Schachclub Bad Soden
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Schach in Bad Soden

  Erfolgreich Schach spielen
Der Schach-Club Bad Soden a.Ts. heißt alle, die Interesse und Spaß am Schach spielen haben, herzlich willkommen. Wer neben unverbindlichen (Blitz-)Partien auch an Turnieren teilnehmen möchte, kann selbstverständlich im Rahmen einer unserer Mannschaften mitspielen. 
Kinder
werden gezielt an das Spiel auf den 64 Feldern herangeführt und lernen Regeln und die ersten taktischen Spielzüge. Später können sie ihre Spielfreude mit Altersgenossen ausüben oder im Rahmen einer Schülermannschaft schon die ersten Erfahrungen im Wettkampf unter Gleichaltrigen sammeln. 
Interessierte Jugendliche, Erwachsene und Senioren sind zu unseren Trainingsabenden (Freitags 18-19 Uhr für Kinder, Freitags ab 20 Uhr für Erwachsene) herzlich eingeladen. 
In geselliger Atmosphäre bietet der Schachclub allen die Möglichkeit regelmäßig einige Partien zu spielen. Anfänger sind dabei ebenso herzlich willkommen wie fortgeschrittene Spieler. Ausführliche Informationen zum Verein gibt's >>>hier.

+++Letzte Meldungen+++
(Frühere Meldungen finden Sie >>>hier im Archiv)

    Schach verbindet 

[5.7.2008/gk]

Die Schachtheorie ist proppevoll gestopft mit Empfehlungen, Grundsätzen und Thesen über das Zusammenspiel der Bauern und Figuren. Da ist von "verbunden Freibauern" die Rede, von verbundenen Türmen auf der 7. Reihe oder auch vom Isolani, dem einsamen Robinson, der keinen Schicksalsgenossen mehr hat und Ziel intensiver Angriffe der gegnerischen Figuren ist. Eine besondere Variante ist die gefesselte Figur. 

"...Statt des flüchtigen Abenteuers mit einer vorübergehenden Fesselung beherrscht nun ein positioneller Vorteil dauernd das B(r)ett. Hier hat er sich häuslich nieder gelasssen, und jene unruhevolle Eposode hat sich ganz aus seinem Gedächtnis verflüchtigt. Und da geschieht es: jenes fast vergessene Abenteuer tritt plötzlich wieder in Erscheinung, vergiftet seine Phantasie mit unruhevollen Träumen, läßt ihn sein häusliches Glück als schal und uninteressant empfinden...". Nein, diese Beschreibung der Fesselspiele entstammt nicht dem "Il Decamerone", der bisweilen erotisch-sexuellen Novellen-Sammlung von Giovanni Boccaccio (1313 - 1375). So schreibt im Jahr 1925 vielmehr einer der Klassiker der Schach-Theorie, Aaron Nimzowitsch in "Mein System" über die Fesselungsmotive in einer Partie - ein Schelm wer schlechtes dabei denkt.

Und so haben sich Daniela und Sven für die verbindenden Motive des Schachs und des Lebens entschieden - und heiraten heute. Wir wünschen dem Brautpaar viel Glück und Erfüllung ihrer Träume.

Daniela

Sven

Insgeheim hoffen wir auch, daß Schachroutinier Sven angesichts der ungewohnten Trauzeremonie nicht in die rhetorische Routine des Turnierspielers verfällt, wenn ihm die entscheidende Frage gestellt wird.

Zelebrant:
Sven, ich frage Sie: Sind Sie hierhergekommen,
um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluß mit
Ihrer Braut Daniela den Bund der Ehe zu schließen?

Bräutigam:
Remis.

    Abstieg und nun? 

[6.6.2008] Nach dem für mich persönlich schmerzlichen Abstieg aus der MTS-Liga war die Frage, wie geht’s weiter mit mir. Einfach weiter machen oder ehrgeizige Ziele setzten? Einfach Wiederaufstieg anstreben? Reicht das zur dauerhaften Motivation, ist das alles ?

Besser noch: Einen Traum erfüllen! Etwas was ich noch niemals erreicht habe in 25 Jahren Schach: Eine DWZ über 2000!!

Als Realist weiß ich aber, das die Luft dünn für mich ist in dieser Punkteregion, obwohl "nur" 63 Punkte zum Traumziel fehlen. Als Zeitraum 2 Jahre angepeilt heißt es üben, Turnier spielen, üben üben üben.

Nach 5 Jahren Turnierabwesenheit fuhr ich nach Bad Homburg zum fast schon berühmten "Rhein-Main Open", 7 Partien auf 5 Tage verteilt.

In der ersten Runde traf ich auf Thomas Rondio, mit DWZ 1700 der schwächste meiner Gegner, der auch bald niedergerungen war. Am nächsten Tag kam der erste Hammer. Die Weibliche GM Eva Moser mit einer DWZ von 2360.

Nach 10 Zügen dachte ich mir noch, "na, da bin ich ganz gut aus der Eröffnung rausgekommen, mal schauen wie lange ich durchhalte". Nach dem 30. Zug gab ich auf, mit der Feststellung, daß mir doch noch so einiges fehlt. Es war schon etwas deprimierend anzusehen, wie die eigene Stellung langsam aber sicher immer schlechter wurde, obwohl ich eigentlich keinen Patzer machte und trotzdem nie eine Chance hatte.

Am Mittag des ersten Spieltags gab wieder einen leichteren Gegner, Michael Nahler aus Würzburg der nach knapp 40 Zügen besiegt war.

Am nächsten Tag kam Edgar Winand mit einer DWZ knapp unter 1800, der am Ende Sieger seiner Rating-Gruppe wurde. Mit 111 Turnierwertungen ein ganz erfahrener Kämpe. Als ich sah, daß er mit 1.g4 den Grobsangriff spielte, drehte sich mir schon der Magen um, da ich eine solche Eröffnung hasse. Es folgte eine Partie, die ein einziger Schlagabtausch war. Sein Sturmlauf auf dem Königsflügel begegnete ich mit einer alten Schachweisheit und machte Druck auf das Zentrum. Als es mir gelang, seinen König in der Mitte zu halten, kippte die Partie langsam zu meinen Gunsten. Nach 40 Zügen hatte ich Edgar nieder gekämpft. Drei Punkte aus vier Partien am 3. Tag, besser geht es nicht.

In der 5. Runde kam Jens Kohler aus Oberursel. Er war mit seiner Mannschaft gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegen, mit einer DWZ von 2194. Eigentlich machte ich mir selbst mit Weiß wenig Hoffnung. Langsam wurde ich mit Weiß zurückgedrängt, Im 28. Zug war ich hinten eingequetscht. Seine Leichtfiguren waren alle in der Nähe meines Königflügels. Sein schwarzer Bauer auf g4 deckte seinen Springer auf f3 direkt vor meinem König und auf der offenen H-Linie drohte in wenigen Zügen der Einbruch mit den Schwerfiguren. Die einzige Chance war schneller auf die H-Linie zu kommen und den Springer auf f3 zu entfernen. Notgedrungen ließ ich einen Tausch zu, und der Springer griff sich meinen Turm auf d2. Was wir beide übersehen hatten, war die Chance, daß ich keinen Pseudoangriff bekam, sondern über die H-Linie mit Turm h1-h4 und Schlagen des Bauern auf g4 einen richtig guten Angriff entwickeln konnte. Leider wie so oft, wanken die besseren Spieler - aber sie fallen nicht um. Durch eine Zugwiederholung konnte ich ein Remis erzwingen. In der Analyse zeigte sich später, daß für meinen Gegner eigentlich alles besser war als die Qualität zu nehmen. Einfach nur "Schwein" gehabt im rechten Augenblick.

In der  6. Runde musste ich gegen Ulrich von Auer spielen, der mit einer DWZ 1984 eigentlich in Schlagweite war. Nach einer zünftigen Grünfeld-Eröffnung einigten wir uns nach 22 Zügen auf Remis ohne die Stellung auszukämpfen. Ehrlich gesagt hatte ich etwas Respekt vor Ulrich, der am Tag vorher gegen WGM Eva Moser ein Remis erkämpfte. Aber vier Punkte aus sechs Partien waren ok.

In der letzten Runde spielte ich gegen Willi Skibbe aus Liebschwietz mit einer DWZ von 2080. Nach 30 Zügen hatte jeder noch 6 ungleich verteilte Bauern und sein Läuferpaar. Nach weiteren 30 Zügen und einem schwierigen, aber interessanten Endspiel trennten wir uns Remis. Mit 4,5 von 7 Punkten und einem Gegnerschnitt von 1985 war ich rundum zufrieden. Einziger Wermutstropfen: So sicher ich die schwächeren Gegner auch schlug, gegen die besseren konnte ich keinen vollen Punkt erringen. 

Zum Schluss muß man einfach noch ein Kompliment an die Ausrichter mach. Top Spielraum, Top Spielmaterial mit einer Top Leistung der Ausrichtenden Personen. Bis nächstes Jahr.

