Schachclub Bad Soden

 
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Aktuelle Nachrichten

Bitte Termin vormerken:
26. Juni: Jubiläums-Sommerfest mit Spanferkel-Essen
10.+11. September: Jubiläumsveranstaltung 25 Jahre Schachclub Bad Soden.

Top-Schachseminar mit GM Matthias Wahls am 15.-16. Mai

Matthias Wahls, ehemaliger Deutscher Meister von 1996 und 1997 besiegte in der aktuellen Bundesliga-Runde den amtierenden Deutschen Meister Alexander Graf. Der Schachprofi und ehemalige TOP-50 der Fide-Weltrangliste veranstaltet ein Schachseminar über das Thema "Die drei Dimensionen des Schachs" in Bad Homburg in Zusammenarbeit mit dem SK Bad Homburg e.V.
Mehr Details >>>hier

März 2004

Die Dritte Runde beim Steinbacher Nachbarschaftsturnier brachte am 31.3.2004 folgende Ergebnisse:

Schreyer, Alois Becker, Günter 0,5 - 0,5
Günzler, Richard Claus, Jürgen 0,5 - 0,5
Reyher, Werner Jäger, Stefan verlegt
Strenger, Hermann Bender, Manfred 1 : 0
Hoerner, Rolf Ackermann, Robert 1 : 0
Pawlik, Otto Fay, Roland 0 : 1
Smith-Meyer Geier Henninger, Sascha 1 : 0
Hümer, Dominik Kenk, Gerhard 1 : 0
Merz-Zönnchen, Rolf Fredershausen, Kurt 0 : 1k
Hertsch, Jürgen Scholz, Wenzel 0 : 1
Hoss, Michael spielfrei  

Beim Steinbacher Nachbarschaftsturnier gab es in der zweiten Runde am 23.3.2004 folgende Ergebnisse:

Bender (1) - Schreyer (1)
½:½
Claus (1) - Hörner (1)
½:½
Becker (1) - Reyher (1)
__:__
Jäger (1) - Strenger (1)
__:__
Fay (½) - Günzler (1)
½:½
Henninger (½) - Hümer (½)
½:½
Scholz (0) - Ackermann (½)
0:1
Fredershausen (0) - Smith-Meyer (0)
0:1
Kenk (0) - Hertsch (0)
1:0
Pawlik (0) - Hoss (0)
1:0k
Merz-Zönnchen (0) - Richter-Häbich (0)
1:0k

Die weiße Phalanx. Bei den offenen Stadtmeisterschaften von Flörsheim tritt die Bad Sodener Leach-Familie in der dritten Runde komplett mit den weissen Figuren an. Ihre Gegner kommen alle vom SC Flörsheim 1921 e.V., einige dürften von der Papierform her schwierige Herausforderungen darstellen. Zunächst für Julian Leach (DWZ 1121): er bekam mit dem Routinier Lothar Dillig gleich einen um fast 600 DWZ stärkeren Gegner zugelost, und auch sein jüngerer Bruder Christoph muss sich gegen den 15jährigen Lukas Platt mit fast 500 DWZ Punkten mehr einiges einfallen lassen. Papa Michael Leach hat gegen den 13jährigen Yannik Gericke, noch ohne DWZ-Wertung, scheinbar die leichteste Auslosung erwischt, doch diese Konstellation hatte Micheal Leach schon in der zweiten Runde, als er gegen Michael Sperber (SC Flörsheim, DWZ 1270) eine eigentlich lösbare Aufgabe hatte und trotzdem mit den schwarzen Steinen unterlag. Julian Leach unterlag in der zweiten Runde gegen Pascal Müller (noch ohne DWZ) von Mörfelden-Walldorf und Christoph Leach verlor gegen Karl-Peter Moravek (Sc Flörsheim, DWZ 1387).

Der Denker.
Skulptur von Auguste Rodin

Lange nachgedacht - kurz gespielt. Ob Sven Meisgeier und Robert Ackermann bei ihrer Erstrunden-Partie in der Vereinsmeisterschaft 2004 ihre Körperhaltung dem künstlerischen Vorbild der berühmten Skulptur von Auguste Rodin nachempfunden haben, ist nicht sicher. Fakt ist jedoch, dass Meisgeier lange nachgedacht hat und dann einen überzeugenden Angriff gegen Ackermanns König-Indische Verteidigung startete. Nach einem etwas ungenauen Zug von Schwarz (9. ...Sg4 statt ...Sb6)  zauberte Meisgeier einen schönen Angriff aufs Brett.  Nach dem 19. Zug war alles zu Gunsten von Meisgeier entschieden. Zum Nachspielen der Partie >>>hier.

In den anderen Begegnungen überraschte Max Arnold mit einem 1:0 Sieg über Dimitrij Lintchuk, und Daniel Großjohann musste schon sehr präzise spielen um gegen den Youngster Julian Leach im Endspiel einen Springer zu gewinnen und damit auch seine Erstrundenpartie.

Dieter Ruppel kannte keine Skrupel und erinnerte in seiner Partie gegen Titelverteidiger Benjamin Felmy, daß er das Zeug zu einem "Angstgegner" haben könnte, remisierte er in der letzten Vereinsmeisterschaft doch gegen den Spitzenspieler der ersten Mannschaft. Doch Felmy ließ diesmal nichts anbrennen und konnte im Endspiel mit zwei Läufern gegen zwei Springer die theoretischen Gewinnchancen auch in der Praxis umsetzen und gewann 1:0.

Zum Endspurt der MTS-Ligen:  mit Rechenschieber, Würfel, und Stopp-Uhr könnte die Saison entschieden werden.  (Eine Vorschau zur Lage vor dem letzten Spieltag von Roland Bettenbühl.)

