Schachclub Bad Soden

 
> Start
> Aktuelles
> Termine
> Mannschaft + Fotos
> Ergebnisse
> Schach+Training
> Verein
> Jugendschach
> Kontakt
> Archiv
> Links
>

Suche:                       

 

 
>
   
   

Aktuelle Nachrichten (alle bisherigen Meldungen im Archiv)

     Das Trauma des Chess960-Turnierspielers

Wenn am Samstag, den 1. Oktober 2005 um 12:30 Uhr die Registrierung für den 1. Main-Taunus-Cup schließt und Turnierleiter Hans-Dieter Post die Paarungen der ersten Runde auslost, können die Teilnehmer eigentlich ganz gelassen auf den Start der ersten Runde blicken.

Hilfe, ich kann meine Chess960-Eröffnungs-Datenbank nicht finden...

Denn im Gegensatz zu den Turnieren im traditionellen Schach müssen sich die ambitionierten Teilnehmer nicht in nächtlicher Vorbereitung und Analyse auf die neuesten Varianten der Eröffnungstheorie vorbereiten - am besten ist es, sie gehen gelassen und ausgeruht an den Start.

So empfand es auch WGM Alexandra Kosteniuk, als sie im Rahmen der Chess Classic Mainz im Chess960-FiNet-Open teilnahm. Sie war ganz enthusiastisch über diese neue Spielweise und glaubt, daß es die Zukunft des Schachspiels sei. Bei den Turnieren im traditionellen Schach leidet sie immer unter stundenlangen Vorbereitungen der Eröffnungsvarianten, dem Studium der Theorie mit Experten und dem Zwang, die allerneuesten Varianten im Gedächtnis zu behalten.

Und während der Turniere ist sie mindestens 3 bis 4 Stunden damit beschäftigt, diese Variationen aus dem Gedächtnis nachzuspielen und sich auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Ganz im Gegensatz dazu ist es bei Chess960: Hier kann die russische Spitzenspielerin sich ausruhen und hat die Gewissheit, dass der erste Zug für beide Kontrahenten Neuland sein wird, denn die Ausgangsstellung wird ausgelost und das Match beginnt für beide Spieler auf einer fairen Basis.

Die Organisatoren und Veranstalter des 1. Main-Taunus-Cup hatten bis zur letzten Minute alle Hände voll zu tun, um die letzten Absprachen und Vorbereitungen für dieses Turnier zu treffen. Ein Blick auf die Anmeldeliste gibt eine Indikation, was bei dieser Veranstaltung zu erwarten ist.

Eröffnungs-Theorie: Zuviel Ballast

Mit insgesamt 77 Vorab-Anmeldungen (Stand 30.9.2005) bietet der 1. Main-Taunus-Cup im Rahmen der Chess960-Turnierserie die zweitbeste Teilnehmer-Resonanz nach dem Mega-Event des FiNet-Open im Rahmen der Chess Classic Mainz, wo über 200 Chess960-Spieler an den Start gingen.

Die vorangegangenen Chess960-Turniere in Berlin (61 Teilnehmer), Offenbach (47), Deizisau (69) zeigten alle eine erfreuliche Resonanz.

In Bad Soden geht es um einen gesamten dynamischen Preisfonds in Höhe von Euro 5.000.-, der dankenswerterweise durch Sponsoren wie die Taunus-Sparkasse, Mainova, Hotel Rohrwiese, Restaurant Altes Wirtshaus, Ristorante La Cucina und Café BonJour gespendet wurden.

Zahlreiche Ratingpreise ermöglichen es, daß sich nicht nur die führenden der DWZ- oder ELO-Tabellen Aussichten auf ein Preisgeld machen können, sondern auch Jugendliche, Senioren oder Damen können entsprechende Preise gewinnen.  Bei einem Startgeld von 20 Euro (bei Voranmeldung, 25 Euro bei Registrierung am Samstag vor Turnierbeginn) sind die Chancen auf einen Ratingpreis besonders gut - vorausgesetzt, daß die persönliche Performance in diesem auf 7 Runden angesetzten Turnier auch stimmt.

An der Spitze ist das Teilnehmerfeld sehr gut besetzt, die ersten 20 Spieler repräsentieren einen Rating-Durchschnitt (DWZ, ELO oder IPS) von 2.294 Punkten. Von diesem Kampf um den Turniersieg oder den Gesamtsieg im German Grand Prix wird sich allerdings der schachbegeisterte Bürgermeister von Bad Soden und gleichzeitig Schirmherr der Veranstaltung, Norbert Altenkamp, nicht unbedingt anstecken lassen. Von einem Fernduell mit seinem Politik-Kollegen, dem Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel, will Altenkamp momentan nichts wissen, denn OB Beutel gilt in Schachkreisen als vielseitiger Spieler, der mit allen Wassern gewaschen ist und auch bereits Erfahrungen im Chess960 sammelte. Altenkamp freut sich, daß mit dem indischen Super-GM Vishy Anand ein Wahlbürger in Bad Soden domiziliert, der leider auf die Teilnahme am 1. Main-Taunus-Cup verzichten muss: Anand kämpft zeitgleich in San Luis, Argentinien um die Weltmeister-Krone im traditionellen Schach.

     Tabelle: Die TOP-20 Anmeldungen zum 1. Main-Taunus-Cup

Name Verein Rating Klasse
IM Milov, Leonid SC Noris-Tarrasch, Nürnberg 2482 ELO
GM Meijers, Viesturs Lettland / Nickelhütte Aue 2479 ELO
GM Lanka, Zigurds Polen / TSV Schott Mainz 2477 DWZ
Ivanov, Mikhail Russland / Bad Mergentheim 2462 ELO
IM Boidman, Yuri SC 1950 Remagen 2431 ELO
IM Margolin, Boris SV Oberursel 2430 DWZ
FM Vogler, Tillmann TSV Schott Mainz 2395 IPS
Korotkevych, Stansilav Ukraine / SG Porz 2341 ELO
Kipper, Jens SG Porz 2334 DWZ
Isserman, Ryhor Eschbach-Usingen 2302 ELO
Kunz, Konstantin SV Burgsinn 2233 ELO
Uwira, Oliver SC 1961 König Nied (Frankfurt) 2219 ELO
Niebling, Ferdinand SC Frankfurt-West 2216 ELO
Lasinskas, Povilas Littauen / FTG Frankfurt 2200 DWZ
Schlesinger, Omri SC Steinbach / Ts. 2184 DWZ
Kunin, Leonid TEC Darmstadt 2167 DWZ
Regis, Georg TuS Dotzheim 2148 DWZ
Siebenhaar, Erich TSV Schott Mainz 2147 DWZ
Rosa, Mike Chess Tigers 2115 IPS
Kribben, Johannes SV Hofheim 2114 IPS

Beachten Sie weitere Meldungen im Archiv

[zurück zur Startseite]