[Thomas Rödiger]
 

    Money Man macht Mäuse

Die Entscheidung zur Teilnahme an den Griesheimer Schachtagen war für Ralf Kellerwessel sprichwörtlich Gold wert. Denn er beendete das Turnier als Sieger seiner Ratingklasse, gewann ein paar Mäuse als Ratingpreis und verbesserte sich im DWZ-Rating. Das Darmstädter Echo schrieb dazu in seiner Online Ausgabe:

Der Favorit zieht davon
Schach: Bogdan Grabarczyk gewinnt vierte Griesheimer Schachtage – Constantin Göbel bester Jugendlicher – Lediglich 28 Teilnehmer

Der Sieger der vierten Griesheimer Schachtage 2008 heißt Bogdan Grabarczyk. Der Internationale Meister aus Darmstadts polnischer Schwesterstadt Plock, einer der Leistungsträger von Zweitliga-Absteiger SV Griesheim, setzte sich bei der Veranstaltung am Wochenende mit 5:0 Punkten durch. Der Vorjahreszweite ging als Erster der Setzliste favorisiert ins Turnier und wurde diesen Erwartungen auch gerecht.
Bogdan Grabarczyk gewann gegen Oliver Schröder (Schachforum Darmstadt), Michael Führer (Kreuznacher SV), Anton Chernyavskyy (SC Fulda), Constantin Göbel (Ladja Roßdorf) und Ingo Peters (SK Gernsheim). Bis zur Schlussrunde konnte auch der Gernsheimer Ingo Peters mit vier Siegen mithalten. Aufgrund der um einen halben Punkt schlechteren Feinwertung gegenüber Fidemeister Christoph Pfrommer (Karlsruher SF) fiel er mit 4:1 Punkten noch auf den dritten Platz zurück. Gute Ergebnisse mit je 3,5 Zählern erreichten der Griesheimer Neuzugang Anton Chernyavskyy, Ralf Kellerwessel (SC Bad Soden), der neben dem Turniersieger ungeschlagen blieb, und Werner Hahn (Griesheim).

Neben Grabarczyk prägte der Schachnachwuchs das Turnier. Constantin Göbel, zuletzt in der Starkenburgliga für Aufsteiger Ladja Roßdorf erfolgreich, zog mit 3:2 Punkten auf Platz sieben. Der Dreizehnjährige musste sich nach Gewinnpartien in den ersten drei Runden am dritten Turniertag lediglich Grabarczyk und Pfrommer geschlagen geben. Er gewann den Sonderpreis als bester Jugendlicher. Gleiches gilt für den acht Jahre alten Björn-Benny Bauer (Kreuznacher SV), der als Elfter ebenfalls 3:2 Punkte erspielte und den Ratingpreis in der DWZ-Gruppe bis 1400 Punkte gewann.

Die anderen Ratingpreise gingen an Michael Führer (DWZ 1801-2000), Ralf Kellerwessel (DWZ 1601-1800) und Ivica Josic (SV Griesheim, DWZ 1401-1600). Den Seniorenpreis sicherte sich Raimund Höck.

Mit lediglich 28 Teilnehmern blieb die Veranstaltung hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Ob das DWZ-Turnier auch im kommenden Jahr organisiert wird, steht seitens des SV Griesheim daher noch nicht fest.

berg
21.5.2008
Quelle: Darmstädter Echo Online

Am Ende des Turniers wurde Ralf Kellerwessel ungeschlagen mit 3,5 Punkten aus fünf Partien fünfter von insgesamt 28 Teilnehmern. Lediglich der Turniersieger Bogdan Grabarczyk schaffte es wie Kellerwessel, ungeschlagen im gesamten Turnier zu bleiben.

    Marathon-Man macht Mirakel möglich

[31.5.2008] Wieder einmal mehr hat Vereinsmeister Dr. Friedrich Bittner gezeigt, zu welchen Leistungen Schachspieler auch im hohen Alter fähig sind. So erzielte er bei den Hessischen Schnellschachmeisterschaften, die am 16.5.2008 in Rodenbach stattfanden, die Auszeichnung als "Bester Nestor" des Turniers. Unter 30 Teilnehmer erreichte "Bittner the best" mit 6 Punkten aus 9 Partien den 5. Platz in der Gesamtwertung. Sieger wurde IM Anatoly Donchenko vom SK 1858 Gießen.

    Pascal und Gauss sorgen für das Aus

Die Erfinder der Formel zur Berechnung der DWZ ("Deutsche Werte-Zahl") im Deutschen Schachbund hatten ganze Arbeit geleistet, als sie die Berechnung der Werte-Zahl definierten.

Z_n = Z_0 + \frac{800}{E+n} (W - W_e)

Die DWZ-Formel

Dabei griffen sie tief in die historische Trickkiste der Mathematik und basierten ihre Formel auf den Erfindungen der von Blaire Pascal begründeten Wahrscheinlichkeitsrechnung und von dem deutschen Statistiker Carl Friedrich Gauss. Heraus kam ein Rechenwerk, das mit all seinen Grundbedingungen und Ausnahmeregeln ein deftiges Funktionärshandbuch von 37 Seiten umfasst.

Blaise Pascal (oben) und Carl Friedrich Gauss (unten): Die Totengräber bei der Sodener DWZ-Beerdigung.

Wer sich nun die Mühe macht, die aktuellen und die vorjährigen DWZ-Zahlen der Bad Sodener Schachspieler anzuschauen (eine Vergleichstabelle finden Sie >>>hier ), muss eigentlich nicht alle Aspekte der Mathematik verstehen.

Genau so wenig braucht man beim Studium der aktuellen Fußball-Bundesliga-Tabelle keine detaillierte Kenntnis der Spielsysteme 4-4-2, 4-5-1, der Raute oder der Doppel-Sechs - entscheidend sind die Tore und die Punkte.

Erfreulich ist die gute Entwicklung der Nachwuchstalente. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Verein die Zahl der DWZ-Träger von 68 auf 81 Spieler steigern. So haben 13 Kinder und Jungendliche ihre ersten Sporen im Wettkampfschach verdient und mit ihren Erfolgserlebnissen im Wettkampfschach auch ihre eigene Wertungszahl erkämpft.

An der Spitze der Leistungstabelle sieht es hingegen nicht ganz so rosig aus. Der DWZ-Durchschnitt der 26 Spieler über 1500 DWZ verringerte sich von 1683 im Jahre 2007 auf nunmehr 1676, das klassisches Gauss'sche Aus. Gründe für diesen schwächelnden "Genossen Trend" gibt es sicherlich viele, die Konsequenz zeigte sich im Abstieg der ersten und dritten Mannschaften.

Nun geht es darum, sich für die nächste Saison neu aufzustellen. Welches ist die ideale Gesamtzahl aller Mannschaften? Nach welchen Kriterien sollen die einzelnen Mannschaften aufgestellt werden? Welche neuen Spieler kommen zum Verein? Fragen über Fragen, mit denen sich Vereinspräsident Bettenbühl auseinander setzen muss.

Die Weichen für die nächste Saison werden in einer Mannschaftsbesprechung aller aktiven Spieler am 13. Juni 2008 um 20:00 Uhr in der Hasselgrundhalle gestellt.

    Vorrunde der Vereinsmeisterschaft

[5.5.2008] die erste Vorrunde der Vereinsmeisterschaft 2008 ist abgeschlossen. Erwartungsgemäß gab es hauptsächlich Siege für die DWZ-Höheren. Lediglich Daniel Pohlke ist hervorzuheben, der gegen seinen über 600 DWZ stärkeren Gegner Daniel Großjohann noch ein Remis erzielte, nachdem er sogar mit einem ganzen Turm in Vorsprung gegangen war.

Bereits die zweite Runde vorgespielt haben am zurückliegenden Freitag Ralf Kellerwessel und Robert Ackermann. Letzterer hatte die Qualität für zwei verbundene Freibauern gegeben und den Sieg in der Tasche, diesen jedoch letztlich seiner eigenen Vorsicht wegen wieder aus der Hand gegeben.

Die zweite Vorrunde findet am 16. Mai um 20 Uhr in der Hasselgrundhalle Bad Soden statt.

[Börries Wendling, Turnierleiter]
 

    Erste und dritte Mannschaft abgestiegen

[14.4.2008] Am letzten Spieltag der MTS Runde gab es für Bad Soden 1 gegen die starke Mannschaft aus Hochheim 1 eine klare 1:7 Niederlage. Damit ist der Abstieg perfekt. Den einzigen Brettpunkt holten Thomas Rödiger und Daniel Großjohann mit Ihren Remisen. Für die kommende Saison findet nun ein Umbruch der Spieler statt. Der sofortige Wiederaufstieg sollte aber möglich sein.