In der Verbandsliga droht der Abstieg von Frankfurt West 1 in die Landesliga. Dadurch gäbe es einen Absteiger mehr aus der Landesliga. Derzeit sieht es so aus, dass Steinbach 2 absteigen muß, auch Hochheim 1 ist stark gefährdet. Sollte Steinbach 2 und Hochheim die Klasse halten können, gibt es aus allen Klassen ab der MTS Liga nur einen Absteiger. Sollte einer der Mannschaften Hochheim oder Steinbach 2 absteigen, gäbe es in allen Klassen ab der MTS Liga zwei Absteiger. Sollte Steinbach 2 und Hochheim absteigen, gäbe es sogar drei Absteiger aus allen Klassen ab der MTS Liga, was wir nicht hoffen wollen!

In der MTS Liga hat Bad Soden 1 noch gute Chancen in die Landesliga aufzusteigen, da Taunus in der vorletzten Runde ersatzgeschwächt gegen Flörsheim knapp mit 3,5 zu 4,5 verloren hatte. Bad Soden 1 als zweiter der aktuellen Tabelle spielt gegen den dritten Eppstein 3 und Taunus als Tabellenführer gegen Kelkheim. Sollte Bad Soden 1 gegen Eppstein z.B. mit 4,5:3,5 und Kelkheim gegen Taunus ebenfalls mit 4,5:3,5 gewinnen, wäre Bad Soden 1 aufgestiegen! Taunus reicht allerdings aufgrund der guten Brettpunktzahl bereits ein Remis gegen Kelkheim. Bad Soden Soden 1 liegt punktgleich mit Eppstein und Kelkheim auf Platz 2, hat aber einen halben Brettpunkt Vorsprung.

Bezirksklasse B: Bad Soden 2 kann in der letzten Runde auch noch den Abstieg abwenden, da man überraschenderweise deutlich gegen die stark ersatzgeschwächten Hofheimer 5 gewinnen konnte. Voraussetzung dafür wäre ein Sieg gegen Raunheim 1, allerdings müßten mindestens 5 Brettpunkte erreicht werden, um an Raunheim vorbei zu ziehen. Mit einem einfachen Sieg wäre man aber zumindest nicht mehr Letzter.

Für Bad Soden 3 in der Bezirkslasse C und Bad Soden 6 in der Kreisliga B ist der Abstieg nicht mehr zu verhindern, Bad Soden 3 kann aber in Nauheim zumindest versuchen, doch noch wenigstens einen Punkt zu erreichen. Bad Soden 6 spielt gegen die ebenfalls noch punktlose Mannschaft aus Kelsterbach 3, auch da ist mindestens ein Punkt drin. Die Abstiege von Bad Soden 3 und 6 haben Auswirkungen auf die Mannschaftsstärke: So wird Bad Soden 3 zukünftig in der Kreisliga A nur noch mit 6 Spielern, statt 8 spielen und Bad Soden 6 in der Kreisliga C nur noch mit 5, statt 6 Spielern nächste Saison antreten dürfen.

Spannend ist es noch in der Kreisliga A: Bad Soden 4 als derzeitiger 8. spielt gegen den Tabellennachbarn Groß Gerau 3. Bei einem Sieg bleibt man auf jeden Fall sicher in dieser Klasse, auch ein unentschieden könnte reichen. Schlimmstenfalls könnte Bad Soden 4 noch auf den Vorletzten Platz zurückfallen.

Bad Soden 5 in der Kreisliga B kann weder auf- noch absteigen, die Mannschaft hat einen sicheren Platz im Mittelfeld.

Auch Bad Soden 7, 8, 9 und 10 in der Kreisliga C haben keine Chancen mehr aufzusteigen, absteigen können Sie auch nicht. Bad Soden 9 hat aber die Chance gegen Kelkheim 3 "die rote Laterne" abzugeben.

Spagat der Frühlingsgefühle. Woran lag es nur? Die erste und die zweite Mannschaft kamen in der 8. Runde der MTS-Mannschaftskämpfen zu eindeutigen Siegen, die anderen Mannschaften konnten sich immerhin behaupten, lediglich Bad Soden 3 kam mit einer 1:7 Niederlage gegen Steinbach 4 böse unter die Räder.

Die erste Mannschaft von Bad Soden kämpfte gegen Hofheim 3 und erzielte einen 4,5 zu 3,5 Punktesieg. Felmy, Fellner, Großjohann und Dietz gewannen, Zöller remisierte gegen de Lorenzi. Für Thomas Rödiger, Dr. Friedrich Bittner und Rudi Fellner reichte es nicht, sie verloren ihre Partien. Dieser Sieg führte Bad Soden 1 aus dem Mittelfeld der Tabelle direkt hinter die Schachfreunde Taunus (12 Punkte) auf Platz 2 der MTS-Liga, sie führen nun mit 11 Punkten ein Verfolger-Trio mit Eppstein 2 und Kelkheim an.

Bad Soden 2 musste gegen Hofheim 5 antreten, nach der Papierform eigentlich ein hoffnungsloses Unterfangen.

Ulrich Götting (links) - Dr. Leszek Bajorski (rechts, SV Hofheim)

Doch recht bald machte sich die frühlingshafte Wetterlage bemerkbar, und Bad Soden 2 ging rasch in Führung. Durch das Fehlen von Sven Meisgeier am zweiten Brett von Bad Soden und Heinz Tilll am siebten Brett von Hofheim glichen sich die kampflosen Punkte aus, Michael Ochs remisierte gegen Ulrich Koellner und dann gab es vier klare Punktsiege.

Dr. Sawielly Tartakower (1887-1956) kam der Überlieferung zufolge beim Zoo-Besuch anlässlich des New York Schachturniers 1924  auf die Idee, seine Partie gegen Maroczy mit 1.b4 zu eröffnen. Die Inspiration vor dem Affenkäfig führte dann zur Bezeichnung dieser exotischen Variante als Orang-Utan-Eröffnung.

