders schwere Aufgabe. Die Chess Classic sind für den Inder eine der letzten Generalproben vor seiner Titelverteidigung im klassischen Schach gegen Wladimir Kramnik, die im Oktober in Bonn stattfindet.

Die Superlative bei den diesjährigen Chess Classic setzt sich auch bei den Frauen fort, die sich vom 29.-31. Juli bei der 2. FiNet Chess960 Rapid Woman World Championship messen. Auch hier sind die zuletzt herausragenden Spielerinnen versammelt.

Chess960 ist die Schachart, die die Chess Classic popularisiert hat und bei der die Figuren auf der Grundreihe zufällig verteilt werden. Die Idee stammt eigentlich von dem kürzlich verstorbenen ehemaligen Weltmeister Bobby Fischer, wird aber erst seit den Chess Classic auch in der Weltspitze gespielt.

Alexandra Kosteniuk

Alexandra Kosteniuk

Titelverteidigerin bei den Frauen ist Alexandra Kosteniuk, die vor zwei Jahren die deutsche Vertreterin Elisabeth Pähtz bezwang. Der Europameistertitel von 2004 war der wohl wichtigste Erfolg ihrer Karriere. Die beste russische Schachspielerin muss sich in Mainz mit den drei Erstplatzierten der diesjährigen Frauen-Europameisterschaft messen. Den Titel gewann nach 2005 zum zweiten Mal Kateryna Lahno – ein Kunststück, das bei der EM weder den Frauen noch den Männern bisher gelang. Die ukrainische Nachwuchshoffnung ist mit 19 Jahren auch die Jüngste im Feld. Platz 2 der diesjährigen EM belegten gemeinsam Victorija Cmilyte, die in dieser Saison mit Baden-Baden erneut Deutscher Meister wurde und sich im letzten Jahr als beste Frau über das FiNet Open qualifizierte, sowie Natalia Zhukova, die sich bei den Chess Classic schon 2006 qualifizierte und 2000 ebenfalls schon einmal den EM-Titel erringen konnte.

Schließlich setzt sich die Auswahl der Besten auch bei der 4. Livingston Chess960 Computer WM fort. Neben Titelverteidiger Rybka und dem erfolgreichsten Programm der Schachcomputergeschichte Shredder, haben sich im Internetturnier von ICC die Programme Naum und Deep Sjeng qualifiziert. In der aktuellen Computerweltrangliste belegen die vier Programme die ersten vier Plätze. Damit ist die Livingston Chess960 Computer WM mit einem Eloschnitt von 2981 und einer Kategorie 29 das stärkste Turnier aller Zeiten ist!

Den Weltmeisterschaften im Schnellschach und im Chess960 können die Zuschauer abends in der Rheingoldhalle live beiwohnen. Diejenigen, die sich auch zu den Open angemeldet haben, erhalten freien Eintritt. Sie können sich entweder im Silent Viewing in der Rheingoldhalle die Züge via Kopfhörer oder im Public Viewing im Foyer von Großmeistern fachmännisch erklären lassen. Natürlich steht dieser Service auch den Sponsoren und geladenen Gästen im Gourmet Club bei delikater Verkostung zur Verfügung.

Magnus Carlsen

Magnus Carlsen

Viele Schachfans fiebern aber sicherlich schon den beiden großen Schnellschach-Open entgegen, bei denen sie sich selbst spielend in einem Turnier mit der absoluten Weltklasse messen können. Die Open der Chess Classic sind nicht zuletzt wegen ihrer zahlreichen Ratingpreise beliebt. So kann jeder in seiner Leistungsklasse attraktive Preise gewinnen. Das Budget für beide Open beträgt 40.000 Euro.

Zunächst gibt es Donnerstag und Freitag (31. Juli und 1. August) die Möglichkeit, sich ohne Eröffnungstheorie im 7. FiNet Open, dem stärksten Chess960 Turnier der Welt, zu profilieren. Die Leistungsdichte ist hier besonders hoch. Im letzten Jahr waren ein Drittel der 280 Teilnehmern Titelträger.

Das ORDIX Open brach 2007 alle Rekorde. Mit sensationellen 762 Teilnehmern war es das größte Turnier seiner Art, das jemals ausgetragen wurde. Ein Viertel des Feldes bestand aus Titelträgern und das wird sich voraussichtlich auch dieses Jahr nicht ändern. Viele Amateure haben hier die Chance, einmal einem Weltklassespieler in einer Wettkampfpartie gegenüber zu sitzen. Mit Sergei Movsesian (Elo 2723) und Pavel Eljanov (Elo 2716) sind gleich zwei 2700er im Feld vertreten. Auch die deutsche Nr. 1. Arkadi Naiditsch, der kürzlich in Dortmund Wladimir Kramnik bezwingen konnte, hat zugesagt. Darüber hinaus sind jetzt schon 16 Spieler mit einer Elo von über 2650 angemeldet, darunter Anands Sekundant Peter Heine Nielsen, Akopian, Motylev, Sasikiran und der ehemalige FIDE-Weltmeister Rustam Kasimdzhanov. Im Teilnehmerfeld finden sich mit Rafael Vaganjan oder Ulf Andersson, die in Mainz Stammgäste sind, auch Stars der Vergangenheit. Besonders interessant wird aber der Auftritt des Schnellschachexperten Hikaru Nakamura sein. Der beste Spieler der Welt über die ganz kurze 1 Minuten Distanz, dem so genannten Bullet, überrascht immer wieder mit exzentrischen Eröffnungen. So hat er beispielsweise die Zugfolge 1.e4 e5 2.Dh5 schon mehrfach gegen starke Konkurrenz erfolgreich angewendet. Der Amerikaner ist schon jetzt eines der Highlights der diesjährigen Veranstaltung.

Trotz der gewaltigen Teilnehmerzahlen zeichnen sich die Chess Classic vor allem durch ihre ausgezeichnete Organisation aus. Mit pünktlichem Rundenbeginn und einem reibungslosen Ablauf hat sich die Veranstaltung einen Namen gemacht.

Um sich das Medieninteresse zu sichern, dass ihr gebührt, finden die Chess Classic wegen der Olympiade in Peking etwas früher statt. Die Überschneidung mit den Sommerferien ermöglicht es vielen Schülern an den beiden Kinder-Open, dem 2. Mini-ORDIX (29. Juli) und dem 2. Mini-FiNet (30. Juli) mitzuspielen. Die Betreuung und Beratung der Eltern durch einen Großmeister während des Turniers macht diese Open besonders reizvoll für talentierte Nachwuchsspieler.

Den Auftakt der Chess Classic bildet am Montag, den 28. Juli traditionell das Simultan, das diesmal von Weltmeister Vishy Anand gegeben wird. Mit nur vier abgegebenen Remisen an 40 Brettern erreichte der Inder 1994 das bislang beste Ergebnis. Diejenigen, die einmal gegen den Weltmeister spielen wollten, hatten wie jedes Jahr in mehreren Versteigerungen bei Ebay die Chance dazu, sich einen Platz zu ergattern.

Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind im Internet auf www.chesstigers.de zu finden, wo man sich auch zu den Turnieren voranmelden kann.

 

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