Bad Soden 2 hat mit seinem Kantersieg bei Rüsselsheim 2 mit 6,5:1,5 in der Endtabelle einen guten vierten Platz belegt und ist damit die erfolgreichste Mannschaft. Es gewannen Peter Hegner, Ulrich Götting, Klaus Noha, Robert Ackermann und Dimitrij Lintchuk sowie Roland Bettenbühl kampflos. Christian Hannemann spielte Remis. Auch hier sollte für die kommende Saison der Aufstieg das Ziel sein.

Bad Soden 3 wird nach der klaren Niederlage 1:7 gegen Frankfurt  West 3 eine Klasse tiefer spielen. Stefan Meyer und Else Mangold holten gegen starke Gegner ein Remis. Es wird für diese Mannschaft trotz des Abstiegs schwer auch hier die Klasse zu halten, denn die komplette vierte Mannschaft muss hoch rücken.

Bad Soden 4 verlor ersatzgeschwächt 2:4 gegen Sulzbach 2. Daniel Pohlke und Sven Leßmann holten die vollen Punkte. Leider wird auch diese Mannschaft nächstes Jahr gegen den Abstieg spielen müssen. Bad Soden 5 gelang gegen den Tabellenzweiten aus Sulzbach 3 ein achtbares 3:3 Unentschieden. Kerstin Seidl und Philipp Dehn konnten beide erneut gewinnen. Sebastian Spreng und Michael Hoss spielten Remis.

Für unsere Jugendmannschaftten ging es um nicht mehr viel. Bad Soden 6 verlor gegen Hattersheim 5 mit 2:4. Sewa Gerassimov und Niels Heise konnten beide gewinnen. Für Niels war es der erste Sieg. Bad Soden 7 gewann klar mit 5:1 gegen Flörsheim 4. Es gewannen Hilmar Klingkusch, Alan und Percy Downing, Nils Schröder und Claudia Bauer. Diese Mannschaft wird kommende Saison die fünfte Mannschaft bilden. Im internen Kampf zwischen Bad Soden 8 und Bad Soden 9 hatte die achte Mannschaft die Nase mit 4:2 vorne. Für Bad Soden 8 gewannen Jakob Wegmann, Alex José Kullmann,       Li-Yue Kwok sowie Robert Steinebach. Für Bad Soden 9 holten Leon Brendel und Stefan Fidlschuster kampflos die Punkte. Bad Soden 10 verlor gegen den Tabellenführer aus Kelkheim 4 mit 1:5. Den Ehrenpunkt konnte Clemens Deutsch holen, der in dieser Saison zum ersten mal gewann. Bad Soden 11 mußte sich mit 1,5:3,5 bei Groß Gerau 3 geschlagen geben. Matthias Tauber gewann, Milad Emami spielte Remis. Und schließlich verlor Bad Soden 12 gegen Höchst 2 mit 0,5:4,5. Der 8 jährige Ruben Rittberger erspielte sich mit seinem Remis seine erste Wertungszahl.

In der kommenden Saison werden bei allen Mannschaften die Kräfte gebündelt, sodass es dann nur noch 9, statt bisher12 Mannschaften geben wird.

[Roland Bettenbühl]

Alle Einzelergebnisse dieses Spieltags finden Sie >>>hier

    Eisberg in Sicht: Sinkt die Titanic?

[9.4.2008] Vor dem letzten Spieltag der Saison 2007/2008 kommt bei den Schachspielern der zwölf Mannschaften gelegentlich das Titanic-Gefühl auf: Die Fahrt auf dem Luxus-Schiff droht böse zu enden, ein Eisberg ist schon in gefährlicher Nähe gesichtet worden. Was macht der Steuermann, geht die gesamte Mannschaft baden? Fragen über Fragen - die Stunde der Spieler und Spekulanten hat geschlagen.

Die Ungewissheit wird noch verstärkt, weil die Anzahl der Absteiger aus höheren Spielklassen über der MTS-Liga noch nicht feststehen, und das hat auch Auswirkungen auf die Anzahl Absteiger in den unteren Klassen. Der Abstieg von Bad Soden 3 ist beschlossene Sache, stark gefährdet ist auch  Bad Soden 10. Die Sandkastenspielchen über mögliche Aufsteiger und Absteiger können glücklicherweise nur noch 4 Tage dauern, am Sonntag, den 11.4.2008 heisst es allerorten: "Faites votre jeux" und "Rien ne va plus".

Platz MTS-Liga 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1 Kelkheim xx   4.5 3.5 4.0 6.0 5.5 5.5 5.5 5.0 13:3 39.5
2 Taunus   xx 2.5 5.0 3.5 4.5 4.5 4.5 5.0 4.0 11:5 33.5
3 Steinbach 2 3.5 5.5 xx 3.0 3.0   4.0 5.5 5.0 5.5 9:7 35.0
4 Hochheim 4.5 3.0 5.0 xx 3.5 3.0 5.0 4.0 5.5   9:7 33.5
5 Koenig Nied 2 4.0 4.5 5.0 4.5 xx 2.0 3.5   4.0 4.0 9:7 31,5
6 Ffm-Griesheim 2.0 3.5   5.0 6.0 xx 4.0 3.5 3.5 6.5 7:9 34.0
7 Kelsterbach 2.5 3.5 4.0 3.0 4.5 4.0 xx 4.5   4.0 7:9 30.0
8 Frankfurt-West 2 2.5 3.5 2.5 4.0   4.5 3.5 xx 6.5 4.0 6:10 31.0
9 Höchst 2.5 3.0 3.0 2.5 4.0 4.5   1.5 xx 5.0 5:11 26.0
10 Bad Soden 3.0 4.0 2.5   4.0 1.5 4.0 4.0 3.0 xx 4:12 26.0
                         
Platz Bezirk A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1 Hofheim 4 xx 6.0 5.0 4.5 4.5   5.5 7.5 7.0 6.0 16:0 46.0
2 Eppstein 2 2.0 xx 4.5 4.0   3.5 6.5 6.0 7.5 5.0 11:5 39.0
3 Raunheim 3.0 3.5 xx 4.5 4.5 5.5 3.5   7.5 5.0 10:6 37.0
4 Hofheim 5 3.5 4.0 3.5 xx 4.0 6.0 4.5 4.5   5.5 10:6 35.5
5 Rüsselsheim 3.5   3.5 4.0 xx 5.5 2.0 4.5 4.5 4.5 9:7 32.0
6 Flörsheim   4.5 2.5 2.0 2.5 xx 6.0 2.5 5.5 5.0 8:8 30.5
7 Sulzbach 2.5 1.5 4.5 3.5 6.0 2.0 xx 5.0 5.0   8:8 30.0
8 Eschborn 2 0.5 2.0   3.5 3.5 5.5 3.0 xx 6.0 6.5 6:10 30.5
9 Steinbach 3 1.0 0.5 0.5   3.5 2.5 3.0 2.0 xx 4.5 2:14 17.5
10 Nauheim 2.0 3.0 3.0 1.5 3.5 3.0   1.5 3.5 xx 0:16 21.0
                         
Platz Bezirk B 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1 Gross-Gerau xx 4.0 7.5 5.5 5.5 6.5 5.5   5.0 6.5 15:1 46.0
2 Hattersheim 2 4.0 xx 5.5 6.5 3.5 5.5   4.5 5.0 5.5 13:3 40.0
3 Frankfurt-West 3 0.5 2.5 xx 2.5 5.5 4.5 5.0 4.0 5.0   9:7 29.5
4 Moerfelden-Walldorf 2.5 1.5 5.5 xx 4.0   6.0 4.0 3.0 7.0 8:8 33.5
5 Bad Soden 2 2.5 4.5 2.5 4.0 xx 3.5 4.0 4.5   5.5 8:8 31.0
6 Goldstein 1.5 2.5 3.5   4.5 xx 1.5 5.0 5.0 6.0 8:8 29.5
7 Kelsterbach 2 2.5   3.0 2.0 4.0 6.5 xx 4.5 3.0 6.5 7:9 32.0
8 Hochheim 2   3.5 4.0 4.0 3.5 3.0 3.5 xx 6.0 6.5 6:10 34.0
9 Rüsselsheim 2 3.0 3.0 3.0 5.0   3.0 5.0 2.0 xx 6.0 6:10 30.0
10 Bad Soden 3 1.5 2.5   1.0 2.5 2.0 1.5 1.5 2.0 xx 0:16 14.5
                         