Affenartig ging es in der Partie zwischen Helmut Zeyen und Roland Bettenbühl in der MTS-Bezirksliga 2004. Zeyen (SV Hofheim) wählte die exotische Orang-Utan-Eröffnung, auch als Polnische Eröffnung oder Sokolsky-Eröffnung bekannt, und wollte so einen Überraschungseffekt landen. Es entwickelte sich ein lebhaftes Spiel und gelegentlich gaben sich beide Kontrahenten eher tierisch verspielt als logisch-kühl kalkulierend.  Wie die Partie verlief, können Sie >>>hier nachspielen.

Hegner, Kenk, und Smith-Meyer gewannen ebenfalls. Nun war alles entschieden, Bad Soden führte überraschenderweise mit 5,5 zu 1,5 Punkten.

Doch Ulrich Götting (DWZ 1672) an Brett 1 kämpfte immer noch unverdrossen gegen Dr. Bajorski (DWZ 1890) an. Im Endspiel stand Götting mit zwei Bauern und einem Springer gegen Bajorski mit drei Bauern und einem Läufer eigentlich auf verlorenem Posten, nur optimistische Theoretiker sahen eine remisfähige Position. Hinzu kam, dass die Bauern weit auseinandergezogen waren, und Ulrich Götting musste schon einen gewaltigen Spagat mit seinem König im Zentrum machen, um die Partie halbwegs offen zu gestalten.

Doch dann setzte sich die kluge Spielanlage von Dr. Bajorski durch und er konnte ein aktives Spiel auf zwei Flügeln gestalten - das war dann einfach zu viel. Obwohl der Mannschaftskampf schon lange zu Gunsten von Bad Soden 2 entschieden war, zeigte Götting wie immer ein vorbildliches Kämpferherz.

Erfreuliches gab es auch in den Kreisklasse-C-Mannschaften:   Marc Pohl kam zu seinem ersten Punktgewinn gegen Alexander Förster von Eppstein, Max Arnold gewann ebenfalls einen vollen Punkt und Horst Woywod erzielte ein Remis.

Das 28. Nachbarschaftsturnier in Steinbach wurde von Roland Fay (SV Sulzbach)  zum ersten Spieltag eröffnet. Er konnte 22 Teilnehmer begrüssen, die nun nach dem Schweizer System um den Titel kämpfen.

In der Auslosung zur ersten Runde trafen die spielstärkeren Teilnehmer auf Spieler aus den unteren Regionen der DWZ-Skala.

Bei den Erstrunden-Spiele konnten sich nahezu alle üblichen Verdächtigen nach Papierform durchsetzen.

Die Partie zwischen Sascha Henninger vom SC Sulzbach mit 1748 DWZ und Robert Ackermann vom Schachclub Bad Soden (1401 DWZ) wich von der Norm ab, beide Kontrahenten einigten sich nach der Zeitkontrolle durch Zugwiederholung auf ein Remis.

Auch die Partie zwischen den Sulzbacher Vereinsmitgliedern Dominik Hümer (DWZ 1472) und Roland Fay (1850) endete entgegen den Erwartungen überraschenderweise mit einem Remis. Die Ergebnisse:

Runde 1 09.03.2004

Smith-Meyer - Claus
0:1
Schreyer - Scholz
1:0
Hümer - Fay
½:½
Reyher - Kenk
1:0
Ackermann - Henninger
½:½
Streyer - Pawlik
1:0
Richter-Häbich - Becker
0:1
Hömer - Fredershausen
1:0
Hertsch - Bender
0:1
Günzler - Merz-Zönnchen
1:0
Hoss - Jäger
0:1

Ladies first! Das englische Verhaltensmuster bewies auch beim Bundesliga-Spiel unseres Nachbarvereins SV Hofheim am 6. März 2004 wieder einmal mehr seine Gültigkeit.

WGM Jovanka Houska spielt in der Bundesliga für den SV Hofheim/TS und in der englischen Nationalmannschaft

Die attraktive 24jährige Engländerin Jovanka Houska würde wahrscheinlich nicht nur den mannschaftsinternen Schönheitswettbewerb gewinnen, auch in Punkto Geschwindigkeit bewies sie den männlichen Teamkollegen und wahrscheinlich auch ihrem Gegner, GM Ludger Keitlinghaus, daß sie schnell und gut spielen kann. Zu Beginn der Bundesliga-Partie zwischen SV Hofheim und dem favorisierten SC Baden-Oos trennten über 221 DWZ-Punkte die Kontrahenten an Brett 6, doch das sollte für Houska als Nummer 47 der Welt-Frauenrangliste kein Hindernis sein. Als Keitlinghaus schon am Anfang der Partie seine schwarze Dame zum  Bauernraub auf b2 beorderte, behielt Houska die Ruhe, spann ein feinmaschiges Verteidigungsnetz um die räuberische Dame und konterte ihren Gegner ganz kühl aus. Nach dem 20. Zug gab Keitlinghaus auf. Diese Partie nachspielen: >>>hier.

GM Jörg Hickl (SV Hofheim/Ts)

Mit ihrem schnellen Sieg führte sie die Hofheimer Mannschaft zu einer 1:0 Führung und machte mit dieser "Eroberung" dem Namen ihres englischen Trainers, Stuart Conquest, alle Ehre.

GM Joerg Hickl konnte an Brett 2 gegen Rustem Dautov, immerhin die Nummer 3 in Deutschland, ein Remis verbuchen.

Am Spitzenbrett kam es zum Duell zwischen Peter Svidler (Nummer 4 der FIDE-Weltrangliste) und Stanislav Savchenko.