Platz Bezirk C 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1 Hofheim 6 xx   3.0 5.0 5.5 3.5 4.5 7.0 6.5 6.5 12:4 41.5
2 Raunheim 2   xx 3.5 2.0 4.5 4.5 4.5 6.5 5.0 7.5 12:4 38.0
3 Eschborn 3 5.0 4.5 xx 1.5   3.0 5.0 4.5 5.5 5.5 12:4 34.5
4 Ffm-Griesheim 2 3.0 6.0 6.5 xx 6.0 4.0 4.5 3.0 7.0   11:5 40.0
5 Kelkheim 2 2.5 3.5   2.0 xx 5.0 4.0 6.0 7.0 7.0 9:7 37.0
6 Koenig Nied 3 4.5 3.5 5.0 4.0 3.0 xx 3.0   5.5 6.0 9:7 34.5
7 Taunus 2 3.5 3.5 3.0 3.5 4.0 5.0 xx 6.5   5.0 7:9 34.0
8 Hofheim 7 1.0 1.5 3.5 5.0 2.0   1.5 xx 5.0 4.5 6:10 24.0
9 Steinbach 4 1.5 3.0 2.5 1.0 1.0 2.5   3.0 xx 4.5 2:14 19.0
10 Raunheim 3 1.5 0.5 2.5   1.0 2.0 3.0 3.5 3.5 xx 0:16 17.5
                         
Platz Kreis A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1 Hattersheim 3 xx 4.0 2.5 5.0 2.5   5.0 3.5 4.0 6.0 12:4 32.5
2 Eppstein 3 2.0 xx 4.0 4.5 3.0 4.0 2.0 5.0   6.0 11:5 30.5
3 Rüsselsheim 3 3.5 2.0 xx   3.5 6.0 2.0 3.0 4.0 6.0 11:5 30.0
4 Gross-Gerau 2 1.0 1.5   xx 3.0 4.0 3.0 5.0 4.5 6.0 10:6 28.0
5 Bad Soden 4 3.5 3.0 2.5 3.0 xx 3.0   2.5 4.5 6.0 9:7 28.0
6 Frankfurt-West 4   2.0 0.0 2.0 3.0 xx 4.5 4.5 5.0 6.0 9:7 27.0
7 Sulzbach 2 1.0 4.0 4.0 3.0   1.5 xx 1.0 4.0 6.0 9:7 24.5
8 Flörsheim 3 2.5 1.0 3.0 1.0 3.5 1.5 5.0 xx 2.5   5:11 20.0
9 Hochheim 3 2.0   2.0 1.5 1.5 1.0 2.0 3.5 xx 6.0 4:12 19.5
10 Moerfelden-Walld. 2 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0   0.0 xx 0:16 0.0
                         
Platz Kreis B 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1 Hofheim 8 xx 4.0 3.0 3.5 3.0 3.5   4.0 4.0 5.0 14:2 30.0
2 Sulzbach 3 2.0 xx 3.0 0.5 4.0 3.5 4.0 6.0   6.0 11:5 29.0
3 Hattersheim 4 3.0 3.0 xx 4.5 2.0 3.5 2.5   6.0 5.0 10:6 31.5
4 Kelkheim 3 2.5 4.5 1.5 xx 4.0   2.5 3.5 4.0 5.0 10:6 27.5
5 Hofheim 9 3.0 2.0 4.0 2.0 xx 4.0 4.0 5.0 3.0   10:6 27.0
6 Mainspitze Ginsheim 2.5 2.5 0.5   2.0 xx 4.5 6.0 6.0 5.0 8:8 29.0
7 Raunheim 4   2.0 3.5 3.5 2.0 1.5 xx 3.5 1.5 5.0 8:8 22.5
8 Ffm-Griesheim 3 2.0 0.0   2.5 1.0 0.0 2.5 xx 4.5 4.5 4:12 17.0
9 Bad Soden 5 2.0   0.0 2.0 3.0 0.0 4.5 1.5 xx 3.0 4:12 16.0
10 Steinbach 5 1.0 0.0 1.0 1.0   1.0 1.0 1.5 3.0 xx 1:15 9.5
                         
Platz Kreis C 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP BP
1 Kelkheim 4 xx 6.0 0.0 4.0 4.0 6.0 6.0 5.5 5.0   14:2 36.5
2 Hofheim 10 0.0 xx 5.5   4.5 5.0 5.0 3.5 5.5 5.5 14:2 34.5
3 Hattersheim 5 6.0 0.5 xx 3.0 4.0 4.5 4.5   5.5 5.0 13:3 33.0
4 Kelsterbach 3 2.0   3.0 xx 5.0 4.0 5.5 4.0 3.5 5.0 13:3 32.0
5 Bad Soden 7 2.0 1.5 2.0 1.0 xx 1.5   4.5 4.5 6.0 6:10 23.0
6 Bad Soden 8 0.0 1.0 1.5 2.0 4.5 xx 1.5 5.0   3.5 6:10 19.0
7 Flörsheim 4 0.0 1.0 1.5 0.5   4.5 xx 3.5 2.5 5.0 6:10 18.5
8 Bad Soden 6 0.5 2.5   2.0 1.5 1.0 2.5 xx 4.5 6.0 4:12 20.5
9 Bad Soden 9 1.0 0.5 0.5 2.5 1.5   3.5 1.5 xx 4.0 4:12 15.0
10 Bad Soden 10   0.5 1.0 1.0 0.0 2.5 1.0 0.0 2.0 xx 0:16 8.0
                         
Platz Kreis D    1 2 3 4 5 6 7 8     MP BP
1 Nauheim 2 xx   4.0 3.0 4.0 3.0 4.0 5.0     12:0 23.0
2 Eppstein 4   xx 1.0 0.5 3.0 3.5 5.0 4.0     8:4 17.0
3 Gross-Gerau 3 1.0 4.0 xx 3.0 5.0 4.0 0.0       8:4 17.0
4 Höchst 2 2.0 4.5 2.0 xx 2.0 5.0   3.0     6:6 18.5
5 Frankfurt-West 5 1.0 2.0 0.0 3.0 xx   4.0 4.0     6:6 14.0
6 Kelkheim 5 2.0 1.5 1.0 0.0   xx 4.0 5.0     4:8 13.5
7 Bad Soden 12 1.0 0.0 4.0   1.0 1.0 xx 2.5     3:9 9.5
8 Bad Soden 11 0.0 1.0   2.0 1.0 0.0 2.5 xx     1:11 9.5

    John Maynard - verzweifelt gesucht

[7.4.2008] Es ist der meisterliche Text des Apothekers Theodore Fontane, ein  bedeutender Vertreter des poetischen Realismus, der Kindheitserinnerungen unserer Schulzeit auch heute noch lebendig aufleben lässt. "John Maynard war unser Steuermann" - so beginnt die ergreifende Ballade einer Rettung von einem brennenden Schiff.


Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
Der Kapitän nach dem Steuer späht,
Er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
Aber durchs Sprachrohr fragt er an:
„Noch da, John Maynard?“

 „Ja, Herr. Ich bin.“
„Auf den Strand! In die Brandung!“
„Ich halte drauf hin.“
Und das Schiffsvolk jubelt: „Halt aus. Halloh.“
Und noch zehn Minuten bis Buffalo.
 

Ein anderer Rettungsmeister war der britische National-Ökonom John Maynard Keynes, der mit seinen Thesen des "Deficit Spending" marode Volkswirtschaften zu retten beabsichtigte. Wirtschaftstheorie hin, Steuermann her - die Schachspieler der ersten Mannschaft wären vermutlich nicht wählerisch, würden sie nur das rettende Ufer im Abstiegskampf erreichen. Und so klammern sie sich an den letzten Strohhalm, wie Mannschaftsführer Thomas Rödiger in seinem nachstehenden Spielbericht schildert.

Theodor Fontane (1819-1898) über die Hoffnungen der ersten Mannschaft zum Klassenerhalt:
“Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fühlen: Man muß lernen,
mit dem Gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt.”

Am gestrigen Sonntag kam es zu dem (wohl) vorentscheidenden Abstiegskampf gegen die Schachfreunde aus Höchst. Nach lauem Geplänkel in der ersten Stunde keimte Hoffnung auf als Ralf Kellerwessel am 8. Brett einen Turm gewann. Leider führte ein Flüchtigkeitsfehler kurze Zeit später zum Damenverlust. Diesen Vorteil ließ sich sein Gegner - trotz aller Versuche von Ralf nicht mehr nehmen: 1-0 für Höchst.

Als nächstes musste Daniel Großjohann an Brett 3 die Segel streichen. Lange Zeit konnte Daniel die Partie gegen den starken Frank Westphal ausgeglichen halten. Im abschließenden komplizierten Endspiel setzte sich aber die Routine des langjährigen Landesklassenspielers durch. 2-0 für Höchst.

Am Spitzenbrett konnte Dr. Friedrich Bittner  in einer wie immer im offenen Schlagabtausch geführten Partie eine Figur gewinnen, allerdings zum Preis zweier Bauer. Horst Dornseiff gelang es, die beiden verbundenen Freibauern in einem langwierigen Spielverlauf zur Grundlinie durchzudrücken und deutlichen Materialvorteil zu erlangen. 3-0 für Höchst.