Nach dem Eröffnungsgeplänkel (Svidler wählte die kurze Rochade während Savchenko lang rochierte) sah sich Svidler bald einem gefährlichen Bauernangriff auf seine Königsstellung ausgesetzt. Savchenko konnte sogar mit seinem Bauern bis auf die siebte Reihe vordringen, doch Svidler blockierte mit dem König das Umwandlungsfeld auf g8 und setzte zum Konter an.

Peter Svidler (links) beginnt für Baden-Oos an Brett 1 gegen GM Savchenko

Savchenko kam zusehends in Zeitnot,  beide Kontrahenten vereinfachten kurz vor der Zeitkontrolle durch Damen- und Turmabtausch die Position. Im nachfolgenden Turm- und Bauernendspiel gelang es dann Savchenko, ein beachtenswertes Remis zu erzielen.

Trotzdem zeigte Baden-Oos, die auf zwei ihrer Spitzenspieler (Anand, Shirov) verzichten mussten, weshalb sie dank ihrer durchgängig starken Besetzung an allen Brettern zu den Favoriten der diesjährigen Bundesliga-Saison gehören. Dr. Robert Hübner, Rainer Buhmann, Fabian Doettling und Andreas Schenk gewannen ihre Partien für die Badener, Schlosser und Ginsburg trennten sich unentschieden. Somit gewann Baden-Oos am Ende mit 5,5 zu 2,5 Punkten, doch der SV Hofheim hat sich gegen diese Spitzenmannschaft achtbar geschlagen.

Wenn die königlichen Fussballstars Zidane, Figo, Ronaldo und David Beckham zum Torwandschiessen in den Kurpark von Bad Soden kämen, bräuchten sich die Veranstalter um die Publikumsresonanz keine Sorgen machen. Bei den Schachspielern sieht es vielleicht eher etwas anders aus, wenn einige Spitzenspieler der aktuellen Weltrangliste sich im Main-Taunus-Gebiet an die Bretter setzen und um Bundesliga-Punkte kämpfen. Soviel steht fest: an diesem Wochenende (Samstag, 6. März und Sonntag, 7. März) spielt die erste Mannschaft von Baden-Oos gegen die Bundesligamannschaft unseres Nachbarn, den Schachverein Hofheim/Ts.

Peter Svidler aus St. Petersburg (rechts) nimmt den Siegerpokal als  neuer Weltmeister im Chess960 aus den Händen von Hans-Walter Schmitt (links) entgegen.

Falls die Gäste aus Baden in Bestbesetzung antreten, wären renommierte Spieler wie Viswanathan Anand (Nr. 3 der FIDE-Weltrangliste), Peter Svidler (Nr. 4), Alexei Shirov (Nr. 5) oder Rustem Dautov, die Nr. 3 in der Deutschen Rangliste, an den Brettern zu finden. Gastgeber Hofheim wird voraussichtlich mit den ukrainischen Spitzenspielern Stanislav Savchenke (#20 in der Ukraine) und Sergej Krivoshej (#43) antreten. In der Mannschaftsaufstellung könnten sich auch noch die deutschen Spitzenspieler Jörg Hickl (#15) oder Gennadij Ginnsburg (#47) wiederfinden.

Wann und Wo? Spielort ist die Stadthalle Hofheim/Ts. Chinonplatz 4. Am Samstag beginnen die Partien um 14:00 Uhr, am Sonntag um 9 Uhr. S-Bahn-Anschluss ganz in der Nähe und Parkplätze für die Autofahrer sind vorhanden.

Februar 2004

Schaltjahr: Glücklicherweise viel der 7. Spieltag auf den 29 Februar, denn bei den Ergebnissen, die die 10 Bad Sodener Mannschaften erreichten, können wir von Glück sprechen, dass so ein Tag nur alle vier Jahre vorkommt.

Was war geschehen?

Gute Haltungsnoten gab's für die zweite Mannschaft gegen Gross-Gerau: Michael Ochs, Sven Meisgeier, Peter Hegner und Ulrich Götting (von rechts)

Die erste Mannschaft gewann ihr Spiel der MTS-Liga sicher mit 5:3 auswärts in Mörfelden (Fellner, Großjohann, Rödiger und Dr. Bittner kamen zu Siegen).

Es blieb Bad Soden 7 in der Kreisklasse C vorbehalten, den zweiten Sieg gegen Steinbach 6 einzufahren.

Bad Soden 8 trennte sich in der Kreisklasse C unentschieden 2,5 zu 2,5 gegen Flörsheim 4.

Alle anderen Mannschaften gewannen wieder einmal an Erfahrung, d.h. sie spielten, kämpften und gaben dann die Punkte ab.

Peter Hegner (rechts) bei der Nachanalyse mit Rosenthal (links)

Insbesondere das Spiel von Bad Soden 2 gegen Gross-Gerau 2 in der Bezirksliga B war symptomatisch für diesen Saisonverlauf.

Roland Bettenbühl legte an Brett 7 die Marschroute fest und trennte sich von A. Morent unentschieden, bevor grosse Probleme in der Partie auf ihn zukamen.  Christian Hannemann zog nach und schaffte das zweite Unentschieden gegen Hans Best.

Michael Ochs (vorne rechts) und Sven Meisgeier (hinten links)

Dem wollte Geir Smith-Meyer gegen Koebel nicht nachstehen, ein Unentschieden war klar.

Am Brett 8 musste Kenk nach Materialverlust den Tücken des Springerschachs Tribut zollen und kurze Zeit später war die Partie gegen Sahlmüller mit 0:1 verloren.

Jetzt kam es auf die vorderen Bretter darauf ein, der Rückstand für Bad Soden 2 betrug schon einen ganzen Punkt. Michael Ochs kam einmal mehr in Zeitnot und verlor dadurch auch 0:1.

Sven Meisgeier:
volle Konzentration

Ulrich Götting an Brett 1 war ebenfalls in Zeitnot; sein Gegner schaffte den 40. Zug vor der Zeitkontrolle auf den letzten Drücker, aber Götting nahm sich für seinen 40. Zug ein paar Sekunden zu viel Zeit  - schon war der Punkt verloren.