Zu dem Zeitpunkt sah eigentlich nur Brett 5 für uns recht viel versprechend aus. Am Brett 5 dümpelte die Partie von Henning Sander einige Zeit vor sich her bis es ihm gelang einen Zentrumsbauern zu gewinnen. Sein Gegner Stefan Diehl erlangte dadurch allerdings eine Stellung mit gutem Angriffspotential. Während der Höchster Spieler versuchte, seine Figuren in Angriffsposition zu bringen, entging ihm wohl, dass Henning gar nicht daran dachte, sich mit dem einen Bauern zufrieden zu geben und sich nur zu verteidigen. Henning startete eine Reihe von Kombinationen und der Höchster Spieler war nicht in der Lage, das auf ihn niederprasselnde Feuerwerk taktischer Schläge abzuwehren. Zerschlagung des Zentrums, Figurengewinn am Königsflügel und Turmgewinn am Damenflügel innerhalb weniger Züge waren zuviel für ihn. Nur noch 3-1 für Höchst. Und noch 20 Minuten bis Buffalo.

An Brett 2 trafen sich die beiden Mannschaftsführer im direkten Vergleich. Nach einer nicht sonderlich aufregenden Eröffnung machte der Sodener Mannschaftsführer Thomas Rödiger einen positionellen Fehler, der ihn positionell arg in Nachteil brachte. Von nun an alleine auf Verteidigung bedacht, gelang es ihm einen entscheidenden Nachteil zu verhindern. Prof. Bauer aus Höchst gelang es nicht, die Verteidigung von Thomas aufzubrechen und brachte sich so in arge Zeitnot. Thomas nutze dies aus und komplizierte die Stellung noch weiter. In Zeitnot machte der Höchster in einer sehr komplizierten Stellung einige Fehler, die ihm eine Figur und 2 Bauern kostete. Glück gehabt, nur noch 3-2 für Höchst.

Am Brett 6 übernahm Thorsten Schöwer recht schnell die Initiative und startete schwungvolle Angriffe auf seinen Höchster Gegenpart, der sich allerdings zäh verteidigte. Nach 3 Stunden gelang es Thorsten 2 Bauern zu gewinnen und in ein Endspiel mit allerdings ungleichfarbigen Läufern abzuwickeln. Eine geschickte Aufstellung der eigenen Bauern brachte Thorsten aber in eine komfortable Stellung. Nach der Abwehr einiger verzweifelter Rettungsversuche des Höchsters Wilfried Stoll gelang es Thorsten, seine Mehrbauern auf die Grundlinie durchzudrücken und seinen Gegner zur Aufgabe zu zwingen. 3-3 bei zwei noch laufenden Partien, es keimte Hoffnung auf. Und noch 10 Minuten bis Buffalo.

An Brett 4 musste sich Gerolf mit dem Höchster Bernd Gerloff auseinandersetzten. Nach anfänglichem Geplänkel in der Eröffnung machte Gerolf im Mittelspiel einen Fehler, der ihn nicht nur einen Bauern kostete sondern auch eine Schlechte Stellung nach sich zog. Gerolf verteidigte sich über 5 Stunden mit der gewohnten Zähigkeit gegen den Höchster. Aber Bernd Gerloff gelang es nach mühsamen Kampf seinen Freibauern durchzudrücken und die Partie für sich zu entscheiden. 4-3 für Höchst.

Am Brett 7 kämpfte Raimund gegen Martin Ammon. Nach 4 Stunden und überstandener Zeitnotphase war die Stellung recht ausgeglichen mit guten Möglichkeiten für uns. Beim Stande von 3-3 und dem sich abzeichnenden Verlust von Gerolf musste Raimund seine Partie gewinnen, wenn Bad Soden noch einen Mannschaftspunkt erringen wollte. Raimund war gezwungen seine Stellung zu überziehen und hopp oder topp zu spielen, während sein Gegner bequem warten konnte. In der sich anbahnenden Zeitnot machte Raimund einen Fehler der vom Höchster ausgenutzt wurde. Damit ging die Partie verloren und Höchst gewann letztendlich Verdient 5-3.

Zum Schluss bleibt nur noch die kleine Hoffnung auf einen Sieg nächste Woche gegen Hochheim Allerdings ist Bad Soden auf Mithilfe in den anderen Begegnungen angewiesen.
[Thomas Rödiger MF Bad Soden 1]

    John Maynard gefunden: Er heißt Elefterios Chatsiathaniadis

Ena Ouzo parakalo: Lefti, die gute Seele im "Alten Wirtshaus" in Bad Soden, spielt ein unorthodoxes, aber nicht ungefährliches Schach - genau so wie sein unkonventioneller Aufnahmeantrag als neues Mitglied im Schachclub auf einer Restaurant-Serviette

[7.3.2008] Bad Soden 2 hat sich mit einem glücklichen 4,5:3,5 Sieg gegen Hochheim 2 trotz vieler Ersatzspieler gerettet. Es stand nach 2 Niederlagen und 3 Remisen von Robert Ackermann, Dimitrij Lintchuk und Peter Hegner zwischenzeitlich schon 1,5:3,5. Zum Schluß konnten aber alle drei restlichen Partien von Elefterios Chatsiathaniadis, Ulrich Götting und Stefan Jäger gewonnen werden. Am letzten Spieltag kann man also entspannt beim Vorletzten antreten.

Bad Soden 3 spielte mit fast allen Ersatzspielern von der vierten Mannschaft und verlor klar gegen Rüsselsheim 2 mit 2:6. Die Punkte holten Rudi Schäfer und Rolf Merz-Zönnchen. Für Bad Soden 3 war der Abstieg schon vorher besiegelt. Bad Soden 4 gewann kampflos 6:0, da Gegner Mörfelden 2 die eigene Mannschaft zurückgezogen hatte. Bad Soden 5 konnte immerhin bei Hofheim 9 ein 3:3 Unentschieden erzielen, obwohl ein Brett leider kampflos abgegeben werden musste. Sehr erfreulich war dabei der Sieg für Kerstin Seidl (siehe untenstehenden Bericht), aber natürlich auch für Sebastian Spreng und Philipp Dehn. Die Mannschaft kann mit einem Sieg am letzten Spieltag noch den 8. Platz erreichen.

Bei unseren Jugendmannschaften konnte Bad Soden 6 gegen starke Kelsterbacher zumindest zwei Brettpunkte zum 2:4 Endstand holen. Es gewannen Sewa Gerassimov und unser Neuzugang Sven Leßmann. Bad Soden 7 verlor ebenfalls mit 2:4 beim Tabellenführer Kelkheim 4. Hier konnte Marc Pohl gegen einen Gegner mit 400 DWZ mehr gewinnen. Und Percy Downing erspielte sich mit seinem Sieg die erste DWZ.

Bad Soden 8 verlor mit 1,5 zu 4,5, nur Jakob Wegmann konnte gewinnen, Li-Yue Kwok spielte remis. Bad Soden 9 verlor mit 0,5:5,5 hoch gegen die Mannschaft aus Hofheim 10. Nur das Spitzenbrett Max Arnold konnte ein remis erzielen. Bad Soden 10 verlor mit 1:5, nur der 8 jährige Frederic Temmeyer konnte gewinnen. Bad Soden 11 war spielfrei und Bad Soden 12 verlor mit 1:4 gegen Kelkheim 5. Hier konnte Daniel Unverzagt den Ehrenpunkt holen. Bereits in der kommenden Woche ist der letzte Spieltag der Saison, dann geht es erst wieder in einem halben Jahr im Herbst wieder los. [Roland Bettenbühl]


    Das Geheimnis meines Erfolges

[7.4.2008] Die im Jahre 1987 gedrehten Hollywood-Komödie "Das Geheimnis meines Erfolges" hatte eigentlich eine übliche und übersichtliche Konzeption: Aus wechselnden Identitäten der handelnden Personen ergab sich ein Klamauk, der die Geschichte vorantreibt:

Schauspieler Michael J Fox mit der aparten Blondine Tracy Pollan bei der Preisverleihung der 40. Emmy Awards

"Karrierebedachter Junge führt in der Firma seines Onkels ein Doppelleben als Botenjunge und selbsternannter Manager. Sein Verhältnis mit der Frau des Firmenchefs und sein eifriges Werben um dessen Geliebte sorgen für zusätzliche Verwicklungen.

Am Ende fliegt alles auf, aber der clevere Bursche macht sich mit einem ausgeklügelten Konzept zur Firmensanierung unentbehrlich und wird anstelle seines Onkels zum Geschäftsführer ernannt", schrieb kino.de in einer Zusammenfassung.

Etwas pointierter kommentierte Roger Ebert in der Chicago Sun: "Der Film wirke als würde das Drehbuch den 1950er Jahren entstammen. Es sei nicht ganz schlecht, es hätte aber klüger sein können. Keiner der Charaktere habe irgendwelche ethischen Grundsätze, was den Filmautoren nicht aufzufallen scheine.

Es ist eigentlich unwahrscheinlich, daß die Bad Sodener Schachspieler nach dem 8. und vorletzten Spieltag der aktuellen Saison 2007-2008 jetzt in die Tasten greifen und ein neues Kapitel in der Klamaukstory "Das Geheimnis meines Erfolges - die besten 100 Schachpartien" verfassen, denn die Ergebnisse des Spieltages geben es einfach nicht her, sieht man einmal vom 6:0 Kantersieg der vierten Bad Sodener Mannschaft über Mörfelden 2 ab.

Die Mörfelder Schachkameraden hatten an diesem verregneten Sonntag offensichtlich etwas Besseres zu tun und entschieden sich, durch komplette Abwesenheit zu glänzen.

Auf der Suche nach Erfolgserlebnissen wird man bei der Durchsicht der Ergebnisliste der fünften Mannschaft fündig. Dort siegte unsere Vorzeige-Blondine Kerstin Seidl gegen ihren höher gewerteten Gegner und hatte dabei ihr lange herbei gesehntes Triumph-Gefühl. Sonny-Boy und bekennender Ferrari-Fan Mathis Thomsen ließ sich die Gelegenheit entgehen, wie einst von Michael J Fox und Tracy Pollan demonstriert, mit der aparten Kerstin Seidl an der Seite vor dem Spiellokal in Hofheim einzutrudeln. Mathis war verhindert und verlor so seine Partie kampflos.

Kerstin Seidl

Mathis Thomsen

Und so fällt das Fazit des 8. Spieltages aus, als stamme es aus der Feder eines Filmkritikers: "Die Partien der Bad Sodener Mannschaften waren sicherlich nicht ganz schlecht, einige hätten aber durchaus besser sein können". 
Die Einzelergebnisse finden Sie hier: Saison 2007/08 Runde 8 - Einzelergebnisse vom 6.4.2008

    Das Prinzip der Visionen (II)

Auch bei klaren Positionen auf dem Brett ist es hilfreich, eine Vision zu entwickeln: Was droht der Gegner, welche Chancen habe ich selbst?

Nach 42. bxc6 ist Schwarz am Zug und entscheidet sich für einen eher visionären Zug. Welchen?

 Ein Bad Sodener Schachspieler hatte die Qual der Wahl, denn Weiß drohte mit seinem auf c6 vorgerückten Bauern mit viel Ungemach (siehe nebenstehendes Diagramm).

Doch Schwarz hatte eine Vision und entschied sich für einen eher visionären Zug.

Bei dem Bad Sodener Schachspieler handelte es sich um den Wahl-Bad-Sodener GM Vishy Anand, sein Gegner beim diesjährigen Amber-Turnier in Nizza an der Côte d'Azur war kein geringerer als Wladimir Kramnik, dem er bald wieder in Dortmund gegenüber sitzt.

Anand glaubte an seine Vision vom Sieg und sah weit voraus, wie er den weißen König matt setzen könnte.  Kramnik hingegen sah nicht ganz soweit voraus. Als Anand dann dem russischen Großmeister mit seinem nächsten Zug (welcher?) einen kleinen Hinweis gab, mochte Kramnik das noch nicht so richtig glauben. Ein Zug später sah er dann sein Ungemach ein und gab die Partie auf. Unser virtueller Schach-Kibitz FRITZ musste mit seinem Intel Dual Core Rechnergehirn geschlagene 13 Minuten rechnen, um bei dem visionären 42. Zug von Schwarz ein erzwungenes Matt des weißen Königs in 23 Zügen zu erkennen. Diesen Luxus konnte sich Vishy Anand nicht leisten, war doch seine Partie gegen den früheren Weltmeister Kramnik eine Schnellschachpartie, 25 Minuten Bedenkzeit plus 10 Sekunden für jeden ausgeführten Zug. [30.3.2008/gk]

    Das Prinzip der Visionen (I)

Im Gegensatz zu anderen Sportarten gibt es im Schach keine Diskussionen um Torkameras, blinde Linienrichter oder Schiedsrichter, die den Unterschied zwischen einer Schwalbe und einem Strafraum-Foul nicht erkennen. Die Sportmedien sind voll davon und es kann manchmal einen Fußballprofi erwischen, der wegen der "Tomatengestik" gegenüber dem Schiedsrichter auch schon mal die Rote Karte bekam. All dies kann Schachspielern nicht passieren: die Figuren stehen ruhig auf dem Brett (wenn nicht gerade ein Spieler in Zeitnot ist), alles ist schön klar und übersichtlich auf den 64 Quadraten angeordnet. Keine gezinkten Karten, kein As aus dem Ärmel und keine Schummelei am Roulette-Tisch. So könnte man meinen. Doch dann gibt es eine gewisse Spezi Schachspieler, die um die Ecke schauen können: Sie denken ganz unverfroren zwei oder drei oder gar fünf Züge voraus, mindestens einige mehr als der Gegner. Dann kommt ihnen die Vision, wie der Gegner in eine Matt-Stellung hinein manövriert werden könnte. Wenn Spitzenspieler wie GM Peter Svidler oder GM Vassily Ivantchuk scheinbar gelangweilt an die Decke des Turniersaals starren, müsste beim Gegner Alarmstufe Rot ausgelöst werden. Dann werden die Visionen einer mentalen Prüfung unterzogen - geht die Mattkombination oder geht sie nicht.

Für die Schachspieler unter uns, die noch nicht wie die Großmeister ihre Visionen an die Saaldecke projizieren, haben wir einen kleinen Test vorbereitet. Folgen Sie einfach den Instruktionen:

  • Entspannen Sie sich
  • Starren Sie 30 - 45 Sekunden auf die vier senkrechten kleinen Punkte auf dem Schwarz-Weiß Bild
  • Dann schauen Sie langsam auf eine Wand in Ihrer Nähe
  • Was passiert?
    Sie sehen, wie sich langsam ein heller Fleck bildet - lange genug hinschauen. Ein paar mal mit den Augen blinzeln und Sie sehen, wie ein Gesicht in dem Fleck entsteht. Wen sehen Sie? 

Als Daniel Großjohann jüngst im Vierer-Pokal gegen Oliver Stierke von den Schachfreunden Hofheim in einem ausgeglichenen Endspiel um den Sieg kämpfte, hatte er eine Vision. Nämlich die Vision einer Mattstellung. Sein Problem: Er musste dafür einen Turm opfern und dann hätte der Gegner zunächst die Initiative. Und genau diese Vision von der Matt-Stellung setzte er dann mit seinem Turmopfer um. Der Gegner konnte machen was er wollte, Schach geben, Bauern schlagen, fast nix war nach dem Toyota-Prinzip unmöglich. Nur zu gut wusste er, daß Großjohann im nächsten Zug matt setzen würde. Stierke probierte so ziemlich alles, was erlaubt ist. Doch dann kam Großjohanns Zeit der Visionen - matt! Sein 1:0 Sieg half Bad Soden 1 zu einem deutlichen 3:1 Sieg über Hochheim 1.

Die Einzelergebnisse:

Brett Name DWZ Name DWZ Ergebnis
1 Dr. Bittner 1978 Becker, R 1915 1 : 0
2 Großjohann,D 1830 Stierke, O 1746 1 : 0
3 Schöwer, T. 1778 Straub, M 1432 0,5 : 0,5
4 Götting, U 1662 Petriceviv, K 1469 0,5 : 0,5
Endstand         3 : 1

    Das Prinzip Hoffnung

4.3.2008 - In der 7. MTS Runde spielte die erste Mannschaft bereits zum vierten mal 4:4 unentschieden gegen die ebenfalls abstiegsgefährdete Mannschaft aus Kelsterbach.

Ralf Kellerwessel (rechts) gewann gegen Franz Hicke

Nach zwei schnellen Remisen von Raimund Zöller und Ulrich Götting folgten dann zwei

Niederlagen. Zum Glück konnten dann Thomas Rödiger und Ralf Kellerwessel Ihre Partien zum 3:3 Zwischenstand gewinnen. Am Ende einigten sich dann Gerolf Dietz und Thorsten Schöwer in der letzten Partie auf Remis. Jetzt muß in der nächsten Runde unbedingt gegen Höchst gepunktet werden, damit der Abstieg vermieden wird.

Die zweite Mannschaft verlor unglücklich mit 3,5:4,5 gegen Goldstein 1. Stefan Jäger gewann kampflos. Weitere Siege gab es durch Elefterios Chatsiathanasiadis und Roland Bettenbühl. Robert Ackermann holte noch ein Remis. Trotzdem sollte die Klasse mit einem Sieg aus zwei ausstehenden Spielen gehalten werden.

Die dritte Mannschaft spielte wieder aufgrund der vielen Ausfälle der oberen Mannschaften mit 4 Spielern in Unterzahl und verlor mit 1.5:6,5 gegen Kelsterbach  2. Else Mangold gewann kampflos und Gerhard Kenk konnte gegen einen Gegner mit 150 mehr DWZ ein Remis halten. Der Abstieg ist aber nicht mehr zu verhindern.

Leider verlor die bisher erfolgreichste vierte Mannschaft gegen Rüsselsheim 3 knapp mit 2,5:3,5. Börries Wendling und Sven Leßmann, der seine allererste Partie spielte, gewannen Ihre Partien und Daniel Pohlke spielte remis. Durch die Niederlage kann die Mannschaft jetzt nicht mehr aufsteigen.