Peter Hegner an Brett zwei machte mit einem schönen Angriff am Königsflügel mächtig Druck, doch dann stellte er einen Turm ein und schon war es um den Figurenverlust und auch um die Partie geschehen.

Die Ehre - aber leider nicht den Mannschafts-Sieg - rettete Sven Meisgeier. Wie immer hochkonzentriert wehrte er den gegnerischen Angriff mit klugem Positionsspiel ab, gewann einen Springer und konterte dann Falkenhainer an Brett 3 mit einer schon fast klassichen Springergabel auf gegnerischen König und Dame und gewann 1:0.

Der Endstand von 2,5 zu 5,5 aus Bad Sodener Sicht verspricht noch eine hohe Spannung für die restlichen Rundenspiele.

Start frei zur neuen Vereinsmeisterschaft 2004.  Kaum ist die  Woche vergangen, in der Turnierleiter Dr. Philipp die Pokale und Urkunden für die gerade abgeschlossene Vereinsmeisterschaft überreichte, geht es schon wieder los mit der diesjährigen Vereinsmeisterschaft. Sie wird in zwei Gruppen durchgeführt: Bei den Erwachsenen treffen 31 Mitglieder aufeinander, und für die U18 Jugendvereinsmeisterschaftsrunde haben sich insgesamt 25 Spieler gemeldet, insgesamt also 56 Mitglieder. Die Auslosung für die erste Runde finden Sie >>>hier.

Start frei zur 2.offene Flörsheimer Stadtmeisterschaft 2004

Am Freitag, den 5.3.2004 beginnt die erste Runde der zweiten offenen Flörsheimer Stadtmeisterschaft. Langzeitpartien und DWZ / ELO-Auswertung. Details >>>hier.

Remis Remis Sieg Remis Remis Remis Remis Remis Remis Remis Remis Remis Remis Remis Remis.

Dies ist kein Optik-Test - sondern die Ergebnisfolge der Partien in den bisherigen 5 Runden im sogenannten "Wimbledon des Schachs", dem Super-GM-Turnier in Linares / Spanien (19.2.-5.3.2004).

Allerdings spielen dort auch die hochkarätigen Spitzenspieler der Weltrangliste in einer Doppelrunde jeder gegen jeden. Und das liest sich in der Teilnehmerliste so: Kasparov, Kramnik, Shirov, Topalov, Leko, Vallejo Pons und Radjabov, sie bringen einen Elo-Durchschnitt von 2731 an die Bretter.

Den einzigen Sieg erzielte Peter Leko (Ungarn) in der Auftaktrunde - und das mit den schwarzen Steinen.

 

Werner Knies
(11.8.1929 - 16.2.2004)

Er trat im Jahr 2001 in den Verein ein und begann das Schachspiel als Vereinsspieler erst im Pensionärs-Alter.

Zuvor war er beruflich in Führungspositionen in einem namhaften Frankfurter Handels- und Chemie-Konzern tätig.

 Als Spieler der vierten Mannschaft verstärkte er den Club in den MTS-Schachmannschaftswettkämpfen und stellte auch in den Steinbacher Nachbarschaftsturnieren seine kluge Spielanlage unter Beweis.  Bei den jüngsten Vereinsmeisterschaften platzierte er sich unter den TOP-20. 

Mit Werner Knies verliert der Schachclub Bad Soden einen sympathischen Spieler und feinen Menschen.

Die Trauerfeier findet am Montag, den 23. Februar 2004 um 10.30 Uhr auf dem Friedhof Bad Soden, Falkenstraße, statt.

Ohne Fleiß kein Preis: Zur Vorrunde zur 3. Deutschen Amateurschachmeisterschaft vom 9.-11.1.2004 hat Michael Leach mit seinen beiden Söhnen einen Familienausflug nach Hamburg gemacht. Im grossen Teilnehmerfeld von 381 Spielern kam Michael auf 3 von 5 Punkten, Julien schaffte 2 von 5 und Christoph erzielte 1,5 von 5 Punkten. Damit verbesserten sie ihre DWZ-Wertungen auf 1.423 (Michael), 1.121 (Julien) und 1.008 (Christoph).

Jahreshauptversammlung. Bei reger Teilnahme diskutierten die Vereinsmitglieder die aktuellen und zukünftigen Belange des Vereins. Bei den Neuwahlen ergaben sich folgende Ergebnisse:

Wahl des neuen Vorstandes:

Vorstands-Vorsitzender Roland Bettenbühl
Stellvertretende Vorsitzende Gerolf Dietz, Robert Ackermann
Schatzmeister Dieter Ruppel
Schriftführerin Geerti Frank
Jugendwart Michael Hoss
Jugendsprecher Christof Petersen
Elternvertreter Geir Smith-Meyer
Turnierleiter Dr. Gunnar Philipp
Pressewart Dr. Friedrich Bittner
Webmaster Gerhard Kenk
Materialwart Thomas Rödiger
Kassenprüfer Sven Meisgeier, Oliver Schmakowski

Das vollständige Protokoll finden Sie >>>hier

 

High Noon in der Hasselgrundhalle: Spannendes Finale bei den Vereinsmeisterschaften - Rekordbeteiligung: Der Endstand nach 7 Runden >>>hier

Vereinsmeister 2003/2004:
Benjamin Felmy

Geschafft! Benjamin Felmy (rechts) strahlt als alter und neuer Vereinsmeister 2003/2004, als er den Siegerpokal aus den Händen von Turnierleiter Dr. Gunnar Philipp (links) entgegen nimmt.

Gerolf Dietz

Lange hat es im Turnierverlauf nicht nach einer erfolgreichen Titelverteidigung ausgesehen.