Der erste Sieg in der Saison gelang Bad Soden 5 mit einem Sieg gegen Raunheim 4 mit 4,5:1,5. Jan Peter Brand gewann kampflos. Die anderen Siege holten die Ersatzspieler Michael Hoss, Ralph Kuhlmann und Georg Fidlschuster. Kerstin Seidel spielte remis. Damit kann sich die Mannschaft noch vor dem Abstieg retten.

In den zwei internen Duellen konnte Bad Soden 6 gegen Bad Soden 9 mit 4,5:1,5 gewinnen. Die andere Partie gewann Bad Soden 7 gegen Bad Soden 10 mit 5:1.

Für Bad Soden 6 gewannen Geerti Frank, Hannelore Leimer und Horst Woywod. Einen kampflosen Punkt gab es für Sewa Gerassimov. Gabriela Vukusic spielte remis.

Für Bad Soden 9 gewann Lukas Hauck, der sich damit eine DWZ erspielt hat, Max Arnold erzielte ein Remis. Bei Bad Soden 7 gewannen Marc Pohl, Hilmar Klingkusch, Nils Schröder, Claudia Bauer und Percy Downing. Den einzigen Punkt für Bad Soden 10 holte Max Ludwig Schmitt. Bad Soden 8 verlor glatt mit 0:6 gegen Kelkheim 4. Bad Soden 11 verlor mit 1:4 bei Eppstein 4. Dabei gelang Konstanstin Weixler ein Sieg, der Ihm auch seine erste DWZ Wertung bringen wird.

Und schließlich verlor Bad Soden 12 bei Groß gerau 3 mit 1,5:3,5. Ben Luca Neukranz konnte gewinnen und Ruben Rittberger spielte Remis. Da Groß Gerau 3 aber falsch aufgestellt hatte, wird wohl Bad Soden 12 den Kampf am grünen Tisch mit 5:0 gewinnen.  [Roland Bettenbühl]

    Tausend Mal probiert

Thorsten Schöwer

3.3.2008 - Als es Spitz auf Knopf stand und die erste Mannschaft von Bad Soden mit 3,5 zu 3,5 Punkten gegen Kelsterbach 1 nur noch an einem Brett auf die Entscheidung wartete, konnte man Thorsten Schöwer alles vorwerfen, aber nicht, daß er nicht alles probiert hätte. Er hatte gegen Norbert Bernhard ein Endspiel erreicht, in dem der Gegner fast alle Trümpfe in der Hand hatte: zwei Türme gegen Turm und Springer, seine optische Bauernmehrheit drohte in den nächsten Zügen dahinzuschmelzen. Sein einziger Trumpf war ein Freibauer, den er mit Hilfe seines Turm und Springers weiter marschieren lassen wollte, nur vom gegnerischen König gestört.

Doch wie er es auch probierte, es passierte nix, sein Gegner kämpfte verbissen um jeden minimalen positionellen Vorteil. Am Ende siegte die Einsicht: Remis in der letzten Kampfpartie, Remis im Mannschaftskampf. In der Tabelle liegt Bad Soden mit 4:10 Mannschaftspunkten auf Platz 9, Gegner Kelsterbach konnte durch das Remis den Abstand mit 5:11 Mannschaftspunkten und Platz 8 verteidigen.

Die Einzelergebnisse dieser 7. Runde: >>>hier

     Vereinsmeisterschaft 2007 abgeschlossen - Sieger ist Dr. Bittner

[UPDATE:] In der Gruppe D gewann Georg Fidlschuster mit 5 Punkten vor Sewa Gerassimov und Felix Kempter (je 4 Punkte). In Gruppe E erreichten Claudia Bauer und Percy Downing jeweils 5 Punkte. Im direkten Vergleich gewann Percy Downing jedoch kampflos gegen Claudia Bauer, und errang so
den ersten Platz in der Gruppe E.

16.2.2008 - Der Schachclub kürte am gestrigen Freitag auf der Jahreshauptversammlung den Sieger der Vereinsmeisterschaft 2007. Sieger in Gruppe A und somit neuer Vereinsmeister wurde Dr. Friedrich Bittner. Es ist das dritte Mal, dass Herr Dr. Bittner den Pokal gewinnt, und so soll er nach dem Willen des Vorstands ihn nun behalten dürfen.

Sieger der Gruppe B wurde der Vorstandsvorsitzende Roland Bettenbühl. In Gruppe C ist es durch den Tod von Klaus Malinowski schwierig, einen Sieger zu ermitteln. Wer möchte schon kampflose Punkte angerechnet bekommen, weil sein Gegner verstorben ist? Auf der anderen Seite fehlt einem dann unter Umständen ein Punkt, weil man nicht mehr miteinander spielen konnte. Tatsache ist, dass drei Spieler 4,5 Punkte gemacht haben, wenn man die Spiele gegen den Verstorbenen nicht mitrechnet: Dieter Ruppel, Kurt Fredershausen und Rudi Schäfer. Kurioserweise besiegte im direkten Vergleich Rudi Schäfer den Dieter Ruppel, Dieter Ruppel den Kurt Fredershausen, und Kurt Fredershausen den Rudi Schäfer. Grund genug, den dreien den geteilten ersten Platz in der Gruppe C zu verleihen. Download: Ergebnisse der ersten drei Gruppen (.pdf)

Vereinsmeisterschaft 2008
Auch in diesem Jahr findet wieder eine Vereinsmeisterschaft statt. Die Anmeldefrist beträgt 2 Wochen. Anmeldungen werden bis zum Freitag 7. März 2008 entgegengenommen, entweder auf dem Aushang im Spiellokal Hasselgrundhalle ab Freitag, 22. Februar, oder jederzeit formlos per E-Mail an den Turnierleiter.

    Viererpokal: Eine Minute fehlte zur Sensation

Nach DWZ hätte die 2. Mannschaft gegen die höherklassigen Gäste aus Sulzbach mit mindestens 1-3 verlieren müssen: nur an Brett 4 saßen sich nominell gleich starke Spieler gegenüber, während wir an 1 bis 3 mit mindestens 100 Punkten zurück lagen.

Klaus Noha

Es fing jedoch gut an: Durch ein Läuferopfer konnte an Brett 3 Stefan Jäger gegen R. Bennewitz ein Remisendspiel erzwingen. An Brett 4 reichte Klaus Noha trotz zunächst unklarer Stellung ein Mehrläufer gegen zwei Bauern zum Sieg: 1,5 zu 0,5 für uns!

S. Henninger (DWZ 1839 - mit Abstand mein stärkster Gegner, seit ich für Bad Soden spiele) hatte inzwischen bei einem verfrühten Gegenangriff im geschlossenen Sizilianer einen Zentrumsbauern eingebüßt und kämpfte mit zunehmender Zeitnot. Im Endspiel musste er seine letzte Figur für einen Freibauern geben, sodaß sein nackter König meinem Läufer und einem verbliebenen Bauern gegenüberstand. Als seine Restbedenkzeit auf eine Minute geschrumpft war, reklamierte er theoretisches Remis: sein König auf a8 verhinderte die Umwandlung meines Randbauern, mein schwarzer Läufer war „der falsche“. 2-1.

An Brett 1 musste derweil Ulrich Götting gegen O. Kominek (DWZ-Differenz: 250) die Waffen strecken. Endstand 2-2; Berliner Wertung für Sulzbach 1 aufgrund des Sieges am 1. Brett. Schade! Gegen den hohen Favoriten waren wir wirklich nahe dran…
(Ralf Kellerwessel)

    Viererpokal: Keine Sensation in Sicht bei Frankfurt-West 4 - Bad Soden 1

Im Gegensatz zur zweiten Mannschaft konnte das Quartett von Bad Soden 1 im Vierer-Pokal-Match bei Frankfurt-West 4 gelassener an die Bretter gehen. Krankheitsbedingt fehlte Daniel Großjohann, als Ersatz kam Gerhard Kenk am letzten Brett zum Einsatz. Und die taktische Vorbesprechung konzentrierte sich auf die witterungsbedingte schwierige Anfahrt unseres Mannschaftsführer. Der gab dann am Brett auch richtig Gas, nach kurzer Zeit stand es zwischen Thomas Meisegeier (F-West 4) und Thomas Rödiger (Bad Soden 1) 0:1. Torsten Schöwer war etwas geduldiger und schlug den jungen Richard Qarkaxhija sicher. Am letzten Brett hatte Gerhard Kenk einen schlechten Start erwischt, zeitweise lag er mit zwei Bauern weniger materiell zurück. Erst als Andreas Schlagner seine rochierte Königsstellung mit f7-f5 öffnete, konnte Kenk kontern und nach Turmgewinn auf der Grundlinie war das Matt dann nicht mehr abzuwenden. In der am längsten ausgefochtenen Partie zwischen Renate Niebling (F-West) und Gerolf Dietz (Bad Soden) deutete die Papierform (+400 DWZ) zugunsten von Gerolf Dietz alles auf einen leichten Sieg hin. Doch Renate Niebling kämpfte zäh, in einem komplizierten positionellen Gefecht gelang es ihr, mit ihrem Turm hinter die weissen Bauern zu kommen. Jeder sinnvolle Zug des Bad Sodeners konnte mit Zugwiederholung erwidert werden und so einigte man sich nach mehreren Versuchen doch friedlich mit einem Remis. Endstand: Frankfurt-West 4 - Bad Soden 1: 0,5 - 3,5 Punkte.