Doch im entscheidenden Moment behielt Felmy trotz zeitweiliger Nachteile in der letzten Partie die Nerven und schaffte doch noch überraschenderweise das Happy End.

Dr. Friedrich Bittner

Selten zuvor gab es eine solche Spannung wie im Finale der diesjährigen Vereinsmeisterschaften.

Die Paarungsliste der letzten Runde bewies, wie ausgeglichen das Teilnehmerfeld war. So trafen die vier bestplatzierten Spieler punktgleich aufeinander - die Spannung war schon vorprogrammiert.

Benjamin Felmy hat den Endspurt um den Titel in einer denkbar knappen Entscheidung zu seinen Gunsten beendet.

Trotz deutlichem Nachteil und Verluststellung mit zwei Minusbauern im Turmendspiel konnte er gegen Gerolf Dietz voll punkten, der einmal mehr in Zeitnot geraten war.

Sie finden diese Partie zum Nachspielen und Nachdenken >>>hier

Dr. Gunnar Philipp

Im zweiten Spiel der führenden vier Spieler konnte Dr. Bittner gegen Dr. Philipp seine aktivere Stellung ebenfalls in einem Turmendspiel zum vollen Punkt verdichten.

Thomas Rödiger

Die etwas bessere Buchholzwertung gab zwischen Dr. Bittner und Benjamin Felmy schließlich den Ausschlag zugunsten des Titelverteidigers.

Thomas Rödiger konnte durch einen kampflosen Punkt noch bis auf Platz 3 vor Dr. Philipp und Gerolf Dietz vordringen.

 

Christoph Leach

Die Jugendwertung der Spieler unter 18 Jahren konnte Christoph Leach mit einem achtbaren 9. Platz und 5 aus 7 Punkten für sich entscheiden.

Damit beendete Christoph die diesjährigen  Vereinsmeisterschaften vor seinem älteren Bruder Julian und konnte sich sogar noch vor seinem Vater Michael platzieren.

Er gewann somit die inoffizielle Familien-Meisterschaft.

Michael Hoss belegte einen ausgezeichneten 22. Platz, punktgleich mit Christof Petersen, der nur aufgrund einer denkbar knappen Buchholz-Feinwertung von einem Punkt auf Platz 23 kam.

Else Mangold

Geerti Frank

Unter den weiblichen Teilnehmern belegte Else Mangold einen beachtlichen 8. Platz im Gesamtergebnis.

Weiterhin demonstrierten Geerti Frank, Hannelore Leimer und Valentina Bello,  dass das königliche Spiel nicht nur eine männliche Domäne ist.

Wir gratulieren den Siegern, die auf der Jahreshauptversammlung einen Wanderpokal in Empfang nehmen können.

Insgesamt hat sich diese Meisterschaft im Schweizer System bewährt und zu spannenden und interessanten Paarungen mit zahlreichen Überraschungen geführt.

Hannelore Leimer

Valentina Bello

Dabei haben sich durchaus nicht in jeder Runde die Favoriten durchgesetzt.

Die diesjährigen Vereinsmeisterschaften erreichten mit 54 aktiven Spielern eine Rekordbeteiligung.

Zahlreiche Mitglieder über alle Altersgruppen und Spielstärken hinweg haben sich kennengelernt und erstmals unter Turnierbedingungen ihre Figuren gegeneinander auf das Brett geführt.

Die Teilnehmer haben damit viele neue Eindrücke und Erfahrungen gesammelt und wir hoffen, dass dies auch zu einer Steigerung der Spielstärke führt.

Schach-Turnier in Eppstein

Am 06.03.03 findet um 13.30 Uhr im Bürgerhaus Eppstein die 6. Auflage des Schach-Doppelkopf-Turnieres der SVG Eppstein statt.
Anmeldungen werden unter svgeppstein@gmx.de entgegengenommen, das Turnier ist auf maximal 24 Teilnehmer begrenzt.

Januar 2004

Im Newsletter des Hessischen Schachverbands vom 26.Januar 2004 lesen wir über den Schachclub Bad Soden:
"Mit dem SC Bad Soden als größten Verein Hessens mit 120 Mitgliedern, sowie dem SV Hofheim und dem SC Steinbach beherbergt der Bezirk Main-Taunus alle Vereine, die 100 oder mehr Mitglieder in ihren Reihen haben. Alle drei haben dabei aber unterschiedliche Spitzenspielstärken aufzuweisen. Während Hofheim seit Jahren das hessische Spitzenschach im DSB präsentiert und Hessen somit selbstredend spielerisch dominiert, liegt Steinbach leistungsmäßig in der Mitte, während der SC Bad Soden seine gute Hundertschaft noch im Bezirk läßt. Noch!"

Nachtarbeiter.  Nach jedem Spieltag in der MTS-Runde hocken sie nachts hinter dem PC oder haben ihr Ohr am Telefon oder ihre Finger am FAX-Gerät: Die stillen unsichtbaren Helfer, die den Ergebnisdienst des MTS-7-Bezirks hinter den Kulissen am laufen halten. Zunächst sind nach Abschluss der letzten Partien die Mannschaftsführer gefordert. Sie müssen die Ergebniskarten unterschreiben und dann telefonisch an den Pressewart des Hessischen Schachverbands weitergeben. Dieser sammelt alle Ergebnisse und sendet sie per FAX auf die Reise, zunächst zur Presse und dann an einige Schachvereine im MTS-7-Bezirk. Dann sind die  schachspielenden HTML-Experten gefordert. Die Ergebnisse werden auf die Homepages einiger Vereine gezaubert, und die Rechenkünstler haben dann auch in Null-komma-nix die neuesten Tabellen ausgerechnet. Denn früh am morgen geht's schon los, da wollen die Besucher der Homepages schon noch vor der ersten Tasse Büro-Kaffee alle Ergebnisse im Internet abfragen. Wer hat gewonnen, wer kämpft wohl um den Abstieg? Und wenn dann noch nächtens der PC seinen Geist aufgibt und nach einem Absturz keine Datenkopie verfügbar ist - ja dann ist halt Nachtarbeit angesagt.

Hier gibt's aktuelle Ergebnisse:

SVG Eppstein online
SC Eschborn 1974
Ergebnisdienst SC 1921 Flörsheim e.V.
Schachclub 1979 Hattersheim am Main e.V.

SC 1910 Frankfurt-Höchst
SC Frankfurt-West
SC Sulzbach 1979
Schachclub Bad Soden

Welches Eröffnungsrepertoire würden denn wohl die Frankfurter Musterknaben Struwwelpeter, Hans-Guck-in-die-Luft und Zappel-Philipp spielen?

Der Zappel-Philip.
Aus dem Struwwelpeter von
Dr. Heinrich Hoffmann

Daß die eigene Persönlichkeit im Einklang mit dem gewählten Eröffnungsrepertoire stehen sollte, war eine der Kern-Thesen, die GM Matthias Wahls in seinem Schachseminar am 10./11. Januar 2004 in Bad Homburg darlegte.

Aus zeit- und lern-ökonomischen Gründen ist es notwendig, sich auf gewisse Grundtypen in den Eröffnungen zu konzentrieren.

Einzelne Eröffnungsrepertoires führen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wahls unterscheidet in seinem Konzept das (1) statische Repertoire, das (2) dynamische Repertoire, das (3) flexible Repertoire und last not least das (4) asymmetrische Repertoire.

Zupackend: GM Matthias Wahls erläutert Eröffnungskonzepte.
Foto: Helmut Wiese.

Statische Repertoires beinhalten  Eröffnungen wie z.B. Englisch-Botwinnik, Skandinavisch oder Bogo-Indisch. Sie führen letztlich zu einer festen Bauernstruktur, die einen klaren Plan erforderlich machen.

Das asymmetrische Repertoire bietet hingegen Flexibilität in den Bauernstrukturen, und Eröffnungen dieses Typs erlauben es, sowohl aktive als auch passive Spielpläne für Weiß und Schwarz umzusetzen.

Das Schach-Seminar wurde in Kooperation mit dem Schachklub Bad Homburg durchgeführt. Zum Auftakt begrüßte Otto Reimer, 1. Vorsitzender, die 18 Teilnehmer, die aus Köln, Halle, Stuttgart, Bingen, Heuchelheim und dem Rhein-Main-Gebiet angereist waren. Ebenfalls unter den Teilnehmern befand sich IM Stefan Reschke vom SV Oberursel. Er wollte sich in erster Linie mit dem pädagogischen Aspekt des Seminars vertraut machen, leitet er doch das Kadertraining einer hessischen Jugend-Auswahl.

GM Matthias Wahls am Demo-Brett
Foto: Helmut Wiese

Klare Theorie und praktische Demonstrationen am Brett ergänzten sich in hervorragender Weise.

Übungsaufgaben vertieften den Lernerfolg. Und die gemeinsamen Mahlzeiten und Kaffepausen brachten viele gute Gelegenheiten, die Teilnehmer näher kennen zu lernen und etwas aus der Trickkiste des Schachs zum besten zu geben.

GM Matthias Wahls (links) und Otto Reimer (rechts)
Foto: Helmut Wiese

GM Wahls wird auch für den Jugendkader des Hessischen Schachverbands einige Seminar-Tage ausrichten.

Ob die hessischen Schach-Jugendlichen allerdings den Musterknaben des Frankfurter Arztes und Literaten Dr. Heinrich Hoffmann nacheifern und ähnliche Persönlichkeitsstrukturen offenbaren, bleibt dahingestellt.

Sicher dürfte sein, daß zappelige Nachwuchsspieler eher eine dynamische Eröffnung spielen würden, wo der Faktor Zeit höher bewertet wird und viele konkrete taktische Pläne für Dynamik auf dem Brett sorgen.

Schnäppchen Jetzt gibt's keine Ausreden mehr: Aldi verkauft ab heute 8.30 Uhr in den Filialen Fritz 8 für 4,99 Euro!!!,

Terminankündigung für Februar: Am 6. Februar 2004 findet die Jahreshauptversammlung des Schachclub Bad Soden statt. 20:00 Uhr in der Hasselgrundhalle.

Aktuelles FIDE-Ranking

Zum Jahresbeginn veröffentlichte die FIDE das neue TOP-100 Ranking:

Rang Name ELO
1 Kasparov 2831
2 Kramnik 2772
3 Anand 2766
4 Svidler 2747
5 Shirov 2736
6 Topalov 2735
7 Morozevich 2732
8 Polgar, Judit 2728
9 Ponomariov 2722
10 Leko 2722

Judit Polgar hat als beste Frau den 8. Platz weltweit erreicht. Auffallend ist die Dichte der Weltspitze: Nur 14 ELO-Punkte trennen Shirov auf Platz 5 vom Zehnten der Tabelle, dem Ungar Peter Leko. Bester Deutscher ist Alexander Graf mit 2629 ELO-Punkten auf Platz 64, Rustem Dautov kommt mit 2616 ELO-Zählern auf Platz 84, dicht gefolgt von Igor Khenkin mit 2611 ELO-Zählern.

Wie besiegt man defensive Holländer? Großmeister gab Schachnachhilfe
Von Gerrit Stolte

Bad Homburg. Es ist das Spiel der Könige. Doch von adliger Noblesse oder Zurückhaltung ist meistens wenig zu spüren, wenn sich zwei Schachspieler auf dem schwarz-weiß karierten Feld begegnen. Eher von einer martialischen Atmosphäre. Denn zwei Krieger kreuzen dann die Klingen, wenn auch nur intellektuell. Blut fließt keines, doch die Wunden gehen tief – nach jeder geschlagenen Figur, noch mehr nach verlorenen Partien. Damit es gar nicht erst zu solch einer Schmach kommt, hatte der Schachclub Bad Homburg den renommierten Großmeister Matthias Wahls für ein Trainingsseminar im Hotel Maritim engagiert.