    Rückrundenstart mit vielen Niederlagen

Das neue Jahr verläuft genauso so, wie es im vergangenen Jahr aufgehört hat: viele Ausfälle von Spielern und dadurch verlorene Mannschaftskämpfe. Die erste Mannschaft kämpfte gegen die starke Mannschaft aus Steinbach 2, kam aber nicht über eine 2,5:5,5 Niederlage hinaus. Zumindest der neue Stammspieler Ralf Kellerwessel konnte gewinnen, halbe Punkte holten Thomas Rödiger, Gerolf Dietz und Raimund Zöller. Leider belegt jetzt die Mannschaft den letzten Platz, doch es gibt noch Hoffnung.

Bei der zweiten Mannschaft gab es diesmal besonders viele Ausfälle und so trat man auch schon mit 2 Spielern weniger an. So reichte es leider auch nicht gegen Frankfurt-West 3 und verlor mit 2,5:5,5. Den einzigen vollen Punkt holte Mannschaftsführer Roland Bettenbühl durch einen kampflosen Sieg. Immerhin drei Ersatzspieler Gerhard Kenk, Robert Ackermann und Lefti Chatsiathanasiadis konnten remisieren.

Schach mit Biß:
Jan Peter Brand zeigt Zähnchen statt Lächeln

Die dritte Mannschaft opferte sich für die zweite und trat mit 4 Spielern weniger an.
Kein Wunder, dass man gegen Mörfelden 1 klar mit 1:7 verlor, nur Dieter Ruppel, der gegen einen starken Gegner Remis spielte sowie Sven Meisgeier holten halbe Punkte. Der Abstieg ist jetzt nicht mehr zu vermeiden.

Weiterhin ist die vierte Mannschaft der einzige Lichtblick. So gewann man klar mit 4,5:1,5 gegen Hochheim 3. Die Siege holten Börries Wendling, Rudi Schäfer, Rolf Merz-Zönnchen und Jan Peter Brand. Daniel Pohlke holte einen halben Punkt. Die fünfte Mannschaft verlor unglücklich gegen Kelkheim 3 mit 2:4. Hätte Kerstin Seidl Ihre Partie für sich entschieden, dann wäre noch ein Unentschieden rausgekommen. Die beiden Punkte holten die Ersatzspieler Raphael Kuhlmann und Marc Pohl.

Die sechste Mannschaft war gegen die starke Mannschaft aus Kelkheim 4 chancenlos und verlor klar mit 0,5:5,5. Den einzigen halben Punkt holte sich Curtis Fink-Noel, der sich damit eine DWZ erspielt hat. Bei dem internen Bad Sodener Duell hatte die Mannschaft von Bad Soden 8 gegen Bad Soden 7 die Nase mit 4,5,1,5 vorne. Für Bad Soden 8 gewann Jakob Wegmann, Alex José Kullmann, Kevin Kookpari und Nikola Schulze-Solano, Seine jüngere Schwester Bibi holte ein Remis. Für Bad Soden 7 gab es nur einen kamplosen Punkt für Jannis Wolter sowie ein Remis für Horst Aloys Woywod. Bad Soden 9 verlor gegen Hattersheim 5 klar mit 0,5:5,5. Nur Leon Brendel konnte Remis spielen. Mit dem gleichen Ergebnis verlor auch Bad Soden 10 gegen Hofheim 10.
Max Ludwig Schmitt holte zur Ehre noch ein Remis.

Bad Soden 11 und Bad Soden 12 verloren gegen übermächtige Mannschaften aus Nauheim 2 und Eppstein 4 glatt mit 0:5. Das liegt daran, das in der letzten Klasse neue Mannschaften mit Erwachsenen spielen, die einfach zu stark für unsere Kinder sind.

Insgesamt steht der Schachclub vor einem Umbruch und erwägt, in der kommenden Saison zumindest 2 Mannschaften abzumelden, damit es auch wieder Erfolgserlebnisse gibt. Der Schachclub freut sich deshalb besonders auch auf neue interessierte Schachspieler, die freitags von 18 Uhr für Kinder und ab 20 Uhr für Erwachsene vorbei schauen.

Roland Bettenbühl
1 .Vorsitzender
Schachlub Bad Soden
 

    Wenn das Brett brennt:
Schachspieler suchen Trost bei Heulalius von Heulenburg

Wer sich die Ergebnisse der 5. Runde der MTS-Liga vom 20. Januar 2008 genauer anschaut, kommt nicht umhin, sich nach der Lektüre nach etwas Hoffnung und Trost umzusehen.

Paulinchen brennt - Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug
aus "Der Struwwelpeter" von Dr. Heinrich Hoffmann

Schachspieler flüchten sich nach Niederlagen gerne in Phrasen wie "Ich erhoffte mir von dem Bauernopfer eine starke Initiative am Königsflügel" - doch Trost kommt auch bei der Lektüre der Gedichte des Heulalius von Heulenburg.

Dieses Pseudonym hat der Frankfurter Kinderarzt und Schriftsteller Dr. Heinrich Hoffmann gewählt, umschreibt es doch treffend die Gemütslage, wenn Mißgeschick überhand nimmt.

Auch Schachspieler waren einmal Kinder, manch einem sind die Geschichten vom Struwwelpeter, vom Zappel-Phillipp oder von Paulinchen noch in guter Erinnerung.

Sie handeln allesamt von Geboten und Verboten und den Folgen, wenn man diese nicht beachtet. Und was für Kinder gilt, ist auch auf Schachspieler übertragbar. Denn hunderte von Theorie-Büchern liefern anschauliche Regeln, an die sich der Spieler gefälligst zu halten hat.

So formulierte Aaron Nimzowitsch schon 1925 in seinem wegweisenden Schachlehrbuch "Mein System" über den Freibauern: "Der Freibauer ist ein Verbrecher, der hinter Schloß und Riegel gehöre: milde Maßnahmen wie polizeiliche Aufsicht sind nicht genügend".

Von den Wegen der Schachtugenden sind offensichtlich einige Bad Sodener Schachspieler abgekommen, die Konsequenzen folgten auf dem Fuß. Nach Durchsicht der aktuellen Einzelergebnisse der Runde 5 ist ein tröstender Blick in Hoffmanns Gedichte sicherlich angebracht:

Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug

Paulinchen war allein zu Haus,
die Eltern waren beide aus.
Als sie nun durch das Zimmer sprang
mit leichtem Mut und Sing Sang,
da sah sie plötzlich vor sich stehn
ein Feuerzeug, nett anzusehn.
"Ei," sprach sie, "ei, wie schön und fein!
Das muß ein trefflich Spielzeug sein.
Ich zünde mir ein Hölzchen an,
wie's oft die Mutter hat getan."

Und Minz und Maunz, die Katzen,
erheben ihre Tatzen.
Sie drohen mit den Pfoten:
"Der Vater hat's verboten!
Miau! Mio! Miau! Mio!
laß stehn! sonst brennst du lichterloh!"

Paulinchen hört die Katzen nicht!
Das Hölzchen brennt gar hell und licht,
das flackert lustig, knistert laut,
grad wie ihr's auf dem Bilde schaut.
Paulinchen aber freut sich sehr
und sprang im Zimmer hin und her.

Doch Minz und Maunz, die Katzen,
erheben ihre Tatzen.
Sie drohen mit den Pfoten:
"Die Mutter hat's verboten!
Miau! Mio! Miau! Mio!
wirf's weg! sonst brennst du lichterloh!"

Doch weh! die Flamme faßt das Kleid,
die Schürze brennt, es leuchtet weit.
Es brennt die Hand, es brennt das Haar,
es brennt das ganze Kind sogar.

Und Minz und Maunz, die schreien
gar jämmerlich zu zweien:
"Herbei! Herbei! Wer hilft geschwind?
In Feuer steht das ganze Kind!
Miau! Mio! Miau! Mio!
zu Hilf! das Kind brennt lichterloh!"

Verbrannt ist alles ganz und gar,
das arme Kind mit Haut und Haar;
ein Häuflein Asche bleibt allein
und beide Schuh, so hübsch und fein.

Und Minz und Maunz, die kleinen,
die sitzen da und weinen:
"Miau! Mio! Miau! Mio!
wo sind die armen Eltern? wo?"
Und ihre Tränen fließen
wie's Bächlein auf den Wiesen.

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