Knapp 20 Schachfreunde folgten der Einladung in den Saal Linée, um am Wochenende an zwei Tagen aus berufenem Munde Tipps und Tricks für das eigene Spiel zu erhalten. Mit dabei: Sven Hering (32), der extra aus Halle an der Saale angereist war. Der selbstständige Computerdienstleister spielt seit seinem sechsten Lebensjahr das strategisch und taktisch anspruchsvolle Spiel. "Allerdings habe ich dazwischen 15 Jahre Pause gemacht und erst vor zwei Jahren wieder angefangen."

Hering gewann dem Seminar durchaus Positives ab – und das sogar in doppelter Hinsicht. "Die sehr intensive Beschäftigung an zwei Tagen hilft auf jeden Fall weiter, schließlich ist Schach ein sehr theoretisches, denkbezogenes Spiel", sagte in einer kurzen Seminarpause. "Und dass ein Großmeister dabei ist, motiviert natürlich zusätzlich." >>>mehr

Der Schachverein Griesheim veranstaltet 2004 zum vierten Male ein Großmeisterturnier mit jeweils 10 Spielern. Gespielt wird von Dienstag, 20. Januar (1. Runde) bis Mittwoch, den 28.1. (9. und letzte Runde). Beginn ist jeweils 15:00 Uhr. Spiellokal ist wie in den Jahren zuvor das Bürgerhaus St. Stephan St. Stephans-Platz 2, 64347 Griesheim (bei Darmstadt - bequem über die A5 Ausfahrt Darmstadt / Griesheim zu erreichen). Mehr Details
 

High-Noon: Selten hat es ein so spannendes Finale um die Vereinsmeisterschaft 2003/2004 gegeben wie in dieser Saison. Am Ende der sechsten Runde sind 4 Spieler punktgleich, und diese müssen auch noch in der 7. und letzten Runde gegeneinander antreten. Das ergibt folgende Partien: (1) Dr. Philipp - Dr. Bittner und (2) Gerolf Dietz - Benjamin Felmy. Wer taktiert auf Remis, welcher Spieler geht volles Risiko?

Hören Sie, was dazu unser Vereinsvorsitzender ankündigt: >>>hier (Lautsprecher einschalten)

 

Dr. Philipp  

 Dr. Bittner
Dietz (links)   Felmy

Wenn's kribbelt...Wer gern einen Frühstart in das neue Schachjahr 2004 hinlegen will, kann sich schon am Freitag, den 9. Januar 2003 an die Bretter setzten: Trainingsabend zu den gewohnten Zeiten in der Hasselgrundhalle.

Ein Geburtstagsgruss geht an unser früheres Vereinsmitglied Marian Miklas! Am 31.12. feierte er seinen Geburtstag und mit einer neuen ELO-Zahl von 2222 verpasste er nur um 3 winzige Zähler den Sprung unter die Top-100 in der Slovakei. Am 5. Januar feiert unser Nestor Dr. Friedrich Bittner Geburtstag, ebenfalls herzliche Glückwünsche.

Wir begrüssen unseren Nachbarverein im Internet: Nicht nur das Schachhandwerk versteht Frank Staiger von den Schachfreunden 1932 Kelkheim, er zeigt auch als Webmaster, wie ein Verein im WWW präsentiert werden kann: Graphisch ansprechende Seite, alle Infos zum Verein, aktuelle Spielberichte und interaktive Partien zum Nachspielen. Wo? >>>hier geht's zu den Schachfreunden Kelkheim.

Schachspielen mit der Kolumbus-Strategie? Als Christopher Kolumbus am 3. August 1492 vom  Hafen in Palos (Spanien) zu seiner historischen Entdeckungsreise aufbrach, hatte er nicht nur einen Vertrag mit Königin Isabella von Kastilien abgeschlossen, sondern auch eine Vision vor Augen, den Seeweg nach Indien zu entdecken - der schon in der Antike von Aristoteles und Seneca erwähnt wurde. Schachspieler haben auch eine Vision vom richtigen Weg zum Ziel und einen eher symbolischen Kontrakt mit ihrer Königin, sie allzeit zu schützen und zu nutzen. Kolumbus demonstrierte seine visionäre Problemlösungsfähigkeiten gerne mit einem Hühnerei.  Doch Schachspieler dürften eher selten mit einem gekochten Ei im Turniersaal auftauchen um ihre visionäre Lösung zur Gewinnposition wie einst Kolumbus zu  demonstrieren und so in den alltäglichen Sprachschatz ("Das Ei des Capablanca"?) einzugehen.

Die nachstehende Aufgabe stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist damit so alt wie die Entdeckungsreisen von Kolumbus. Wäre Schwarz am Zug, dann wäre die Partie wohl ganz schnell zu Ende (weshalb?). Doch in der Aufgabenstellung ist Weiß am Zug: wie findet Weiß den Weg zum Sieg?

 

Gewinn-
position
 
Lösung

Ausgangsposition    

Kaum ist das alte Jahr ausgeklungen, werden wir vom Webmaster schon wieder mit Zahlen und Statistiken gefüttert: Im Jahr 2003 verzeichnete der Internet-Auftritt des Schachclubs Bad Soden konstant wachsende Besucherzahlen: Insgesamt kamen  6.263 Besucher (monatlicher Durchschnitt von 522) auf die Webseite, und bei insgesamt 34.753 Seitenabrufen (monatlicher Durchschnitt von 2896) machten diese Gebrauch vom Informationsangebot.

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